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Das ist aber nicht nur unter Software-Entwickler so, sondern auch unter allen anderen Studenten, ob Medizin, Jura, IBS, etc..
In diesen Gruppierungen gibt es wirklich enorm viele Studenten, die in der Theorie gut sind, aber was Menschlichkeit, Allgemeinwissen, soziale- und kommunikative Seiten betrifft, absolute Versager sind - völlig untauglich.
Bei einigen meint man sogar, sie haben nie das Sonnenlicht erblickt oder sie kommen von einer anderen Galaxie.
Die Ursachen sehe ich auch bei den überzogenen Anforderungen auf dem Arbeitsmarkt.
Man will nur noch die Besten der Besten - also Menschen die hochgebildet und athletisch und charismatisch sind, zudem noch äußerst flexibel, belastbar, sehr sozial und kommunikativ sind.
Mit einem Thomas, der "nur" ein "befriedigend" auf dem Diplom stehen hat, "nur" Englisch und etwas Französisch spricht und hier und da die eine oder andere Qualifikation hat, wollen die Unternehmen nichts zu tun haben. Dass Thomas aber witzig, gewissenhaft, ehrlich, freundlich, fleißig, kreativ ist und sich respektvoll gegenüber allen Kollegen benimmt, zudem noch ein Menschenfreund ist und auch ein gutes Allgemeinwissen besitzt und sehr gut mit Menschen aller Art umgehen kann, findet bei ihnen keine Beachtung.
Ich kenne Leute, die wissen noch nicht einmal wie ein Kino von innen aussieht, weil sie sich täglich abgequält haben, um zu den Besten zu gehören. 4-9 Stunden (netto) täglich in Bücher vertieft, haben sie sogar ihren Autofahrskill verlernt. Soziale Kontakte haben sie vlt. mit 4 Menschen, beste Freunde keine, weiter als ein Nachbarland Deutschlands sind sie auch nie gekommen, für eine feste Beziehung haben sie sich auch nie die Zeit nehmen können.
Aber in dem was sie studiert haben sind diese Leute absolute Profis, natürlich nur in der Theorie....
Jedoch haben sie von anderen Lebensbereichen keinen Funken Ahnung und es beginnt schon im eigenen Haushalt - Küche, Garten, Hygiene, Finanzen, Auto-KFZ, aktuelle Trends aus allen Bereichen, usw..
Und wenn sie einen Job erhalten, dann sind die Anforderungen so enorm, dass diese Menschen nichts mehr vom Leben haben, ganz nach dem Motto "Leben um zu Arbeiten", statt "Arbeiten um zu Leben". (BURN-OUTS nehmen immer mehr zu)
Auch gründen diese Menschen keine eigene Familie, weil sie keine Zeit haben, sie bauen sich keinen Freundeskreis auf, auf den man sich verlassen kann. Sie sterben völlig isoliert und vereinsamt und keiner fragt nach ihnen. (Vereinsamung, Isolation, Angst vor anderen Mitmenschen)
Ich persönlich kenne einen Juristen, der sein Bett im Büro hat und eine Ärztin, die über 1200 unbezahlte Stunden abgeleistet hat und nicht einmal an Silvester frei hat (gerade an Feiertagen muss sie erst recht arbeiten). Und ich kenne noch viele weitere Leute, die nur am Klagen und Weinen sind, deren Haar vom ganzen Stress ausfällt, denen ein paar Stunden auf dem Balkon wie 1 Woche Urlaub vorkommt.
Es ist einfach nur schrecklich, was dieses System aus den Menschen macht.
Ich empfehle jedem eine anständige und schlichte Arbeit, Ausbildung oder ein Duales Studium, statt ein Studiengang, wo es darum geht sich an die Spitze der Pyramide hochzukämpfen, wo Egoismus, Gier und Konkurrenz gefördert werden.
Wenn man Familie, Arbeit, Gott seine Hobbies unter einen Hut bringen kann, dann ist das der große Jackpot. Wer Reichtum sucht, wird nicht satt und nicht glücklich werden. Man sollte sich auch nicht von den Medien, die den Luxus preisen, manipulieren lassen.
Meine Freunde haben alle eine anständige Ausbildung gemacht oder arbeiten ganz normal, sie haben alle ihr gutes Haus, ein schickes Auto, ihre Frau und hübsche Kinder mit denen sie gemeinsam in den Urlaub fahren. Daran haben sie ihre Freude und mehr außer Frieden wollen sie nicht.
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