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03.08.23, 16:30
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#1
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Süchtiger
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In Niger geht es auch um Uran und Ausbeutung
In Niger geht es auch um Uran und Ausbeutung
Martin Sonneborn - Miglied des EU-Parlaments (Die Partei)
3.08.2023
Zitat:
Niger ist der siebtgrösste Uranproduzent, aber drei Viertel seiner Einwohner sind an kein Stromnetz angeschlossen.
In Frankreich gibt es keine einzige aktive Goldmine. Dennoch besitzt dieser ehemals verbrecherische Kolonialstaat mit 2’436 Tonnen die viertgrössten Goldreserven der Welt.
Die ehemals französische Kolonie Mali besitzt genau 0,0 Tonnen Gold, obwohl es mehrere Dutzend Minen, darunter 14 offiziell, im Land gibt. Es werden dort pro Jahr ganze 70 Tonnen davon abgebaut. Von den Einnahmen aus knapp 60 Tonnen Gold, die von (schätzungsweise) 600’000 Kindern in der ehemals französischen Kolonie Burkina Faso geschürft werden, gehen nur 10 Prozent an das Land, aber 90 Prozent an multinationale Goldgräberkonzerne.
Ähnlich wie beim Gold funktioniert es beim Uran: Die letzte seiner 210 Uranminen hat Frankreich im Jahr 2001 geschlossen. Seither werden alle mit dem umwelt- und gesundheitsschädlichen Uranabbau verbundenen Probleme, einschliesslich der Gefahren radioaktiver Verstrahlung, vorsorglich nach woanders exportiert.
Französischer Konzern hat in Niger das Sagen
Aus dem westafrikanischen Niger stammen etwa ein Viertel der europäischen und ein Drittel der Uranimporte Frankreichs, das mit 56 Kernkraftwerken einen ausbaufähigen Spitzenplatz unter den Atomstromexporteuren der Welt belegt. Beschafft wird deren betriebsnotwendiger Brennstoff vom staatlichen Nukleargiganten Orano (ehemals Areva), der den höchsten und (passenderweise auch) schwärzesten Granitbau unter den Wolkenkratzern des Pariser Kapitaldistrikts La Défense besitzt. Mit Geheimverträgen wird das Uran beispielsweise aus Niger importiert, wo der Konzern sich drei gewaltige Uranminen sowie die Mehrheitsbeteiligung an Nigers Staatsunternehmen für Uranaufbereitung (Somaïr) unter den Nagel gerissen hat.
Die ehemals französische Kolonie Niger verfügt über die hochwertigsten Uranerze Afrikas und ist der siebtgrösste Uranproduzent der Welt, aber der Weltbank zufolge sind drei Viertel seiner Bürger noch nicht einmal ans Stromnetz angeschlossen. 40 Prozent leben unterhalb der Armutsgrenze, ein Drittel der Kinder ist untergewichtig, die Analphabetenquote liegt bei 63 Prozent. Nur die Hälfte der Einwohner hat Zugang zu sauberem Trinkwasser, nur 16 Prozent sind an eine angemessene Sanitärversorgung angeschlossen.
Das gesamte Staatsbudget Nigers, eines Landes mit der dreifachen Fläche der Bundesrepublik, ist mit rund 4,5 Milliarden Euro nicht grösser als der jährliche Umsatz des französischen Atomkonzerns Orano. Trotz seiner Uran- und Goldvorkommen lag der Niger im Entwicklungs-Index zuletzt auf Platz 189 von 191 erfassten Staaten.
Frankreich hat im Zuge der «Dekolonisierung» der 1960er Jahre seine vormaligen Kolonien zwar in die formale Unabhängigkeit entlassen, hinterliess ihnen allerdings Staats- und Rechtsordnungen, die – wie in der Kolonialzeit – darauf ausgelegt waren, die Bevölkerung einerseits mit möglichst geringem Aufwand zu kontrollieren und andererseits so viele Rohstoffe zu exportieren wie irgend möglich.
Vorkaufsrechte und an Euro gebundene Währung
Nicht genug, dass Frankreich sich über den sogenannten Kolonialpakt in Françafrique weiterhin das Vorkaufsrecht auf alle natürlichen Ressourcen und den privilegierten Zugriff auf Staatsaufträge gesichert hat, es zwingt den Staaten seither ebenso seine irrwitzige Kolonialwährung CFA-Franc auf, die jede autonome Geld-, Wirtschafts- oder Sozialpolitik der nur formal souveränen Staaten nachhaltig verunmöglicht. Die vierzehn CFA-Staaten sind nicht nur durch einen festen Wechselkurs an den Euro gekettet, was ihnen 1994 eine Abwertung von fünfzig Prozent einbrachte, sondern haben auch jeden Zugriff auf 85 Prozent ihrer Währungsreserven verloren, die sie gezwungenermassen bei der Agence France Trésor hinterlegen müssen.
