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TinyTimm 26.01.15 00:42

Wikileaks: Google übergab Emails an US-Behörden
 
Zitat:

Nach Angaben der Online-Enthüllungsplattform Wikileaks hat der Internetkonzern Google die Daten der Email-Konten mehrerer Wikileaks-Mitarbeite an US-Behörden übergeben. Dazu gehörten gesendete, erhalten und sogar gelöschte Emails, sowie Adressaten und Absender. Betroffen seien die Konten von Sarah Harrison, Joseph Farrell und Kristinn Hrafnsson, die seit 2010 für Wikileaks tätig sind.

Wikileaks veröffentlichte in diesem Zusammenhang nun die Durchsuchungsbefehle der Staatsanwaltschaft und die Emails von Google, in denen der Konzern die betroffenen Personen am 23. Dezember 2014 über die Vorgänge in Kenntnis setzte. Google behauptet darin, man habe unter einer Nachrichtensperre gestanden - und hätte die Beschuldigten deshalb nicht früher informieren dürfen.

Ermittlungen wegen Spionage


Im Zuge der Ermittlungen gegen Wikileaks-Gründer Julian Assange wegen des Verdachts der Spionage hat Google demnach bereits im April 2012 zahlreiche Dokumente an die Staatsanwaltschaft übergeben, darunter sämtliche Emails, sowie weitere mit den jeweiligen Email-Konten verknüpften Daten. Allem Anschein nach unternahm Google nichts, um gegen die Durchsuchungsbeschlüsse oder die anschließende Nachrichtensperre vorzugehen. Googles deutscher Pressesprecher Kay Oberbeck sagte auf Nachfrage von ZAPP lapidar, man äußere sich "grundsätzlich nicht zu Einzelfällen".

Sarah Harrison kritisiert Google

Sarah Harrison bestätigte die Vorgänge gegenüber ZAPP in einem exklusiven Interview. Sie sagt dort, "es gäbe keinerlei Hinweis darauf, dass Google auch nur versucht hat, etwas gegen die Nachrichtensperre zu unternehmen“. Damit unterscheide sich Google beispielsweise vom Kurznachrichtendienst Twitter, der in einem ähnlich gelagerten Fall anders agiert habe, um die Betroffenen informieren zu können.

Unklar ist derzeit auch, ob Google nur die bis dahin vorliegenden Inhalte aushändigte oder den Behörden einen dauerhaften Zugang zu den entsprechenden Nutzerkonten einräumte. "Die vorliegenden Durchsuchungsbeschlüsse sagen nichts darüber aus, ob es danach noch weitere gab", führt Sarah Harrison im Gespräch mit ZAPP aus. Wie lange und in welchem Umfang US-Behörden Zugriff auf die Email-Konten hatten, "können wir momentan einfach nicht wissen".
Quelle: [Link nur für registrierte und freigeschaltete Mitglieder sichtbar. Jetzt registrieren...]

masoeng 26.01.15 07:55

Also, wenn die bei Wikileaks nur halbwegs intelligent sind, haben sie dadurch nichts zu befürchten. Aber sollten die wirklich sensible Informationen per Google-Mail versendet haben, sind die es selber schuld!!

Barschmeister 28.01.15 00:28

Im Internet würde ich nichmal die Telefonnummer der nächsten Telefonzelle angeben...

Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass jemand, der bei Wikileaks tätig ist, da so blauäugig ist und sich durch E-Mails selbst gefährdet oder belastbar macht.

masoeng 28.01.15 08:22

Zitat:

Zitat von Barschmeister (Beitrag 26399566)
Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass jemand, der bei Wikileaks tätig ist, da so blauäugig ist und sich durch E-Mails selbst gefährdet oder belastbar macht.

Ja, eben. Gerade deswegen wundert mich ja, dass die überhaupt gmail Accounts haben...


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