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[Other] *Update* TÜV erklärt Gigaliner für verkehrstauglich

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Ungelesen 11.02.11, 16:18   #1
razor7x
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Standard *Update* TÜV erklärt Gigaliner für verkehrstauglich

Zitat:
Gutachten vorgelegt
TÜV erklärt Gigaliner für verkehrstauglich


Auch geeignet für enge Straßen? Der Versuch mit Gigalinern soll wieder aufgenommen werden.

Die Gigaliner genannten Riesen-Lkw kommen nach Einschätzung des TÜV problemlos auf deutschen Straßen zurecht. Dies geht aus einem Abschlussbericht von TÜV Rheinland und TÜV Nord hervor.

Ein Sprecher des TÜV Nord bestätigte einen Bericht der "Financial Times Deutschland". Demnach sei es auf gut 1,7 Millionen Kilometern Teststrecke weder zu Unfällen noch zu ernsthaften Gefährdungen anderer Verkehrsteilnehmer gekommen. Auch mit Kurven und kleineren Straßen seien die Gigaliner problemlos zurechtgekommen. Sie könnten "technisch sicher und verkehrstechnisch gefahrlos betrieben werden", heißt es in dem Gutachten.

In dem Bericht weisen die Gutachter darauf hin, dass die Motorleistung eines Gigaliners wegen der höheren Zahl von Achsen mindestens 300 Kilowatt betragen müsse. Zudem müssten sie mit modernen Assistenzsystemen zur Abstandshaltung und Notbremsung ausgerüstet werden.

Sicherheitsrisiko auf Rädern?

Die Riesen-Lkw stehen in der Kritik. Sie gelten aufgrund ihrer Länge von bis 25,25 Metern als [ Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. Bitte einloggen oder neu registrieren ]. Kritiker argumentieren, dass die Zahl von Unfällen bei Überholvorgängen noch zunehmen werde. Zudem wird befürchtet, dass durch ihren Einsatz mehr Verkehr von der Schiene auf die Straße verlagert wird. Die Befürworter argumentieren dagegen, der Einsatz der Gigaliner würde die Gesamtzahl der Lkw senken und den Verkehrsfluss verbessern.

Ein erstes Pilotprojekt in Niedersachsen war im Oktober 2007 [ Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. Bitte einloggen oder neu registrieren ]worden. Im November vergangenen Jahres aber beschlossen sieben Bundesländer, den Versuch wieder aufzunehmen, im Januar schloss sich Hamburg als achtes Bundesland an. Der neue Versuch soll fünf Jahre auf ausgesuchten Strecken laufen. Die Innenstädte sind von dem neuen Projekt aber ausdrücklich ausgenommen.

An dem Test sollen 400 Lastwagen teilnehmen, die maximal 44 Tonnen wiegen dürfen. Das entspricht der Höchstlast normaler Lastwagen. Im ersten Versuch hatte die zulässige Höchstlast noch 60 Tonnen betragen.
Quelle: [ Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. Bitte einloggen oder neu registrieren ]


Ich möchte nicht wissen wie viele Straßenschilder, Bordsteine, Autos und andere Absperrungen und Gebäude durch diesen Mega-Liner beschädigt werden.


Update 20.02.2011

Zitat:

Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) auf dem Hof einer Spedition in Brandenburg. Er steht auf den Trittstufen eines „Euro-Combi“ mit einer Gesamtlänge von über 25 Metern. Bisher fahren maximal zehn dieser Riesenlaster mit Sondergenehmigung durch Deutschland. Dieses Jahr startet der erste große Feldversuch mit mehreren Hundert der Super-Trucks

Minister Peter Ramsauer im BamS-Interview
Wie gefährlich sind die neuen Monster-Brummis?


Peter Ramsauer, 57, spricht in BamS über die Riesenlaster, die bald auf unseren Strassen rollen, über seinen Plan für Fernbus-Linien quer durch Deutschland und über das Winter-Chaos bei der Bahn.

BILD am SONNTAG: Herr Minister, wir stehen hier vor einem Ungetüm von über 25 Meter Länge. Sind Sie so etwas schon mal gefahren? Sie besitzen ja den Lkw-Führerschein.

Peter Ramsauer: Früher in meiner Tätigkeit in der Mühlenwirtschaft habe ich auch auf dem Bock gesessen und bin Laster mit Hänger gefahren. Aber so einen neuen Lang-Lkw habe ich noch nicht gesteuert und dürfte es auch nicht.

BamS: In einem großen Feldversuch, der dieses Jahr in acht Bundesländern startet, sollen diese Gigaliner ihre Alltagstauglichkeit unter Beweis stellen. Warum lassen Sie diese Monster-Trucks auf unsere Straßen los?