Alle CFA-Staaten sind in hohem Masse rohstoffreich und nicht weniger hochverschuldet. Burkina Faso, Mali und Niger gehören trotz ihrer immensen Bodenschätze zu den ärmsten Ländern der Welt. «Meine Generation versteht das nicht», sagt der 35-jährige Staatschef Burkina Fasos, Ibrahim Traoré. «Wie kann Afrika, das über so viel Reichtum verfügt, zum ärmsten Kontinent der Welt geworden sein?»
Nicht «unterentwickelt», sondern «überausgebeutet»
Ganz einfach, sagt der US-amerikanische Politikwissenschaftler Michael Parenti. Arme Länder sind nicht «unterentwickelt», sondern «überausgebeutet» («not underdeveloped but overexploited»).
Es gib also Gründe dafür, dass in Niamey, der Hauptstadt Nigers, die französische Botschaft brennt.
Es gibt Gründe dafür, dass die Bürger in den Strassen west- und zentralafrikanischer Staaten nicht die französische Trikolore oder das kobaltblaue Europabanner, sondern die Flagge Russlands bei sich tragen.
Und ob es uns oder der EU nun gefällt oder nicht, sieht ein wachsender Teil der vor allem jüngeren afrikanischen Bevölkerung in Putin keineswegs einen Bösewicht, sondern den Vorkämpfer einer globalen Freiheitsbewegung, die gegen die – unter dem Deckmantel der «Demokratie» – von Akteuren des geopolitischen Westens aufrechterhaltene Ausbeutungs- und Unterwerfungsordnung in ihren Landstrichen gerichtet ist.
Rohstoffraub, Ausplünderung, Übervorteilung
All dies wird sich nicht mit guten – oder mit gut geheuchelten – Worten in Luft auflösen lassen, nicht durch die Streichung «verletzenden» Kinderromanvokabulars, nicht durch tolpatschige EU-«Informationskrieger» und noch weniger durch konzertiertes Bombengewitter, sondern nur dadurch, dass sich nach Jahrhunderten nun endlich einmal die realen Beziehungsverhältnisse des Westens zum Globalen Süden ändern. Und Unterdrückung, Bevormundung, Ausplünderung, Rohstoffraub und Übervorteilung durch mafiös ungleiche Handelsverträge ihr überfälliges Ende nehmen.
Die USA sind – in dieser und manch anderer Hinsicht – bekanntlich ein hoffnungsloser Fall, die EU vielleicht noch nicht. Je länger sie sich dem von ihr zu vollziehenden Paradigmenwechsel zu entziehen versucht oder ihm gar mit Gewalt begegnet, desto schlimmer wird es für sie ausgehen.
Vielleicht wäre es ein Anfang, wenn die EU beim nächsten Gipfel mit Afrika oder Lateinamerika die angereisten Staatsoberhäupter einmal durch dasselbe Hauptportal ins Konferenzgebäude schreiten liesse, das sie selbst benutzt, anstatt ihre fremdkontinentalen Gäste immerfort durch den schmucklosen Seiteneingang zu schleusen.
P.S.: Einen Ersteindruck ihrer intellektuellen Satisfaktionsfähigkeit gibt die nigrische Militärregierung übrigens selbst. Auf die Ankündigung der USA, jegliche Hilfsgeldzahlung an den Niger einzustellen, habe das Regime – afrikanischen Quellen zufolge – ausrichten lassen, der demokratische Weltmarktführer möchte seine Hilfe behalten und sie für die Millionen Obdachloser in den Vereinigten Staaten verwenden: «Nächstenliebe beginnt zu Hause.»
P.P.S.: Ibrahim Traoré ist nicht nur Staatschef von Burkina Faso, sondern als Absolvent der Universität Ouagadougou und der örtlichen Militärakademie auch Geologe und Offizier. Als jüngstes und smartestes Staatsoberhaupt der Welt droht der 35-Jährige daher völlig zu Recht zum Hoffnungsträger der westafrikanischen Erhebung gegen Neokolonialismus und westliche Dominanz zu werden. Auch Traoré hat die französischen Truppen vor die Tür gesetzt und den Export von Gold und Uran nach Frankreich und in die USA untersagt, während er eine regionale Allianz mit Niger, Guinea, Mali und Algerien schmiedet.
