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myGully |
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29.01.21, 16:39
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#1
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Super Moderator
Registriert seit: Oct 2012
Beiträge: 8.180
Bedankt: 9.705
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Spitzen- oder Spaltungskandidatin
Zitat:
Wagenknecht tritt wieder an
Spitzen- oder Spaltungskandidatin
Sahra Wagenknecht kandidiert in NRW wieder für den Bundestag. Der Landesvorstand stellte sich hinter sie. Andere warnen vor Schaden für die Partei.

Sahra Wagenknecht will bei der Bundestagswahl wieder für die Linke antreten Foto: reuters
BERLIN taz | Die einstige Fraktionsvorsitzende der Linkspartei, Sahra Wagenknecht, will als Spitzenkandidatin in Nordrhein-Westfalen wieder für den Bundestag kandidieren. Der Landesvorstand stellte sich am Samstag mehrheitlich hinter die ebenso populäre wie polarisierende Linken-Politikerin. In einer Sitzung am Samstag stimmten nach taz-Information 15 der 25 Mitglieder dafür, Wagenknecht für Platz 1 der Landesliste zu nominieren. Offiziell zur Kandidatin gekürt wird Wagenknecht aber erst von der Landesvertreterversammlung, die am 13. und 14. März tagt.
Im Vorfeld hatte es in der Partei Auseinandersetzungen, um die Nominierung Wagenknechts gegeben. Nicht nur, weil sie sich kaum in NRW blicken lässt und schon lange mit ihrem Ehemann Oskar Lafontaine im Saarland wohnt.
Auch, weil Wagenknecht bei Themen wie Migration und Klimaschutz immer wieder Kritik am Kurs ihrer Partei übt, Kritik an der sich die Meinungen scheiden. Aktuell hat sich Wagenknecht in mehreren [ Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. Bitte einloggen oder neu registrieren ] gewandt und insbesondere die Schul- und Kitaschließungen als Zumutung bezeichnet. Die Krux: Die Linke trägt diese weitgehend mit oder ordnet sie, in den drei Ländern, wo sie regiert, sogar mit an.
Die ehemalige Landessprecherin der nordrhein-westfälischen Linken, Gunhild Böth, hatte noch am Tag vor der Sitzung am Samstag in einer Mail an den Landesvorstand davor gewarnt, Wagenknecht als Spitzenkandidatin aufzustellen. Auf der Landesvertreterversammlung „wird sicherlich eine Debatte über einige ihrer Positionen stattfinden“, schreibt Böth in der Mail, die der taz vorliegt. „Dies wird vor laufenden Kameras und allen Medien stattfinden. […] Dabei werden alle alten Streitigkeiten aus den Archiven gekramt. Was Wäh*le*r*in*nen längst vergessen haben, kommt wieder hoch.“
Es sind also die schlechte Presse für die Linke und wieder aufreißende Wunden in der Partei, die Böth befrüchtet. „Meiner Einschätzung nach kann der Landesverband NRW nur verlieren, wenn Sahra kandidiert – und sie auch. Die Partei insgesamt nähme Schaden; das Wahlergebnis würde nicht besser werden, denn bekanntlich wünschen Wählende keine Streitigkeiten“, so ihr Fazit.
Bliebe sie doch im Saarland
Böth schlägt daher vor: „Schön wäre, Sahra würde im Saarland kandidieren (dort hat sie auch ihren Lebensmittelpunkt, da ist doch einsichtig, dass sie dort kandidiert).“ [ Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. Bitte einloggen oder neu registrieren ] derzeit in einer eigenen Schlacht um den wohl einzigen aussichtsreichen Platz auf der Landesliste für die Bundestagswahl. Keine gute Basis für Wagenknecht.
Wagenknecht sagte am Samstag, sie kandidiere gern wieder in Nordrhein-Westfalen. „Gerade jetzt ist es bitternötig, den sozialen Ungerechtigkeiten und dem Missmanagement der Regierung in der Coronakrise überzeugende Alternativen entgegenzustellen.“
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29.01.21, 17:55
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#2
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Chuck Norris
Registriert seit: Sep 2009
Beiträge: 3.738
Bedankt: 5.859
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Die Kritik bzgl des "Lebensmittelpunktes" kann man gelten lassen. Aber wieso sollte man das zugstärkste Pferd im Stall lassen, weil der Lebensmittelpunkt nicht in NRW liegt?
Ich dachte alle hätten es geschnallt: Das Duo Kipping und Riexinger mit ihrer identitätspolitischen Neuausrichtung kann keine Wähler mobilisieren. Da sitzen nämlich schon die Grünen, und deswegen treten die beiden auch völlig zurecht nicht mehr an. Ihre Agitation gegen Wagenknecht und die Neuauflage von Realo vs Fundi diente doch nur der "Regierungsfähigkeit" was zum Ausschalten der Linken als Bedrohung für das "Weiter so!" geführt hätte.
Zitat:
„Meiner Einschätzung nach kann der Landesverband NRW nur verlieren, wenn Sahra kandidiert – und sie auch. Die Partei insgesamt nähme Schaden; das Wahlergebnis würde nicht besser werden, denn bekanntlich wünschen Wählende keine Streitigkeiten“, so ihr Fazit.
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Von der SPD lernen heißt wohl siegen lernen. Die wollte auch immer Geschlossenheit, und da hin wo die CDU schon war. Und der Erfolg kann sich sehen lassen.  Mit Coronabonus sind die immer noch ~5% vom schlechtesten Wahlergebnis der Nachkriegsgeschichte entfernt.
Wie wäre es, wenn die ehemalige Landessprecherin einer Partei, die seit neun Jahren keine Parlamentsluft mehr gerochen hat, zu dem Thema den Ball flach hält? Auch Bundespolitisch kann es kaum schlechter werden. Die Linke hat sich in den vergangenen Jahren an Themen abgearbeitet die schon besetzt waren. Jetzt soll sogar die Opposition zu Auslandseinsätzen abgeschafft werden, womit alle Parteien im Bundestag dann Auslandseinsätze prinzipiell befürworten. Wozu braucht es noch so eine Linke?
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Die folgenden 2 Mitglieder haben sich bei Nana12 bedankt:
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30.01.21, 20:52
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#3
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Banned
Registriert seit: Jul 2019
Beiträge: 2.614
Bedankt: 2.405
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Wählende ist auch wieder so ein gegenderter Quatsch.
Das Problem bei den Linken ist: Die Traumtänzer haben das Sagen. Sie eifern den Grünen nach und so kann man natürlich keine Wähler generieren. Die Linke braucht ein eigenes Profil. Das klappt aber nicht so wie es jetzt ist.
Sahra könnte die Partei wieder voranbringen. Allerdings muss sie dann auch Rückhalt aus der Partei haben. Es bringt ja nichts wenn dann die Traumtänzer wieder herumspinnen und das ganze boykottieren.
Man wird letztendlich sehen was dabei herumkommen wird.
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Folgendes Mitglied bedankte sich bei Kirkwscks4eva:
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