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-   -   [Hardware] Forscher entwickeln kleinsten Computer der Welt (https://mygully.com/showthread.php?t=2240435)

patariko 25.02.11 06:38

Forscher entwickeln kleinsten Computer der Welt
 
Zitat:


Wissenschaftler der Universität von Michigan haben den nach eigenen Angaben kleinsten PC der Welt entwickelt. Auf einer Grundfläche von gerade einmal einem Quadratmillimeter (!) beherbergt der Mini-Rechner unter anderem einen Prozessor plus Speicher, eine Batterie, einen Sensor sowie ein Radio samt Antenne zur drahtlosen Datenübertragung.

Entwickelt wurde der Miniatur- Computer am Department of Electrical Engineering and Computer Science unter der Führung der beiden Professoren Dennis Sylvester und David Blaauw sowie Assistenzprofessor David Wentzloff, um den Augeninnendruck von an Grünem Star erkrankten Patienten zu messen. In das menschliche Auge implantiert, soll das System kontinuierlich den Verlauf der Krankheit erfassen und messen.

In einem gerade einmal einen Kubikmillimeter großen Gehäuse beherbergt der Mini- PC zu diesem Zweck einen extrem stromsparenden Mikroprozessor, einen Speicher, einen Drucksensor, eine Dünnfilmbatterie, die über eine ebenfalls integrierte Solarzelle aufgeladen wird, sowie ein Radio, welches die Messdaten drahtlos an ein externes Auslesegerät überträgt.
Sonnenlicht versorgt Mini- PC mit Strom

Bei dem Prozessor des Drucksensors handle es sich um eine Weiterentwicklung eines eigenen Chips, der eine einzigartige Power- Gating- Architektur zur Reduzierung sogenannter Leckströme sowie einen *******n Schlafmodus verwende, um den Stromverbrauch so niedrig wie möglich zu halten.

Angaben der Wissenschaftler zufolge "wacht" das System alle 15 Minuten auf, um Messungen vorzunehmen, wobei es durchschnittlich 5,3 Nanowatt verbraucht. (Ein Nanowatt entspricht einem Milliardstel eines herkömmlichen Watt, Anm.) Um die Batterie mit Strom zu versorgen, müsse die integrierte Solarzelle täglich anderthalb Stunden Sonnenlicht oder zehn Stunden Kunstlicht ausgesetzt sein. Der Speicher reiche aus, um die gesammelten Informationen von bis zu einer Woche darauf abzulegen.
"Anwendungsmöglichkeiten sind unendlich"

"Das ist der erste vollständige Computersystem dieser Größe", so Sylvester in einer Mitteilung der Universität von Michigan. "Wir können Daten sammeln, speichern und übertragen. Die Anwendungsmöglichkeiten für Systeme dieser Größe sind unendlich." Kommerziell auf dem freien Markt erhältlich sein dürfte der Mini- PC aber erst in einigen Jahren.

Die nächste Herausforderung werde sein, ergänzt sein Kollege Blaauw, Miniatur- Systeme für Anwendungen zu entwickeln, mit denen sich weitere Körperfunktionen, unsere Umwelt oder Gebäude überwachen lassen. Weil die Systeme so klein seien, ließen sich Hunderttausende von ihnen auf nur einer einzigen Halbleiterscheibe, einem sogenannten Wafer, produzieren, schwärmt der Wissenschaftler.
Quelle: [Link nur für registrierte und freigeschaltete Mitglieder sichtbar. Jetzt registrieren...]

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Bleibt beim Thema. Danke.

TheBandicoot 25.02.11 07:23

Nur weiter so - jetzt braucht man die Dinger, um komplizierte oder langwierige Krankheitsbilder zu erfassen, später hat dann jeder einen USB- Port im Bauchnabel oder anderswo.

privat_015 25.02.11 09:01

Tolle sache undlich keine schlepperei bei lanpartys mehr.. :)

Dex 25.02.11 11:21

was willst du drauf spielen?
wer die besseren daten eingibt?
das teil reicht bestimmt nicht mal aus um solitär zu spielen -.-

bis das teil massentauglich wird und eine anständige leistung hat dauerts bestimmt noch n bissl

aber der erste schritt ist es trotzdem

privat_015 25.02.11 11:27

Zitat:


was willst du drauf spielen?

wer die besseren daten eingibt?

das teil reicht bestimmt nicht mal aus um solitär zu spielen -.-
Manche leute wissen echt nicht was spaß is..

U nein es reicht 100 pro nicht für solitär..

layercake87 25.02.11 14:36

egal was man denkt, es ist ein weiterer richtiger schritt in richtung biomechanik und damit für die medizin, in welcher jeder fortschritt willkommen ist

regalkarneval 25.02.11 14:41

wie viel soll so ein highend computer kosten ?

TheBandicoot 25.02.11 14:49

@layercake87: nein, es ist definitiv nicht gut, wenn die Medizin schnell voranschreitet... In einer Welt, in der jeder wegen Medizin überlebt, ist der Grundsatz "Survival of the Fittest" ausgesetzt. Und wenn das der Fall ist, wird die Erde binnen kürzester Zeit überfüllt sein. Der menschliche Körper wurde einfach nicht für mehr als 50 Lebensjahre ausgelegt. Schön für unsere jetzige generation, aber in einigen Dekaden wird man da ganz anders drüber denken.

Schnitzel1984 25.02.11 14:53

Zitat:

Zitat von TheBandicoot (Beitrag 21957891)
Und wenn das der Fall ist, wird die Erde binnen kürzester Zeit überfüllt sein.

