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Ungelesen 11.08.18, 20:56   #1
TinyTimm
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Standard Eliten: "Sie leben in einer völlig anderen Welt"

Zitat:
Die Eliten entfernen sich immer weiter von der normalen Bevölkerung, sagt der Soziologe Michael Hartmann. Das verändere ihr Denken und nütze Rechtspopulisten.

Ein Grundstück ganz in der Nähe des Schwarzwaldes. Eine weiße Mauer, dahinter ein großes Wohnhaus mit einer Glasfront, die bis hoch in den Dachgiebel reicht. Hier wohnt einer der bekanntesten Elitenforscher Deutschlands: der Soziologe und emeritierte Professor Michael Hartmann. Gerade hat er ein neues Buch geschrieben. "Die Abgehobenen" heißt es und erscheint am 16. August. Die ZEIT empfängt er zum Interview unter einem Sonnenschirm.

DIE ZEIT: Herr Hartmann, so schick wie Sie wohnt nicht jeder. Gehören Sie zur Elite?

Michael Hartmann: Nein. Ich bin wohlhabend. Ob jemand zur Elite gehört, hängt aber von der Macht ab, die er besitzt. Als Wissenschaftler kann ich zwar mitunter auf die öffentliche Meinung einwirken. Aber ich habe keine Macht, gesellschaftliche Entwicklungen maßgeblich zu beeinflussen.

ZEIT: So klar, wie Sie es formulieren, scheint der Begriff nicht zu sein. Mancher, der heute von "Elite" spricht, meint "die Intellektuellen", "die Politiker", "die Reichen" – oder alle zusammen.

Hartmann:
Als Elite gelten in der Öffentlichkeit oftmals schlicht "die da oben". In der Wissenschaft ist der Begriff aber unumstritten. Wenn jemand Millionär ist und sein Geld bloß auf dem Sparbuch liegen lässt, gehört er nicht zur Elite. Wenn er es nutzt, um Einfluss zu nehmen, dann schon. Natürlich kann man darüber streiten, wie mächtig man sein muss, um dazuzugehören. In unserer letzten Elitestudie untersuchten wir nur die wichtigsten Machtpositionen: Konzernmanager, Ministerpräsidenten, Bundesrichter, einige Journalisten. Andere zählen auch die Oberbürgermeisterin von Köln dazu. Aber egal wie man rechnet: In Deutschland umfasst die Elite im Kern etwa 1000, breiter gefasst maximal 4000 Leute.

ZEIT:
Sie erforschen diese Menschen seit Jahrzehnten. In Ihrem neuen Buch schreiben Sie nun, sie hätten sich zu weit vom Rest der Gesellschaft entfernt. Was meinen Sie damit?

Hartmann: Die Eliten in Deutschland, aber auch in anderen Ländern, haben kaum noch eine Vorstellung vom Leben der breiten Bevölkerung. Sie leben in einer völlig anderen Welt: Viele wohnen in sozial homogenen Wohnvierteln. Sie haben einen anderen Alltag, andere Hobbys, andere Möglichkeiten.

ZEIT: War das nicht schon immer so?

Hartmann: Bei der Wirtschaftselite kann man das sagen. Zunehmend sieht man es aber auch in der wissenschaftlichen, der medialen und der politischen Elite. Die haben sich in den letzten zwei, drei Jahrzehnten weiter von der Masse entfernt.

ZEIT: Woran liegt das?

Hartmann: Es gibt unterschiedliche Faktoren: Einer ist der Immobilienmarkt. Die Preise sind so stark gestiegen, dass die Menschen heute viel getrennter leben. Vor allem hängt die Entwicklung mit den Einkommen und Vermögen zusammen, die sich zunehmend unterscheiden. Ein Vorstandsmitglied eines Dax-Konzerns verdiente bis Mitte der 1990er-Jahre im Schnitt das 14-Fache dessen, was ein Beschäftigter desselben Unternehmens verdiente. Heute ist es, je nach Studie, das 50- oder sogar 70-Fache.