Peter Ramsauer: Einspruch! Das sind keine Gigaliner oder Monster-Trucks. Mit Wortspielen wie diesen wird bewusst Stimmung gemacht. Ich spreche sachlich von einem Lang-Lkw, der länger, aber nicht schwerer als ein normaler Laster ist. Zu Ihrer Frage: Wir werden im Güterverkehr in Zukunft enorme Zuwächse haben. Denken Sie an die Zunahme des Internethandels. Die Waren müssen schließlich auch geliefert werden. Dieser Lang-Lkw ist ein Mittel, um die steigende Menge Fracht effizienter zu transportieren. Zwei Fahrten mit einem Lang-Lkw ersetzen drei normale Laster.

BamS: Müssen die Super-Laster auch eine besonders hohe Mautgebühr zahlen?

Peter Ramsauer: Die Maut richtet sich nach Abgaswerten und Achszahl. Für die größten Stinker beträgt die Mautgebühr 28 Cent pro Kilometer. Für die Lang-Lkw wird es keine Sonderaufschläge, aber auch keine Rabatte geben.

BamS: Werden diese Güterzüge der Straße denn auch durch unsere Innenstädte rollen?

Peter Ramsauer: Natürlich nicht. Das ist alles negative Zweckpropaganda. Innenstädte sind für die Lang-Lkw *tabu. Die Superbrummis dürfen nur auf vorher festgelegten Routen zwischen dem Abhol- und Zustellort fahren. Es geht um einen Feldversuch auf Autobahnen und Bundesstraßen – allerdings inklusive direkter Zufahrten.

BamS: Kritiker des Projekts sagen, Sie verlagern dadurch mehr Güterverkehr von der Schiene auf die Straße.

Peter Ramsauer: Man kann mir alles Mögliche vorhalten, nur nicht, dass ich eine Politik von der Schiene auf die Straße betreibe. Dennoch gehört zur Lebenswirklichkeit, dass der Hauptträger des Verkehrs auf sehr lange Sicht noch die Straße sein wird. Und: Die neuen Laster haben eine bessere Ökobilanz und erfüllen höchste Sicherheitsstandards. Durch das größere Volumen kann man Fahrten und Abgase einsparen. Einige Hundert Speditionen haben sich bereits angemeldet. Der Feldversuch wird wissenschaftlich begleitet und ausgewertet.

BamS: Wie gefährlich sind die Superbrummis? Was ist beispielsweise, wenn so ein Lang-Lkw auf einen Stau auffährt?

Peter Ramsauer: Lang-Lkw sind nicht schwerer als die Laster, die schon jetzt auf unseren Straßen unterwegs sind. In Deutschland werden sie nur mit 40, maximal 44 Tonnen zugelassen. Lang-Lkw haben aber eine bessere Bremsleistung, weil sie durch ihre sieben bis neun Achsen einfach mehr Räder auf der Straße haben. Es handelt sich um moderne Fahrzeuge, die höchste technische Standards erfüllen. Natürlich werden die Fahrer besonders geschult. Außerdem wird es für Lang-Lkw ein generelles Überholverbot geben.

BamS: Viele Autobahnfahrer nerven die sogenannten Elefantenrennen, bei denen ein Laster oft mehrere Minuten braucht, um einen anderen zu überholen. Die CSU hat am vergangenen Wochenende ein generelles Überholverbot für Lkw gefordert. Was sagt der Verkehrsminister dazu?

Peter Ramsauer: Ich ärgere mich ja auch über Elefantenrennen. Ein generelles Überholverbot für Lkw birgt aber auch neue Gefahren. Ein Beispiel: Wenn Lkw Stoßstange an Stoßstange unterwegs sind und nicht aus*weichen dürfen, wird das Auffahren auf manche Autobahnabschnitte schwierig und riskant. Wir sind gerade dabei, mit dem betroffenen Gewerbe einen runden Tisch gegen Elefantenrennen einzurichten. Die Rechtslage ist aber schon heute so, dass Elefantenrennen eigentlich verboten sind. Ein überholender Lkw muss deutlich schneller sein. Die Länder müssen das kontrollieren – und tun dies auch.

BamS: Sie wollen nicht nur den Lkw-Verkehr stärken, bald soll es auch überregionale Buslinien geben, ähnlich den berühmten Greyhound*Bussen in den USA. Das verhinderte bis jetzt das Fernreise-Monopol der Deutschen Bahn aus dem Jahr 1931. Warum wird jetzt erlaubt, was 80 Jahre verboten war?

