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myGully |
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31.01.12, 12:58
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#1
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Legende
Registriert seit: Aug 2011
Ort: in der Wildnis
Beiträge: 15.518
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Athen: Essensmarken für Schüler
Zitat:
Athen: Essensmarken für Schüler
Unterernährte Schüler im Unterricht in Ohnmacht gefallen.
Das griechische Bildungsministerium hat am Montag angekündigt, zur Unterstützung der durch die staatlichen Sparmaßnahmen am härtesten betroffenen Schüler und Familien Lebensmittelcoupons zu verteilen. Von kommender Woche an sollten an 18 Schulen in neun Arbeitervierteln kostenlos Coupons für Milch, Früchte und Kekse verteilt werden, sagte der stellvertretende Bildungsminister, Evi Christofilopoulou, dem Parlament nach Angaben der halbamtlichen Nachrichtenagentur ANA.
Die Regierung steht seit Monaten unter Druck zu handeln, nachdem in den Medien Berichte über unterernährte Schüler aufgetaucht waren, die im Unterricht vor Entkräftung in Ohnmacht fielen. Das Bildungsministerium warf daraufhin Lehrer-Gewerkschaften vor, "populistische Propaganda" zu verbreiten, um Stimmung gegen die Sparmaßnahmen der Regierung zu machen.
Das hoch verschuldete Land hat im Gegenzug für internationale Hilfe strenge Sparmaßnahmen verordnet. Diese haben die seit Jahren anhaltende Rezession aber noch weiter verschärft. Seit Beginn der Wirtschaftskrise haben in Griechenland fast 900.000 Menschen ihren Job verloren. Hunderttausenden Angestellten und Pensionären ist ihr Einkommen vom Staat gekürzt worden.
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31.01.12, 13:11
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#2
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Süchtiger
Registriert seit: Sep 2009
Beiträge: 906
Bedankt: 364
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Und wenn wir weiter hin milliarden dafür ausgeben kriegen vielleicht auch schüler hier bald essensmarken^^
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31.01.12, 13:21
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#3
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Anfänger
Registriert seit: Nov 2009
Beiträge: 21
Bedankt: 10
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fragt man sich wo die Milliarden versickern
bei denen die nix zu Essen haben wie man sieht nicht
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31.01.12, 15:00
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#4
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Chuck Norris sein Vater
Registriert seit: Sep 2009
Ort: ♥♥BACHELOR's NIGHT♥♥
Beiträge: 6.877
Bedankt: 13.575
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Das Tragische an diesen scheinbaren Rettungs-Milliarden ist, dass kein einziger Cent in die Wirtschaft und damit das Volk erreicht, sondern direkt zu den Gläubigerbanken fliesst.
Wie nennt man solch eine Sauerei?
Nachhaltiges Handeln zugunsten der Volkswirtschaft, oder eher zugunsten der Aktionäre.
Das Land wird gezielt tot-gespart und die Zins-Elite sorgt sich nur um das Image, nicht um Sorgen und Nöten des Volkes.
Leider sind wir (eigentlich eher Angela & Co) nicht davon betroffen, denn sonst hätte man längst sinnvoll gehandelt.
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31.01.12, 22:27
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#5
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Chuck Norris
Registriert seit: Sep 2009
Beiträge: 3.738
Bedankt: 5.859
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Zitat:
Zitat von gentleman-smart
Das Tragische an diesen scheinbaren Rettungs-Milliarden ist, dass kein einziger Cent in die Wirtschaft und damit das Volk erreicht, sondern direkt zu den Gläubigerbanken fliesst.
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Man kann es eigentlich nicht oft genug sagen, deswegen der Quote.
@SandyII
Solange sich Griechenland im Würgegriff der Finanzmärkte, bzw von den Finanzmärkten gesteuerten Deutschland und EU befindet, würde jeder Marshallplan verpuffen. Am Ende würde man Solaranlagen made in Germany aufstellen, bis das Geld aufgebraucht ist. Wir müssen endlich die Rahmenbedingungen ändern oder auf Griechenland werden weitere Länder folgen.