ZEIT: Bei Managergehältern kommt oft das Argument: Wenn Konzerne bereit sind, ihnen so viel zu zahlen, wo liegt das Problem?

Hartmann: Das Problem ist, dass die Lebenswirklichkeit das Denken und Handeln beeinflusst. Siemens-Vorstandschef Joe Kaeser sagte vor einiger Zeit auf einer Pressekonferenz über die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich: "Das passiert im Wesentlichen deshalb, weil viele Arbeitnehmer nicht an der Vermögensbildung durch Aktien teilnehmen." Kaeser kann sich anscheinend nicht vorstellen, dass viele Menschen kein Geld übrig haben, das sie sparen können. Ähnliche Sichtweisen findet man bei führenden Politikern und Journalisten. Besonders überrascht hat mich in unserer letzten Studie aber eine Antwort der Wissenschaftselite.

ZEIT: Und zwar?

Hartmann:
Mehr als 90 Prozent der Präsidiumsmitglieder der führenden Wissenschaftsorganisationen gaben an, die Arbeitsbedingungen im Wissenschaftsbereich müssten noch flexibler werden. So hoch war die Zustimmung zu flexiblerer Arbeit nicht einmal unter den Konzernchefs. Und das, obwohl schon neun von zehn Stellen in der Wissenschaft befristet sind. Das zeigt, die Realität der Führungsebene, in der alle verbeamtet sind, hat mit der der Angestellten nichts mehr zu tun.

ZEIT: Und das erklären Sie auch mit Gehaltsunterschieden?

Hartmann:
Das größte Problem ist, wie die Eliten heute rekrutiert werden. Wenn Sie aus einer Arbeiterfamilie im Ruhrgebiet stammen, sehen Sie die Welt anders, als wenn Sie in einem Akademikerhaushalt im Prenzlauer Berg aufgewachsen sind. Heute ist es beinahe unmöglich, von unten in die obersten Positionen aufzusteigen.

ZEIT: Dass die soziale Durchlässigkeit niedrig ist, zeigen Studien. Aber Politiker werden gewählt, und jeder kann in eine Partei eintreten. Wo liegt da das Elitenproblem?

Hartmann: Es stimmt, der Zugang zu Parteien ist offener als zu Unternehmen. Trotzdem ist die Entwicklung ähnlich. Das sieht man, wenn man sich die Kabinette anguckt: Bis Mitte der 60er-Jahre stammte ein Drittel der Minister aus dem Bürgertum – also den oberen drei bis fünf Prozent der Bevölkerung. Das galt mit Schwankungen bis Ende der 1990er-Jahre. Dann gab es einen radikalen Wechsel. Zwischen 1999 und 2009 kehrte es sich um: Der Anteil der Bürgerkinder in der Regierung erhöhte sich auf zwei Drittel. Einen Arbeiterhintergrund haben heute nur zwei im Kabinett: Peter Altmaier und Horst Seehofer.

ZEIT: Wie erklären Sie sich das?

Hartmann: Der soziale Aufstieg ist in den Parteien schwieriger geworden. Ohne ein Studium läuft nicht mehr viel. Mir fällt da die SPD-Abgeordnete Petra Hinz aus Essen ein, die ihren Studienabschluss erfunden hat, um voranzukommen. In den 70er-Jahren wäre das schon deshalb undenkbar gewesen, weil man damals gar keinen Hochschulabschluss brauchte, um in der Partei aufzusteigen.

ZEIT: In Ihrem Buch werfen Sie den Politikern vor, Politik vor allem für die Bessergestellten zu machen. Haben Sie da ein Beispiel?

Hartmann: Ja, für die Reichen ist die Steuerbelastung seit Beginn des letzten Jahrzehnts gesenkt worden. Für das oberste Prozent liegt sie, verglichen mit 1998, heute um fünf Prozent niedriger, für das untere Zehntel dagegen um gut fünf Prozent höher. Auch von der weitgehenden Abschaffung der Erbschaftsteuer für Familienunternehmen profitieren vor allem die Reichen.

