Tüv-Studie zu Sicherheitsvorfällen: Jedes zehnte Unternehmen hatte ein Sicherheitspr
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Tüv-Studie zu Sicherheitsvorfällen: Jedes zehnte Unternehmen hatte ein Sicherheitsproblem
Im vergangenen Jahr meldeten elf Prozent der deutschen Firmen einen Vorfall. Diese und mehr Zahlen verrät eine neue Studie zur IT-Sicherheit.
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Mehr als jedes zehnte Unternehmen in Deutschland erlebte in den letzten zwölf Monaten einen IT-Sicherheitsvorfall. Das geht aus einer neuen Studie des Tüv-Verbands hervor. Das wären insgesamt rund 50.000 Vorfälle in diesem Zeitraum.
"Sowohl die weltpolitischen Spannungen als auch technologische Trends wie die Verbreitung Künstlicher Intelligenz sind eine Gefahr für die Cybersicherheit der Unternehmen in Deutschland", sagte Dr. Johannes Bussmann, Präsident des Tüv-Verbands.
"Neben kriminellen Hackern verstärken staatliche Akteure ihre Aktivitäten, um an sensible Daten zu gelangen, Geld zu erpressen oder Unternehmen zu sabotieren", so Bussmann. Er forderte einen schnellen Beschluss von Gesetzesvorhaben wie dem EU Cyber Resilience Act.
Eines der größten Probleme bleibt weiterhin Ransomware. 29 Prozent der betroffenen Unternehmen meldeten einen solchen Angriff mit Verschlüsselungssoftware und anschließendem Erpressungsversuch.
"Da sich Cyber-Kriminelle konsequent professionalisieren und gleichzeitig die Angriffsfläche unserer digitalen Systeme immer größer wird, ist Cyber-Sicherheit eine Daueraufgabe mit höchster Priorität", sagte Dr. Gerhard Schabhüser, Vizepräsident des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Gerade in kleineren Unternehmen habe IT-Sicherheit aus Sicht des BSI einen zu geringen Stellenwert.
Laut der Studie wünschen sich 83 Prozent der Unternehmen mehr Transparenz, um das Bewusstsein für die Risiken zu stärken. Die technischen Verantwortlichen einiger betroffener Unternehmen wie der Deutsche Windtechnik AG (g+) oder Klopotek (g+) haben bei Golem Plus ihre Erfahrungen geteilt. Mit 82 Prozent sagen aber ebenso viele der befragten Unternehmen, dass sie aus Sorge für Reputationsverlust nicht über Sicherheitsvorfälle sprechen.
Für die Umfrage befragte Ipos im Auftrag des Tüv-Verbands 501 Unternehmen ab einer Unternehmensgröße von zehn Mitarbeitern.
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