Dafür gibt es noch den Mond und den Mars ;) :T

BTT.:
Ich finde, dass es eine tolle Leistung ist!

layercake87 26.02.11 21:51

Zitat:

Zitat von TheBandicoot (Beitrag 21957891)
@layercake87: nein, es ist definitiv nicht gut, wenn die Medizin schnell voranschreitet... In einer Welt, in der jeder wegen Medizin überlebt, ist der Grundsatz "Survival of the Fittest" ausgesetzt. Und wenn das der Fall ist, wird die Erde binnen kürzester Zeit überfüllt sein. Der menschliche Körper wurde einfach nicht für mehr als 50 Lebensjahre ausgelegt. Schön für unsere jetzige generation, aber in einigen Dekaden wird man da ganz anders drüber denken.

hmm...das ist für mich ziemlich einseitiges denken, denn du sagst, der menschliche körper wurde nur für 50 jahre ausgelegt, aber im dann heißt es auch, dass das menschliche hirn soweit entwickelt wurde, dass sich der mensch selbst behilflich sein kann.
damit will ich sagen, dass die normale evolution für den menschen nicht gilt und wer sagt, dass wir auf diesem planeten bleiben ????

kurzum: meine vorherige aussage war richtig und dein argument ist haltlos ;-)

ps.: falls du deinen standpunkt weiter verfolgst, erwarte ich von dir auf jeden fall, dass du auf jegliche medizin verzichtest :-D

TheBandicoot 27.02.11 01:37

Genau da liegt aber das problem - die Evolutionstheorie und die Gesetze, die sie aufstellt, gilt ebenso für den Menschen wie auch für jedes andere Lebewesen. Das sind natürlich riesengroße Zeiträume. Der Fortschritt des Menschen, Hilfsmittel zu entwickeln und zu gebrauchen, macht jedoch genau diese natürliche Auswahl kaputt. Menschen leben länger, vermehren sich jedoch weiterhin gleich schnell, weil die Evolution nicht so schnell hinterher zieht. Mäuse zum Beispiel werfen nicht gleich 10 Junge am Stück, und das in einem Rythmus von ~2 Monaten, weil es besonders kinderliebende Tierchen sind, sondern weil ihre Sterblichkeit entsprechend hoch ist. Sie sind Beutetiere. Der Mensch dagegen ist ein Raubtier, hat nicht all zu viele natürliche Feinde und "wirft" daher auch nur ein oder zwei Junge in einem Zeitraum von 9 Monaten. Durch unseren Fortschritt - in jeglicher Hinsicht - stellen wir uns jedoch über die natürliche Evolution und missachten ihre Gesetze, was dazu führt, dass das Ökosystem, zu dem der Mensch auch gehört, nicht mehr funktioniert. Die Natur ist also eigentlich aus dem Gleichgewicht, wir sind wie Parasiten für den Planeten. Anstatt uns an die Natur anzupassen, haben wir gelernt, die Natur an uns anzupassen, und das kann auf dauer nicht gutgehen. Was die Pest im Mittelalter nicht geschafft hat, wird irgendeine neue Kreation der Natur versuchen.

Dass der menschliche Körper nicht für mehr als 50 Jahre ausgelegt wurde, sieht man daran, dass er bereits ab dem 30. Lebensjahr verfällt. Nur unser Fortschritt hilft uns deshalb, länger zu überleben - und das passt nicht mit unserer Vermehrungsrate zusammen.

Im großen und Ganzen muss man sagen, dass dies ein verdammt tiefgehendes Thema ist, von dem der Mensch nicht einmal einen Bruchteil versteht. Ich bin auch kein Evolutionsprofessor, aber so stelle ich mir das vor.

Mist0r_Fist0r 27.02.11 02:13

Zitat:

Zitat von TheBandicoot (Beitrag 21963607)
Der Fortschritt des Menschen, Hilfsmittel zu entwickeln und zu gebrauchen, macht jedoch genau diese natürliche Auswahl kaputt.

veto!

sowohl biotische als auch abiotische Faktoren beeinflussen das 'Gleichgewicht' (das es nicht gibt, nie gab und wohl auch nie geben wird).
Der Mensch ist ein biotischer Faktor, der auch abiotische Faktoren beeinflusst (nichts ungewöhnliches).

Beispiel:
Wenn eine Affenart droht zu verhungern, weil ihre Finger zu kurz sind um Ameisen aus einem Bau zu fischen, werden manche einfach verhungern und andere einen Stock nehmen.
Genau genommen ist das vergleichbar mit den lebensverlängernden Methoden der Menschen.


Die Evolution geht weiter - wenn der Mensch zu blöd ist um zu leben, wars das.
Wenn er jedoch alles um sich herum tötet, wars das für ihn noch nicht - und auch nicht für die Evolution.
Der Mensch wird sich weiterentwickeln, genau wie alles um ihn herum.


Letztlich wird irgendwas den Menschen ausrotten (und wenn es Technologien sind, die er selbst entwickelt hat, so gelten die 'Regeln' auch hier ... wenn ein Roboter von a-/biotischen Faktoren zu Grunde gerichtet wird, hat er in der Evolution verloren)
Und wenn der Mensch ausgerottet ist, fängt der ganze Spaß von einem anderen Startpunkt aus nochmal an.....


... dennoch bin ich gegen das künstliche, krankhafte am Leben erhalten - im Normalfall ist es nicht das Leben das gehalten wird, sondern die Qual und die Vitalfunktionen...



So jetzt zum eigentlichen Thema^^
Tendenziell finde ich den Nutzen solch kleiner Computer ja wirklich gut, aber leider kann ich mir auch vorstellen wie sich sowas entwickeln kann und vorallem missbraucht werden kann ... man denke nur an noch kleinere Computer, die einem nicht bemerkbar zugeführt werden und ggf zum Krieg / Ausrotten einer Rasse genutzt werden können...

Man verzeihe meinen Redeschwall ;)


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