Hallo Pointex,
ich war vielleicht damals so alt wie du, als ich jedem die Frage nach meinem Berufswunsch mit "irgendwas mit computern" beantwortet habe. Irgendwas mit Computern habe ich auch zutun gehabt, aber ob mich das glücklich gemacht hat, ist eine andere frage.
Die Ausbildung ist an dieser Stelle nicht sonderlich breit gefächert, wenn du etwas mit computer machen willst, dann stellt sich nur die Frage ob du etwas mit Netzwerken und Servern zutun haben möchtest, oder ob du doch lieber in die Programmierergeschichte einsteigst.
Eine große Auswahl hast du also nicht.
Nach meiner Ausbildung zum IT-Fachmann habe ich den Weg des "Systemadministrators" mit dem Schwerpunkt Support gewählt. Das war der erste Fehler in meinem Leben. Im Support hat man meistens andere Betriebe deren Hardware verwaltet werden will, da fährt man also hin und ist der Depp vom Dienst.
Zu Lösen gab es probleme von "maus geht nicht" bishin zur verschmelzung zweier Exchange server miteinander.
Das was mir an meiner Arbeit nicht gefallen hat, ist die Tatsache das die Menschen keine Resultate deiner Arbeit sehen. Du bist im Serverraum, schiebst deine Bits und Bytes hin und her und es regen sich dennoch alle auf, dass es nicht so läuft wie sie es gerne hätten.
Dann gibt es keine feste Arbeitszeiten. Wenn der Server mal ausgefallen ist, dann musste man ja auch schon um 2 uhr in der Nacht raus.
Die bezahlung ist dementsprechend schlecht. Es kam einige male vor, das ich 190 Stunden Monate hatte für 2200 Brutto!!!
Die Verantwortung auf meinen Schultern war erdrückend. Denn wenn der Chef seine Mails nicht mehr hatte, ich wäre auf der stelle tot. Nach 2 Jahren hatte ich Schlafstörungen und Träume vom Serverraum.
Natürlich ist vieles vom Arbeitgeber abhängig, meiner war eben einfach nur scheisse.
Irgendwann bin ich Arbeitslos geworden und für mich stand fest: It-Systemadmin ja, aber nie wieder kundensupport.
Es gibt also auch die "hauseigenen" systemadmins. Diese arbeiten meist in größeren Teams und nur bei einer Firma. Das heisst sie haben ein entspanntes Leben im vergleich zum Support.
Logischerweise wollte ich mich in Zukunft auch da Bewerben, aber komm erstmal da rein.
Das ende vom Lied: Ich arbeite in einem Computerladen. Hat ja auch "irgendwas mit computern" zutun.
Ganz anders verlief der weg eines guten Freundes von mir. Der hat in der gleichen Firma wie ich angefangen, nur halt nicht Systemadmin, sondern Anwendungsentwicklung. Nach ca 1,5 Jahren hat er gemerkt, dass er viel gelernt hat und machte sich auf zur Firma "Sixt".
Genau so würde ich es heute auch machen.
Aber von meinem Standpunkt aus, habe ich jetzt nur noch die Option mein Abi nachzuholen. Das würde ich dir auch ans Herz legen. Du wohnst vielleicht noch bei den Eltern, das macht vieles einfacher.
Ich habe schon einen eigenen Haushalt und muss nun zusehen wie ich die laufenden kosten+Abi decken kann.
Noch besser: Dein Ziel ist ein Informatikstudium.

Mit einem guten Abschluss haste da echt mal das Los gezogen. Dann sind auch große Firmen wie Aldi, oder Dell an dir interessiert und BAM gibts 4000 Brutto im Monat.
Ob das immer so ist weis ich zwar nicht *g Aber so erlebe ich es hier in meinem Bekanntenkreis.
Es ist aufjedenfall eine andere Welt.