ZEIT: Aber es gab auch Reformen wie den Mindestlohn.

Hartmann:
Der Mindestlohn ist eine der wenigen Maßnahmen für den unteren Teil der Bevölkerung. Er ist aber viel zu niedrig angesetzt und bietet viele Schlupflöcher für die Unternehmen.

ZEIT: Den Vorwurf der "abgehobenen Elite" hört man häufig von Rechtspopulisten. Haben die also recht?

Hartmann:
Es stimmt, die rechtspopulistischen Parteien betreiben ein regelrechtes Elitenbashing. Der Front National spricht von "der arroganten Pariser Elite", Donald Trump vom "Establishment", wieder andere von der "politischen Kaste". Allerdings machen die Populisten es sich zunutze, dass der Begriff unscharf verwendet wird. Sie bezeichnen einfach alle als "Elite", die gegen sie antreten. Bei vielen Menschen, die sich nicht mehr repräsentiert fühlen, kommt das gut an.

ZEIT: Der Satz, dass Menschen sich nicht mehr repräsentiert "fühlen", fällt in der Debatte um Rechtspopulismus oft. Sie sagen nun, sie werden tatsächlich nicht mehr repräsentiert?

Hartmann:
Beides stimmt: Sie fühlen sich nicht repräsentiert und sind es oft auch nicht mehr. Laut den aktuellsten Zahlen, die aus dem Jahr 2009 stammen, waren in der früheren Arbeiterpartei SPD nur noch 16 Prozent der Mitglieder Arbeiter. 1966 waren es noch 32 Prozent. Knapp 40 Prozent der Mitglieder im Jahr 2009 hatten studiert. In den anderen Parteien lag der Akademikeranteil noch höher, bei den Grünen sogar bei 68 Prozent.

ZEIT: Heute gibt es aber auch mehr Akademiker.

Hartmann: Das stimmt. In der Bevölkerung liegt der Akademikeranteil allerdings immer noch bei nur 15 Prozent.

ZEIT: Die Rechtspopulisten werden aber nicht nur von Arbeitern oder sogenannten Abgehängten gewählt. Wie passt das zu Ihrer These?

Hartmann:
Das stimmt, aber Rechtspopulisten haben immer dort stark dazugewonnen, wo es um harte Verteilungsfragen geht: ob in ostdeutschen Städten wie Görlitz oder in den Industriearbeiter-Gegenden in Nordfrankreich. Mit ihren Reden gegen "die Elite" holen sie diejenigen ab, die das Gefühl haben: Die da oben schaufeln sich die Taschen voll und interessieren sich nicht für uns.

ZEIT:
Wenn das bereits so ist – kann man die Entwicklung noch aufhalten?

Hartmann:
Ja, Parteien wie die SPD müssen sich wieder öffnen, auch in ihren Top-Positionen. Ein Beispiel, bei dem das geklappt hat, ist die Labour-Partei in England. Die hat ihre gesamte Führungsriege ausgetauscht. Nur fünf von 25 Mitgliedern im Schattenkabinett stammen aus dem Bürgertum, jeder Zweite aus einer Arbeiterfamilie. Bei vielen kam das gut an. Auch weil es ein Zeichen setzte: Wir wollen Politik für die Masse machen, nicht nur für die Elite.
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Zitat:
von wem Herr Hartmann sein Geld für seine Studien und Forschungen bekommt...ich wette genau von dieser Elite...
Und woher bekommt wohl diese abgehobene Elite ihr Geld? Na? Genau. Wird von diesen Hungerleidern erarbeitet, deren Lebensniveau von genau dieser Elite unten gehalten wird.
Die Argumente von Hartmann werden doch nicht dadurch falsch, weil er relativ wohlhabend ist oder ein Trottel.

