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Ungelesen 04.04.10, 19:21   #1
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Standard Die Deutschen verlieren die Lust am Heiraten

Zitat:
Es steht nicht gut um die deutsche Ehe. Die Zahl der Scheidungen steigt stetig und wie eine neue Untersuchung zeigt, haben immer weniger junge Leute Lust, überhaupt erst zu heiraten. Besonders in den großen Städten wird das Single-Dasein zur Norm. Bei den Beziehungen geht der Trend zum getrennten Zusammenleben.

Jetzt, im Frühling, beginnt sie wieder, die Hochzeitssaison. Wer sich traut, hat Fragen über Fragen. Kirchlicher Segen oder nur Standesamt? Was wird aus den Namen? Das Brautkleid von der Stange oder vom Schneider? Welchen Treueschwur, welche Ringe, welche Gäste? Und: Wer bezahlt das eigentlich alles?

Doch für immer mehr Männer und Frauen stellen sich solche Fragen nicht – weder jetzt noch irgendwann. „Die Deutschen verlieren die Lust am Heiraten“, konstatiert Jürgen Dorbritz vom Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB). Der Statistiker hat in einem aufwendigen Prognose-Modell berechnet, dass unter den Jüngeren jede dritte Frau und sogar knapp 40 Prozent der Männer niemals den Bund der Ehe eingehen werden.

„Die Bedeutung der Ehe ist dramatisch zurückgegangen“, sagt Dorbritz. Besonders die ostdeutschen Männer tun sich schwer auf dem Heiratsmarkt. Blieben von ihnen 1980 gerade einmal zwölf Prozent lebenslang unverheiratet, sind es mittlerweile 41 Prozent – ein historisch beispielloser Anstieg. Im Westen stehe der Prozess noch am Anfang, sagt der Forscher. Doch auch hier nehme die Heiratsneigung stetig ab.

Während die traditionelle Ehe auf dem Rückzug ist, sind neue Lebensformen auf dem Vormarsch: Ein-Eltern-Familien, nicht eheliche Lebensgemeinschaften und lockere Beziehungen, bei denen die Partner keine gemeinsame Wohnung haben. Daneben wird – besonders in den Metropolen – das Single-Dasein zur Norm.

Mittlerweile lebt in 39,5 Prozent der Haushalte ein Alleinstehender. In Deutschlands Single-Hauptstadt Berlin liegt die Quote gar bei 54 Prozent. Und es sind keineswegs in erster Linie ältere Menschen, die allein wohnen, weil ihr Partner gestorben ist. „Für die Singularisierung sind vor allem die 25- bis 45-Jährigen verantwortlich“, sagt Stefan Fuchs vom Institut für Demographie, Allgemeinwohl und Familie.

Im scharfen Kontrast zum gesellschaftlichen Wandel steht indes das hohe Ansehen, das die Lebensform Ehe auch heute noch genießt. Umfragen des Meinungsforschungsinstituts Allensbach zeigen diesen Zwiespalt. Zwar lebt nur noch gut jeder Zweite in einer Ehe. Dennoch widersprechen 70 Prozent der Westdeutschen und auch zwei Drittel der Ostdeutschen der Aussage, dass diese Institution veraltet sei.
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