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15.04.23, 23:20
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Streuner
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Für Autofahrer vom Festland
Zitat:
So wird London zur Bußgeldfalle für Europäer
Eine wenig bekannte Regelung sorgt dafür, dass EU-Autofahrern in London happige Umweltbußgelder drohen – sogar, wenn ihr Wagen alle Vorgaben erfüllt. Nach einem Medienbericht können das bis zu 25.000 Pfund sein.
15.04.2023, 16.31 Uhr

Autoverkehr in London: Fast 19.000 Bußgeldbescheide in die EU verschickt Foto: imago stock / ZUMA PRESS / IMAGO
18.962 mal unliebsame Post: Tausende ausländische Autofahrerinnen und Autofahrer, vor allem vom europäischen Festland, erhielten in den ersten drei Quartalen 2022 saftige Bußgeldbescheide aus London. In Einzelfällen sollen sie bis zu 25.000 Pfund (knapp 28.000 Euro) für die Verletzung von Umweltschutzregeln in der britischen Hauptstadt bezahlen – obwohl ihre Fahrzeuge den Normen entsprechen.
Das berichtet der »Guardian«. Die Tickets seien meist gar nicht wegen tatsächlicher Verstöße, sondern eher aus Unwissen der Betroffenen verhängt worden, schreibt die Zeitung. Grund ist demnach eine weitgehend unbekannte Regelung der Verkehrsbehörde Transport for London (TfL).
Demnach dürfen in einige Zonen Londons nur Fahrzeuge einfahren, wenn sie bestimmte Emissionsvoraussetzungen erfüllen. Ausländische Autofahrer müssen ihre Fahrzeuge registrieren, bevor sie in die entsprechenden Gebiete vordringen. Wer das nicht tut, dessen Wagen wird automatisch wie ein Fahrzeug etwa mit einer hohen Dieselemission behandelt.
Dann drohen hohe Bußgeldforderungen. Dies gilt, obwohl die allermeisten Fahrzeuge der Norm entsprechen. Nach Angaben von TfL erfüllen praktisch alle Autos mit einem Baujahr nach 2005 grundsätzlich die Vorgaben. Trotzdem seien allein von Januar bis September vergangenen Jahres 18.962 Bußgeldbescheide an die Halter von im Ausland registrierten Fahrzeugen verschickt worden.
Doppelte Summe bei langsamer Bezahlung
Hinzu kommt laut »Guardian«, dass der längere Postweg ins Ausland verhindert, dass die Betroffenen einen Rabatt bei schneller Zahlung in Anspruch nehmen können – es werde also in vielen Fällen sogar der doppelte Betrag fällig. Einem Dienstleister für TfL sei es gelungen, an Autofahrerdaten aus Deutschland, den Niederlanden und aus Frankreich zu kommen. Demnach seien Bußgeldbescheide rückwirkend versandt worden.
Die Regelung ist Teil des jahrzehntelangen Kampfes der Londoner Stadtväter gegen die eklatante Luftverschmutzung in der Stadt. Unter anderem wegen der Ausstöße von Taxis und Doppeldecker-Bussen sind die Schwefeldioxid-Konzentrationen in Teilen der Innenstadt, etwa in der beliebten Einkaufsstraße Oxford Street, extrem hoch. Die Oxford Street galt vor einem Jahrzehnt als eine der am meisten verschmutzten Straße der Welt, was die Schwefeldioxid-Konzentration angeht.
Inzwischen wurde ein ganzes Bündel an Maßnahmen ergriffen, um die Ausstöße und Belastungen zu verringern. Unter anderem bietet TfL Autobesitzerinnen und -besitzern eine Freikarte für bis zu zwei Jahre für Busse und Bahnen an, wenn sie ihr Fahrzeug verschrotten.
him/dpa
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Dann füllt die die Unwissenheit das Stadtsäckel.
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