Willkommen |
|
myGully |
|
Links |
|
Forum |
|
|
|
08.11.10, 17:38
|
#1
|
Hank Moody
Registriert seit: Apr 2009
Beiträge: 2.349
Bedankt: 771
|
Armee-Einmarsch wegen Fehler auf Google Maps
Zitat:
Ein Fehler auf Google Maps ist offenbar Schuld daran, dass ein nicaraguanischer Militärkommandeur in Costa Rica einmarschiert ist – versehentlich, wie er sagt. Nach Medienberichten hat sich der Befehlshaber mit seiner Truppe beim Grenzübertritt offenbar auf den Kartendienst Googles verlassen. Costa Rica reagierte gereizt auf den Mini-Einmarsch. Google hat den Fehler inzwischen zugegeben.
Zur irrtümlichen Invasion war es in der Nähe von San Juan gekommen. Dort habe der Kommandant Edén Pastora mit einer Einheit nahe der Atlantikküste unerlaubt die Grenze zwischen Nicaragua und Costa Rica überschritten. Das berichtet eine Tageszeitung Costa Ricas, „La Nación“. Offenbar errichtete die Truppe dort anschließend ein Camp, Pastora ließ eine an Ort und Stelle vorgefundene Flagge Costa Ricas einholen und sie durch die eigene Landesfahne ersetzen.
Den aus Versehen getätigten „Überfall“ entschuldigte der Befehlshaber später nach Berichten von „La Nación“ mit einem Fehler auf Google Maps. Dort seien die Grenzen der Länder falsch eingegeben gewesen.
Mittlerweile hat das Unternehmen den Fehler auch auf seinem Firmen-Blog eingeräumt. Demnach habe fehlerhaftes Ursprungsmaterial, das Google vom US-Außenministerium bekommen hatte, zu dem Karten-Missverständnis geführt, schreibt Mitarbeiter Charlie Hale. Der Grenzverlauf war daher verkehrt eingezeichnet worden. Fälschlicherweise wurden deshalb etwa 2,7 Kilometer Land zu Nicaragua statt zu Costa Rica zugeordnet. Bei Bing Maps, dem Kartendienst von Google-Konkurrent Microsoft, sind die Grenzlinien dagegen richtig gezogen.
Doch auch, wenn Google einen Fehler gemacht hat, kann sich Kommandant Eden Pastora nicht einfach damit herausreden: Wie „La Nación“ berichtet, benutzen sowohl Costa Rica als auch Nicaragua identische, offizielle Karten, auf denen der tatsächliche Grenzverlauf deutlich zu erkennen sei. Demnach ist es nicht verwunderlich, dass sich Costa Ricas Präsidentin Laura Chinchilla äußerst verstimmt ob der Mini-Invasion zeigte. Sie warf den nicaraguanischen Truppen nach Informationen von „Spiegel Online“ vor, sich trotz des offensichtlichen Fehlers weiterhin im Grenzgebiet aufgehalten zu haben.
Derweil schreibt die Website des „Sydney Morning Herald“, dass Nicaraguas Außenminister Samuel Santos Google offiziell gebeten habe, die seiner Meinung nach korrekte Grenzziehung nicht zu verändern. Daraufhin entsandte Costa Rica 150 Grenzschützer in die betroffene Region.
Außerdem ließ Costa Ricas Präsidentin Laura Chinchilla keinen Zweifel daran, dass sie auch vor offiziellen Schritten nicht zurückschrecken werde, um ihr Land zu verteidigen. Sie drohte damit, den Protest bis zur Organisation Amerikanischer Staaten und vor den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen zu bringen.
|
Quelle : [ Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. Bitte einloggen oder neu registrieren ]
__________________
Californication
|
|
|
Forumregeln
|
Du kannst keine neue Themen eröffnen
Du kannst keine Antworten verfassen
Du kannst keine Anhänge posten
Du kannst nicht deine Beiträge editieren
HTML-Code ist Aus.
|
|
|
Alle Zeitangaben in WEZ +1. Es ist jetzt 09:08 Uhr.
().
|