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Zitat von Webapache
das es "Zufall" an sich per Definition gar nicht gibt. Und erst recht nicht, wenn ein "zufälliges Ergebnis" einem definierten Ablauf, also einem Algorithmus folgt (Auch wenn dieser vorgibt mit Zufallsquellen zu jonglieren).
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So wie ich die (Original-)Publikation grob verstanden habe, generiert der Algorithmus Pseudozufallszahlen die "zufälliger" als die bisherigen verteilt sind. Das Maß für die "Zufälligkeit" ist die Entropie. Allerdings kommt bei den gleichen Startbedingungen (Seed) auch immer die gleiche Folge von Zufallszahlen heraus - wie bei jedem Algorithmus.
Das ist sogar manchmal sehr nützlich, da z.B. Simulationen dann auch immer das gleiche Ergebnis liefern (müssen).
Echte unvorhersehbare und nicht wiederholbare Zufallszahlen kann man nur generieren, wenn man Quanteneffekte verwendet. Das erfordert allerdings zusätzliche Hardware.
Das einfachste ist die Rauschspannung an einem Widerstand zu messen ([
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Eine andere sehr gute Quelle von Zufallszahlen sind chaotische Systeme, wie z.B. das Wetter. Die Formeln für die Wetterentwicklung sind eigentlich relativ einfach. Allerdings hängt das Ergebnis extrem von kleinsten Veränderungen des Anfangszustandes ab. Wie sich das gesamte System dann entwickelt ist quasi zufällig.