Peter Ramsauer: Das Gesetz damals sollte mehr Verkehr auf die Schiene bringen. Heute sind wir in einer umgekehrten Situation: In Spitzenzeiten ist der überregionale Schienenverkehr ausgelastet, und viele Leute nehmen das Auto. Wir brauchen eine klimaschonende und wirtschaftliche Alternative. Dies soll der „deutsche Greyhound“ sein. Ziel ist, dass zum Beispiel 50 Leute mit einem Fernbus von München nach Frankfurt reisen, anstatt in 25 oder gar 50 Pkw. Es geht nicht um mehr Busse auf der Straße, sondern um weniger Autos.

BamS: Wird es eine übergeordnete Stelle geben, die Lizenzen für einzelne Verbindungen vergibt – ähnlich wie im Luftverkehr?

Peter Ramsauer: Es wird ein Konzessionsmodell geben, das Sicherheit und Qualität gewährleistet. Unser Gesetzesentwurf soll im Frühjahr ins Kabinett gehen und hoffentlich bis zur Sommerpause dem Bundesrat vorliegen.

BamS: Bahn-Chef Grube wird die neue Fernbuskonkurrenz auf der Straße nicht freuen ...

Peter Ramsauer: Es wird einen freien Wettbewerb geben, und da kann die Bahn genauso profitieren wie jeder Busunternehmer. Sie betreibt ja heute schon jede Menge Buslinien und wird sicherlich auch im Fernbusverkehr eine wichtige Rolle spielen.

BamS: Im Moment hat die Bahn ganz andere Sorgen: Im Sommer fallen die Klimaanlagen aus, im Winter die Züge. Eine Untersuchung der Stiftung Warentest hat jetzt ergeben: An 20 wichtigen Bahnhöfen und Verkehrsknoten waren im Dezember fast 70 (!) Prozent der Fernzüge unpünktlich. Wie lange lassen Sie sich das gefallen?

Peter Ramsauer: Ich verstehe, wenn sich die Menschen über ausfallende Züge ärgern. Es ist aber merkwürdig: 20 Minuten Verspätung bei einem Inlandsflug werden mit Demut akzeptiert, 20 Minuten Verspätung eines ICE lösen eine Revolution auf dem Bahnsteig aus. Wir Deutschen gehen mit der Bahn oft zu kritisch um. Niemand kann bei schwierigsten Witterungsbedingungen einen Vollkasko-Anspruch auf Verfügbarkeit und Funktionstüchtigkeit erheben. Ich bitte, dass bei Bahn-Konkurrenten und im Flugverkehr die gleichen Maßstäbe wie bei der DB angelegt werden.

BamS: Sie sind zufrieden mit der Bahn?

Peter Ramsauer: Natürlich bin ich mit der Pünktlichkeit der Züge nicht zufrieden. Die Bahn muss hier nacharbeiten. Die schlechte Winterbilanz wird auch Thema bei der nächsten Konferenz der Länderverkehrsminister im April sein. Manche Versäumnisse der vergangenen zehn, zwölf Jahre wie zum Beispiel bei der Berliner S-Bahn lassen sich aber nicht von heute auf morgen abstellen.
BamS: Wann ist die Zeit der Ausreden vorbei und die Bahn muss alle Hausaufgaben gemacht haben?

Peter Ramsauer: Zum Ende meiner ersten Amtszeit als Bundesverkehrsminister im Jahr 2013 muss die Zeit der Chaos-Winter bei der Bahn vorbei sein.

BamS: In Brandenburg soll demnächst auf den meisten Autobahnabschnitten Tempo 130 gelten, für Berlin fordert Bürgermeister-Kandidatin Renate Künast fast flächendeckend Tempo 30. Kommt in Deutschland ein neues Tempolimit durch die Hintertür?

Peter Ramsauer: Solange ich Verkehrsminister bin, wird es kein generelles Tempolimit in Deutschland geben. Schon jetzt gelten auf knapp 40 Prozent der rund 12 800 Autobahnkilometer dauerhafte oder zeitweise Geschwindigkeitsbegrenzungen. Die deutschen Autobahnen gehören zu den sichersten Straßen der Welt. Es wäre doch unsinnig, wenn eine bestens ausgebaute Autobahn nachts mit einem Tempolimit versehen wird. Tempo 30 für ganz Berlin wäre politischer Unsinn. Der Verkehr würde sich zäh wie Kaugummi dahinziehen. Schon jetzt ist ein Großteil der Hauptstadt mit Tempo 30 versehen. Bei einer Stadt dieser Größe ist das Limit erreicht.
Quelle: [ Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. Bitte einloggen oder neu registrieren ]

Bitte keine Kommentare bzgl. der Quelle. Für dieses Interview ist die Bild aber lesenswert.
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