Es ist im Grunde genommen erst einmal ganz einfach. Es gibt zwei mögliche Berufssparten: Entweder arbeitest Du als Systembetreuung oder in der Anwendungsentwicklung.
Ein Systembetreuer hat die Aufgabe, dafür zu sorgen, das Systeme laufen. Sprich, Du sorgst dafür, das das Netzwerk funktioniert, die Server laufen, die Clients up to date sind etc.
In der Anwendungsentwicklung entwickelst Du Software.
Die entsprechenden Sparten als Ausbildungsberuf heißen "Fachinformatiker Systemintegration" und "Fachinformatiker Anwendungsentwicklung".
Für die meisten ist der FI Systemintegration etwas leichter. Richtiges programmieren ist ziemlich schwierig. Ein paar Programme schreiben zu können hat noch nichts mit "echtem" Programmieren zu tun. Grundsätzlich ist programmieren eigentlich nicht allzu schwierig, es wird komplex, sobald Du in größeren Umgebungen arbeitest. Eine Software wie MS Word wird ja nicht von einem einzigen Programmierer geschrieben, sondern von Dutzenden wenn nicht gar hunderten. Damit die Interaktion zwischen so vielen Programmierern funktioniert, werden sogenannte "Entwurfsmuster" benutzt (Design pattern). Ich habe in meiner Technikerausbildung die Erfahrung gemacht, das "normales" funktionsbasiertes Programmieren fast jeder kann. Beim objektorienterten Teil steigen dann viele aus, und sobald es um Entwurfsmuster geht, haben viele ernsthafte Schwierigkeiten. Wobei da natürlich auch viel vom Lehrer abhängt.
Bei der Systemintegration scheint das Hauptproblem der Netzwerk-Teil zu sein. Ich hatte das Glück, das ich, als ich die Schulung begann, schon seit 10 Jahren in der Branche gearbeitet habe, daher konnte ich mit Dingen wie dem ISO OSI Modell auch durchaus etwas anfangen. Wer noch nie ein Netzwerk konfiguriert hat, hat unter Umständen da ein Verständnisproblem.
Solltest Du Systemintegration wählen und mal ein Problem habe, kannst Du mich gerne per PN kontaktieren.