Einstein war auch wohlhabend. Er machte den Eindruck eines ungepflegten Trottels("Gleichgültigkeit in Toilettefragen").
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Zitat:
Zitat von nolte Beitrag anzeigen
Die Argumente von Hartmann werden doch nicht dadurch falsch, weil er relativ wohlhabend ist oder ein Trottel.
Zumal er etwas sehr Unflätiges getan hat: Leistung entscheidet nicht über die Zukunft der Kinder. Er zerbricht den blinden Glauben des Michels mit Fakten. Das tut man nicht in Deutschland, auch wenn es jeder im Grunde weiß.

Ein Großteil der Eltern schickt seine Kinder aufs Gymnasium, denn sie könnten auch einmal dazu gehören, zur Elite. Elite sein bedeutet maximale Rendite für Arbeitskraft aka "sie sollen es einmal besser haben". [ Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. Bitte einloggen oder neu registrieren ] Aber solange die Kinder anderer Eltern notwendige und weniger einträgliche Berufe ergreifen ist alles in Butter. Damit das nicht so scheiße klingt redet man sich hin und wieder selbst das Märchen von der Leistung ein.
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Mal unabhaengig davon, das bei dir erhebliche viele Trottel vertreten sind, sei dir gesagt,:
Die Mittelschicht ist einer der groessten Verlierer in DE seit dem Lopezeffekt von 1994. Der Status quo ist deutlichst gesunken. Dahinter ist sicherlich eins: die Mittelschicht beschaeftiigt die Mehrheit der Beschaeftigten in diesem Land, und ist kaum in der Lage aus weniger mehr zu machen.
Schoenen Gruss aus der Mittelschicht.

Geändert von Caplan (13.08.18 um 15:35 Uhr)
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Zitat:
Zitat von Nana12 Beitrag anzeigen
Ein Großteil der Eltern schickt seine Kinder aufs Gymnasium, denn sie könnten auch einmal dazu gehören, zur Elite. Elite sein bedeutet maximale Rendite für Arbeitskraft aka "sie sollen es einmal besser haben". [ Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. Bitte einloggen oder neu registrieren ] Aber solange die Kinder anderer Eltern notwendige und weniger einträgliche Berufe ergreifen ist alles in Butter. Damit das nicht so scheiße klingt redet man sich hin und wieder selbst das Märchen von der Leistung ein.
Da liegt aber dann nicht der Fehler bei den Eltern sondern bei der Gesellschaft, die einige Berufe eben nicht achtet. Altenpfleger ist doch ein sehr ehrbarer Beruf, Außendarstellung und Bezahlung sind aber fürchterlich. Hingegen bekommt irgendwer, der ein paar Fotos am Tag online Stellt gleich Geld damit er noch mehr Fotos macht mit ein paar Produkten.
Also Trotz mehr Geld kann man da dann nicht von Elite sprechen. Nur am Geld kann man das nicht festmachen.
Auch Leistung hat irgendwann einen Rahmen. Man wird mit Arbeit nicht reich werden aber man kann etwas mehr haben wie die Menschen, die nicht arbeiten.
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Ich nehme mal Bezug zum Schlussatz des Herrn Hartmann:

"Ja, Parteien wie die SPD müssen sich wieder öffnen, auch in ihren Top-Positionen. Ein Beispiel, bei dem das geklappt hat, ist die Labour-Partei in England. Die hat ihre gesamte Führungsriege ausgetauscht. Nur fünf von 25 Mitgliedern im Schattenkabinett stammen aus dem Bürgertum, jeder Zweite aus einer Arbeiterfamilie. Bei vielen kam das gut an. Auch weil es ein Zeichen setzte: Wir wollen Politik für die Masse machen, nicht nur für die Elite."

