Moin,
Zitat:
Zitat von eitch100
Nunja, alles jenseits von rechts ist eben links... 
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Diese Denkweise ist meiner Meinung nach zu einen guten Teil Schuld an dem Desaster, das wir heute haben. Es ist eben nicht alles was nicht links ist automatisch rechts. Es ist eben nicht alles, was nicht rechts ist automatisch links. Der weitaus größte Teil ist die Mitte! Wie konnte es geschehen, dass die im Grunde im öffentlichen Bewusstsein keine Rolle mehr spielt?
Wir reden über transsexuelle, Bisexuelle, homosexuelle und was es noch alles gibt. Wüsste man es nicht besser, könnte man meinen es gibt Heterosexualität wenn überhaupt, dann nur bei ein paar wirklich perversen.
In der öffentlichen Debatte gibt es nur die ganz reichen und die ganz armen. Die dazwischen sind fast nur dann Thema, wenn es um ihr Risiko geht auch bald arm zu sein.
Man ist entweder Klimaaktivist oder Klimaleugner. Das heißt eigentlich ist das kaum jemand. Doch läuft jeder, der sich zum Thema Klima äußert Gefahr, sofort einem der beiden Lager zugeordnet zu werden. Gleiches gilt beim Thema Migration. Nur die wenigsten wollen unbegrenzte Einreise. Und nur wenige wollen das komplette Ende des Asylrechts und der Einwanderung. Aber diesen Minderheiten ist es gelungen, die Debatte an sich zu reissen.
Mit dem Ende der SPD als Arbeiterpartei und dem katastrophalen Bild, dass die CDU in den letzten Jahren der Ära Merkel abgegeben hat ist dieser Mitte die politische Heimat verlorengegangen. Da ist niemand mehr, dem der Ausgleich zuzutrauen wäre. Die Folgen davon kann man mit jeder Wahlprognose aufs neue sehen.
Vielleicht wird es gelingen, zur nächsten Wahl eine Schwarz, Rot, Dunkelrot, Grün, Gelbe Koalition zu bilden und so die AfD zurückzudrängen. Aber wenn die dann keine goldenen Eier legt oder sich gar so aufführt wie die Ampel im Moment, dann können die Steine der Brandmauern zu Gedenktafeln der parlamentarischen Demokratie umgearbeitet werden. Und es soll niemand sagen, dass hätte man nicht voraussehen können.