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01.02.12, 08:57
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#6
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Legende
Registriert seit: Aug 2011
Ort: in der Wildnis
Beiträge: 15.518
Bedankt: 34.775
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[QUOTE=SandyII;23239394
Wenn die Solaranlagen einmal stehen, würde wenigstens Geld reinfliessen. Durch totsparen würgt man nur das bisschen Wirtschaft ab, das die Griechen haben/hatten.[/QUOTE]
Zitat:
RWE-Chef: Solarenergie in Deutschland sinnlos
Berlin (dpa) - RWE-Chef Jürgen Großmann sieht die Förderung der Solarenergie in Deutschland als massive Geldverschwendung an. Diese Form der Energiegewinnung in Deutschland sei so sinnvoll «wie Ananas züchten in Alaska», sagte Großmann am Dienstag bei der «Handelsblatt»-Jahrestagung Energiewirtschaft in Berlin.
Solarstrom gebe es in Deutschland an 900 Stunden im Jahr, Windstrom an Land hingegen an 2000 Stunden und Windanlagen auf See würden 3500 Stunden im Jahr Strom liefern. Allein 2011 seien 8,1 Milliarden Euro in die Förderung von Solarenergie geflossen - das seien 41 Cent pro Kilowattstunde. Der Strombörsenpreis habe im Schnitt aber nur bei 5 Cent je Kilowattstunde gelegen. Strom aus Photovoltaikanlagen sei viermal so teuer wie Windkraft an Land.
«Ja, ich leide», sagte Großmann mit Blick auf die Energiewende. Man akzeptiere aber natürlich das Primat der Politik und RWE werde den Ausbau erneuerbarer Energien tatkräftig und innovativ unterstützen. «Die Kosten der Energiewende bewegen sich in einer Größenordnung von 250 bis 300 Milliarden Euro», sagte Großmann. «Ökonomisch ist das alles nicht. Viele EU-Mitgliedsstaaten werden diesen Weg nicht mitgehen können oder wollen.» Der deutsche Bürger glaube fest daran, dass die Energiewende schon klappen werde. Zugleich würden die Bürger aber gegen alles mobilisieren, was die Energiewende brauche: Stromnetze, Windräder und Biogasanlagen.
Der RWE-Chef betonte zugleich: «Diese Energiewende ist machbar, daran besteht für mich kein Zweifel.» Aber das Ziel sei sehr ehrgeizig und müsse dringend besser mit den europäischen Partnern abgestimmt werden. Wenn es viel Wind gebe im Norden, könne der Strom derzeit nur sehr begrenzt mangels Trassen in den Süden gebracht werden und suche sich den Umweg über die Niederlande im Westen oder Polen und Tschechien im Osten. «Unsere Nachbarländer sind alles andere als beglückt über diese Folgen der Energiewende», sagte Großmann mit Blick auf die Auswirkungen auf die Netze der Nachbarn.
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01.02.12, 12:27
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#7
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Chuck Norris
Registriert seit: Sep 2009
Beiträge: 3.738
Bedankt: 5.859
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Zitat:
Zitat von SandyII
Die Rahmenbedingungen ändern?
Nichts leichter als das...Warum nicht gleich den Winter verbieten?
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Bitte mal auf dem Teppich bleiben: Ein Marshallplan ist keine Erfolgsgarantie sonst würden wir das immer und zu jeder Zeit machen. Es gab genug solcher Maßnahmen die schlichtweg verpufft sind (zb Japan). Das wäre jetzt bei Griechenland der Fall, wenn man es ohne weitere Maßnahmen durchziehen würde.
