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30.04.15, 21:51
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Legende
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Terroralarm in Deutschland - Radrennen wurde abgesagt
Zitat:
Paar bei Frankfurt festgenommen
Die Behörden haben im deutschen Bundesland Hessen einen islamistischen Terroranschlag vereitelt, der möglicherweise ein großes Radrennen um Frankfurt treffen sollte. Der für Freitag geplante hochkarätig besetzte Radklassiker „Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt“ wurde abgesagt, wie das Landeskriminalamt (LKA) in Wiesbaden am Donnerstagabend mitteilte.
Auf der Startliste des abgesagten Radrennens stehen etliche internationale Stars wie der Deutsche John Degenkolb und der Norweger Alexander Kristoff.
In der Nacht zuvor war in Oberursel um Taunus an der Grenze zu Frankfurt am Main ein Ehepaar festgenommen worden. In dessen Keller fanden sich eine funktionsfähige Rohrbombe, Teile eines Sturmgewehrs G3, eine Übungsgranate für eine Panzerfaust sowie 100 Schuss scharfe Munition. „Nach alldem, was wir wissen zum jetzigen Zeitpunkt, haben wir ein Anschlagsgeschehen verhindert“, sagte der Polizeipräsident für Westhessen, Stefan Müller, in Wiesbaden.
„Drastischer, aber notwendiger Schritt“
Die Absage des Radrennens sei ein drastischer Schritt, aber nötig wegen Hinweisen auf eine eventuelle Gefährdung der Bevölkerung, erklärte das LKA. Zwar sei ein geplantes Anschlagsziel weiterhin nicht bekannt. „Allerdings gab es deutliche Überschneidungen von Streckenverlauf des Radrennens und Bewegungsprofil der festgenommen Personen“, hieß es in der Mitteilung. Weil noch zu viele Fragen offen seien, gehe die Sicherheit vor.
Der festgenommene Mann, ein 35-jähriger Deutscher mit türkischen Wurzeln, sei in den vergangenen Tagen auf Parkplätzen und im Wald entlang der Rennstrecke beobachtet worden, sagte der Leiter der Frankfurter Staatsanwaltschaft, Albrecht Schreiber. Deshalb habe sich die Polizei zum Zugriff entschlossen. Mehrere hundert Polizisten durchkämmten am Donnerstag den Wald an der Strecke, fanden aber zunächst nichts.
„Einkauf erfolgte unter Angabe falscher Personalien“
„Der Beschuldigte unterhielt Verbindungen zur Extremistenszene im Rhein-Main-Gebiet“, sagte Staatsanwalt Schreiber. Im hessischen Landtag sprach Innenminister Peter Beuth (CDU) von einem salafistischen Hintergrund der Verdächtigen. „Die Verdachtsmomente bestehen auch gegen die Frau“, sagte Polizeipräsident Müller über die 34-jährige Türkin. Das Paar habe Ende März in einem Frankfurter Baumarkt eine größere Menge Wasserstoffperoxid gekauft.
„Der Einkauf erfolgte unter Angabe falscher Personalien.“ Der Baumarkt habe die Polizei informiert. Der Kauf der Chemikalie in größeren Mengen ist meldepflichtig. Der Mann sei am Mittwoch kurz vor Mitternacht festgenommen worden, dann sei nachts ab 4.00 Uhr die Wohnung des Ehepaares durchsucht worden. Neben drei Litern Wasserstoffperoxid fand sich auch Aceton. In Mischung mit Salzsäure entstehe daraus hochexplosiver Sprengstoff, sagte Schreiber.
Verbindung zu bekannter Islamistengruppe
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft in Frankfurt hatte der Mann vor Jahren Verbindung zur islamistischen Sauerland-Gruppe gehabt. Polizeipräsident Müller wollte sich mit Blick auf die laufenden Ermittlungen nicht dazu äußern. Vier Mitglieder der Sauerland-Gruppe waren 2012 wegen der Planung von Terroranschlägen verurteilt worden. Der 35-Jährige war der Polizei auch wegen anderer Delikte wie Körperverletzung, Einbruch und Nötigung bekannt.
Im Rhein-Main-Gebiet gibt es eine sehr aktive salafistische Szene. Auf dem Frankfurter Flughafen ereignete sich 2011 der bisher einzige islamistische Terroranschlag in Deutschland. Dabei ermordete ein 22-jähriger Islamist mit Wurzeln im Kosovo zwei US-Soldaten und verwundete zwei Soldaten lebensgefährlich.
„Wachsam und wehrhaft“
Der deutsche Innenminister Thomas de Maiziere (CDU) lobte den Polizeieinsatz. „Die heutige Festnahme in Hessen ist Beleg für die effektive Arbeit der Sicherheitsbehörden von Bund und Ländern“, sagte De Maiziere in Berlin. Das Vorgehen zeige: „Wir sind wachsam und wir sind wehrhaft.“ Es gebe auch eine gute Zusammenarbeit von Bund und Ländern im Gemeinsamen Terrorismusabwehrzentrum, in dem alle relevanten Informationen der Sicherheitsbehörden zusammengeführt und bewertet würden.
Sportveranstaltungen gelten als mögliches Ziel für Terroristen. Beim Marathon in der US-Metropole Boston 2013 töteten zwei Islamisten drei Menschen mit Sprengsätzen und verletzten fast 250.
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