Das ist bislang rein hypothetisch. "Qoud erat demonstrandum" sozusagen. In Great Britain vergeht nämlich kein Tag, an dem nicht die Murdoch Presse und Sky News am Stuhl von Jeremy Corbyn sägen. Tony Blair, der den Labour "Karren" an die Wand gefahren hat und Gordon Brown sägen unermüdlich mit. Aktuell läuft seit Monaten eine "anti semitism row" gegen Labour, weil die reiche Londoner Geschäftswelt "sozialistische" Ideen von Corbyn scheut wie der Teufel das Weihwasser. Die Journallie steht jeden Morgen vor Corbyns Tür, wenn der sein Haus verlässt. Ich denke nicht, dass Corbyn und sein derzeitiges Schattenkabinett in der Zusammensetzung eine Chance bekommen.

Geändert von Uwe Farz (13.08.18 um 13:05 Uhr) Grund: fehler
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Caplan
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Gut, das ist normaler Alltag auch in diesem Metier.
Wenn irgendwo an liebgewonnen Gewohnheiten gekratz wird, werden die Motorsaegen scharf gemacht. Das gibt es auch in der Industrie.
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ich denk die SPD hat keine top-position, die hat sich selber abgeschafft und mit dem schulz hätten sie die chance als oppositionsfüher gehabt, wieder eine volkspartei zu werden.
die SPD ist wie die CDU, also eine von beiden braucht man nicht mehr, die CSU hat die rolle der SPD übernommen, in dem sie gegen die CDU steuert,...wenn die CSU bundesweit wählbar wäre, hätte sie meine stimme....politik für die masse machen, nicht für die elite?
wovon lebt dieser Hartmann? auf alles fälle, hat der in seinem palast schon jegliche realität verloren, oder ;-) ?

lg
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Wie einseitig hier über Hartmann geurteilt wird ist schon erstaunlich. (# 2 meine ich ua. )

Ich werde jetzt nicht dagegen argumentieren, denn es wäre zwecklos.
Anscheinend macht man hier das Wort Eliten und die Bedeutung nur an pauschal zu verurteilenden "Wirtschaftsbossen " fest und schon hat man seine Einstellung und unverrückbare Meinung dazu.

Wer mal die Sache ohne Vorurteile, die man oft sehr schnell zur Hand hat, angehen möchte darf sich gerne mal diesen Überblick anschauen.

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Ich bin mir aber darüber bewusst, wenn man in einem Forum wie diesen einmal etwas "rausgehauen" hat, wird man sich in den seltensten Fällen nachträglich...wenigsten etwas korrigieren.

Nur so nebenbei....
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Zitat:
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Also Trotz mehr Geld kann man da dann nicht von Elite sprechen.
Hartmann hat auch deutlich gemacht was er mit Elite meint, aber darum ging es mir nicht. Insgeheim solidarisiert man sich in diesem Land mit besagten Eliten. Sieht sich beinahe auf Augenhöhe. Ungemütlich wird der Durchschnittsmichel, wenn man ihm sagt dass er Lichtjahre von diesen Eliten entfernt ist. So stehen die Quandts und Klattens ähnlich einflussreichen Clans in anderen Ländern näher, als dem Otto normal, der den Reichtum hierzulande zusammentragt - schon allein von der Interessenlage her.
Und aggressiv wenn man Michel sagt, dass es eben nicht Fleiß ist das ihn auch zur Elite macht. Das ist so als würde man mitten auf dem Petersplatz die Existenz Gottes leugnen. Ja, es geht hier um eine Glaubensfrage, und dieser Glauben heißt, dass jeder es schaffen kann, wenn er nur fleißig genug ist.
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Rob
dein text...

ich schreib jetzt ein Buch über die "Medioker" und gebe mich als "Mediokerforscher" aus, darin beschreibe ich die neue Bedrohung durch die Medioker, die Mittelschicht die in Wirklichkeit die Welt beherrscht indem sie mit ihrer perfekten Mittelmäßigkeit gleichmäßig die Elite und das Fußvolk beeinflusst und sie diejenigen sind die wahre Macht haben.

und nun plapper dich weiter um Kopf und Kragen..
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