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01.02.12, 14:24
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#8
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Gelegenheitsgullyaner
Registriert seit: Jul 2009
Beiträge: 486
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Zudem haben die Griechen mind. 1,5 mal so viele "Sonnenstunden". Und sicher sagt der RWE Chef, dass Solarenergie sinnlos ist, denn für RWE ist das Geschäft nicht so lohnend wie z.B. Windanlagen. Solaranlagen sind eher etwas für Selbstversorger, ob nun privat oder Firma, nicht aber für Energieriesen. Denen gefallen riesige Windanlagen vor der Küste natürlich besser.
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31.01.12, 19:28
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#9
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Newbie
Registriert seit: Jan 2012
Beiträge: 48
Bedankt: 42
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Meint ihr ernsthaft das die paar Essensmarken noch den Braten fett machen, bei dem Milliarden die da in das Land gepumpt wurden also.
Und die Kiddys die können ja mal überhaupt nichts dazu oder.
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01.02.12, 17:20
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#10
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Chuck Norris
Registriert seit: Sep 2009
Beiträge: 3.738
Bedankt: 5.859
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Zitat:
Zitat von SandyII
Griechenland hat nur 11 Mio Einwohner, d.h. es ist viel Platz für großflächige Solaranlagen, die relativ wartungsarm richtiges Geld einbringen würden.
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Fangen wir beim Primärproblem an: Die Solaranlagen würden im innereuropäischen Wettbewerb eingekauft werden, also von Deutschland. Das Gleiche also nur in grün. Erinnert sich noch jemand an die U-boote (vor allem an die "die kaufen ja Panzer" Fraktion. Immerhin waren die U-boote Merkels Bedingung zum Rettungsschirm 2010)?
Und was wäre dadurch gewonnen? Sicher wir haben einen der schmutzigsten Länder Europas grüner gemacht. Ein Strombilanzdefizit wäre wohl kein Thema mehr, aber es machte den Kohl auch nicht fett.
Desweiteren ist Solar immer noch die teuerste alternative Energie. Was dann eng verknüpft ist mit vielen weiteren Problemen: Struktur. Selbst wenn die Anlagen sogar aus Griechenland stammen würden, würde das nur zu Strukturproblemen führen. Die Konzentration auf einzelne Sparten funktioniert nur in Sonderfällen (zB Ölstaaten). Man muss viele zukunftsfähige Sparten breit fördern, also Branchen die man gut in Griechenland ansiedeln kann. Darüber muss man sich unterhalten, aber so weit kommen wir ja vor lauter Sparwahn garnicht.
Dann sind wir auch bei den übergeordneten Problemen: Kredite gibt es in Griechenland weder für Staat noch für Privatleute. Wer soll Unternehmen Gründen und wirtschaften?
Und von Europas Seit aus müssen wir den Druck im Außenhandel auf Defizitländer zurückfahren. Dann die Finanzmärkte an die Leine legen damit sie nicht gegen ganze Volkswirtschaften spekulieren können. Im Grunde genau das Gegenteil von dem was Brüssel respektive Merkozy gerade verlangen. Das was uns in die Krise führte veranstalten sie nun als Pflichtprogramm. Im Grunde muss die gesamte Fiskal-, Arbeitsmarkt-, Sozial- und Wirtschaftspolitik der Eurozone auf dem Prüfstand.
Ich könnte jetzt noch so weiter schreiben. Natürlich kommen noch nationale Rahmenbedingungen hinzu wie zB bei den Steuern. Die tolle Wirtschaft nutzt nichts, wenn der Staat immer noch so hohe Zinsen bezahlen muss. Die Zeiten in der Reederei Milliardäre sich dem Zugriff entziehen können, sollten vorbei sein. Angeblich haben sich ja welche hier eingekauft, um ihr Vermögen in Sicherheit zu bringen. Wo bleibt da die "Fiskalunion" frage ich mich?
Das meinte ich mit "Rahmenbedingungen". Erst wenn das geregelt ist, kann man in Griechenland staatliche Investitionen starten, die mehr als nur Strohfeuer sind.
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