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Bisher verborgene Details auf der Himmelsscheibe von Nebra entdeckt

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Ungelesen 12.05.21, 17:09   #1
pauli8
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Standard Bisher verborgene Details auf der Himmelsscheibe von Nebra entdeckt

Zitat:
Sensationsfund aus der Bronzezeit

Bisher verborgene Details auf der Himmelsscheibe von Nebra entdeckt

Die Himmelsscheibe von Nebra ist weltberühmt. Neue Röntgenaufnahmen offenbaren nun, wie das Kunstwerk entstanden ist und welche Werkzeuge die Handwerker benutzten.

12.05.2021, 16.32 Uhr



Foto: Sebastian Willnow / dpa

Moderne Röntgenuntersuchungen der weltberühmten Himmelsscheibe von Nebra haben bislang verborgen gebliebene Details erkennbar gemacht.
Die hochauflösenden Aufnahmen zeigen, dass in mehreren Phasen unterschiedliche Handwerker das Artefakt aus der Bronzezeit bearbeitet haben müssen. Darauf wiesen mikroskopisch kleine Spuren hin, die als Vorzeichnungen gedeutet werden, gab das Landesamt für Archäologie in Sachsen-Anhalt bekannt.

Die mit Goldsymbolen beschlagene Himmelsscheibe von Nebra gilt als älteste Himmelsdarstellung der Welt. Sie ist etwa 3600 Jahre alt und gehört damit in die Bronzezeit. Die Symbole gelten als Darstellung von Mond, Sternen und einem Schiff.

Die Entdeckung gleicht einem Krimi

Raubgräber hatten die Himmelsscheibe nach dem Fund im Jahr 1999 zunächst illegal gehandelt, erst im Jahr 2002 konnte das Stück in einer fingierten Verkaufsaktion in der Schweiz beschlagnahmt werden. Es gab mehrere Prozesse gegen die Diebe und Hehler. Seit 2013 gehört die Himmelsscheibe zum Unesco-Weltdokumentenerbe.

Durch die unsachgemäße Bergung wurde das wertvolle Artefakt allerdings beschädigt. So hatten die Hehler offenbar versucht, die Scheibe mit Stahlwolle zu reinigen.

Unter diesen modernen Kratzern entdeckten die Forscher auf den Bildern nun alte Polierspuren. Diese deuten darauf hin, dass die Handwerker der Bronzezeit einen sogenannten Sauzahn – den Hauer eines Wildschweins – benutzten, um die Himmelsscheibe zu polieren. Diese Methode ist noch bis in die Neuzeit bei Goldschmieden üblich gewesen.

Ein Handwerker probte offenbar auf der Rückseite der Scheibe

»Hunderte Bilder sind am Computer im spanischen Barcelona in monatelanger Kleinarbeit ausgewertet worden, wobei die Digitalmikroskopie 3D-Darstellungen winzigster Ausschnitte der Himmelsscheibe ermöglichte«, sagte Landesarchäologe Harald Meller über die aktuellen Untersuchungen. »Die Ergebnisse zeigen, wie die Scheibe im Detail bearbeitet wurde.«

Auf den Röntgenbildern ist auch zu sehen, dass das Schiff im unteren Teil der Scheibe, das als Sonnenbarke interpretiert wird, ursprünglich anders aussehen sollte. Einige der Goldsymbole wurden anders angebracht, als in der eingeritzten Vorlage vorgesehen. Die wahrscheinlichste Erklärung hierfür ist den Forschern zufolge eine »bewusste Konzeptänderung aus ästhetischen Gründen«.



Röntgenaufnahme der Himmelsscheibe: Sollte das Kunstwerk eigentlich anders aussehen?
Foto: Sebastian Willnow / dpa


Die Aufnahmen verraten auch, wie die Scheibe überarbeitet worden sein muss. Demnach nutzten die Handwerker zwei Werkzeuge: einen stumpfen und einen scharfen Meißel. Mit dem stumpfen Meißel zeichneten sie vor. Auf der Rückseite hatte jemand zudem zunächst eine »Probespur« gezogen, wahrscheinlich um zu prüfen, wie sich die Bronze am besten bearbeiten lässt.

Materialuntersuchungen am Institut für Geowissenschaften der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg ergaben zudem, dass sich auf der Scheibe Spuren des Kupferoxids Tenorit ablagerten. Dieses Oxidationsprodukt entsteht, wenn Bronze auf etwa 800 Grad erhitzt wird, bis es sanft rot glüht. »Die Himmelsscheibe wurde mehrmals durchgeglüht und dabei dunkel gefärbt, was einen guten Kontrast zu den Goldauflagen ergab«, sagte Meller.

Die Scheibe war wegen der geplanten Ausstellung »Die Welt der Himmelsscheibe von Nebra – Neue Horizonte« erneut untersucht worden. Die Schau wird am 4. Juni im Landesmuseum Halle eröffnet.

koe/dpa/AFP
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