P.P.P.S.: Frankreich und die USA drohen – selbst und über ihre Mittelsleute von ECOWAS – mit einem gewaltsamen Eingriff zur Wiederherstellung der «demokratischen» Ausbeutungsordnung. Sieht aus, als hätten unsere kriegsbegeisterten Honks demnächst die Wahl, ob sie die westliche Welt lieber in der Ukraine (Team Blackrock) oder in Westafrika (Team Atomstrom) verteidigen wollen. Das ist das Schöne am Kapitalismus. Er sorgt stets für reichhaltige Auswahl.
Eine militärische Intervention der Achse USA-Frankreich-Grossbritannien-ECOWAS in Niger, so erklärten es Burkina Faso und Mali soeben, würden sie als «Kriegserklärung» gegen sich selbst auffassen. Eine deutliche Ansage, die der malische Regierungssprecher Abdoulaye Maïga für die traditionell etwas begriffsstutzigen Demokraten aus Nord-Nordwest ein weiteres Mal und – wohl um der Deutlichkeit willen –noch ein drittes Mal wortgleich wiederholt. Guinea sieht das ähnlich, und auch Algerien, das ein militärisches Kooperationsabkommen mit Niger unterhält, wird «im Falle einer ausländischen Intervention nicht untätig bleiben».
Das Letzte, was Westafrika braucht, ist zufälligerweise auch das Letzte, was wir und Sie, und ist zufälligerweise auch das Letzte, was der ganze Rest der Welt braucht: einen weiteren Krieg.
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Quelle:
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Die folgenden 3 Mitglieder haben sich bei sydneyfan bedankt:
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04.08.23, 12:27
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#2
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Chuck Norris
Registriert seit: Sep 2009
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Es ist ja mittlerweile Normalität geworden, dass die Hofnarren in unserem Land den Job der Presse übernehmen. Bei uns in der Presse ist derweil wieder Gegenteiltag und gewählte Regierungen dürfen nicht aus dem Amt vertrieben werden. Also wegen der Demokratie natürlich, was denn sonst?!
Zitat:
All dies wird sich nicht mit guten – oder mit gut geheuchelten – Worten in Luft auflösen lassen, nicht durch die Streichung «verletzenden» Kinderromanvokabulars, nicht durch tolpatschige EU-«Informationskrieger» und noch weniger durch konzertiertes Bombengewitter, sondern nur dadurch, dass sich nach Jahrhunderten nun endlich einmal die realen Beziehungsverhältnisse des Westens zum Globalen Süden ändern. Und Unterdrückung, Bevormundung, Ausplünderung, Rohstoffraub und Übervorteilung durch mafiös ungleiche Handelsverträge ihr überfälliges Ende nehmen.
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Da hat der Sonneborn mal so richtig verschissen, bei denen die zwischen naiven Sprachgebrauch und Ausbeutung mit Todesfolge bzw neokolonialem Anspruchsdenken nicht mal einen graduellen Unterschied machen, lol. Als Kolonialherr im 21. Jhd muss man eben eine Regel beachten: Nicht darüber reden sondern einfach machen! Dumm ist nur ein Fascho, der seine Menschenfeindlichkeit vor sich her trägt.
Das Schlimme ist, dass der Artikel nicht einmal die ganze Dimension unserer Verkommenheit erfasst. [ Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. Bitte einloggen oder neu registrieren ] bei der "die junge Demokratie, deren Bürger hoffnungsvoll in die Zukunft blicken" (Zitat Unfall im Außenministerium) hilft die Flüchtlinge zum Verrecken in die Wüste zu karren. Dies ist Teil der [ Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. Bitte einloggen oder neu registrieren ].
Befreundete Regime, ob "demokratisch" oder nicht, werden offiziell bei der "Terrorismus"bekämpfung unterstützt, weil man Angst hat, dass die üblichen Verdächtigen kein Interesse mehr daran haben Rohstoffe an ihre Feinde zu liefern und schon garkein Interesse an der Flüchtlingsabwehr haben. Die üblichen Verdächtigen[ Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. Bitte einloggen oder neu registrieren ], bei der Frankreich mit dem Wertewesten ganz vorne mit dabei war.
Zitat:
Es gibt Gründe dafür, dass die Bürger in den Strassen west- und zentralafrikanischer Staaten nicht die französische Trikolore oder das kobaltblaue Europabanner, sondern die Flagge Russlands bei sich tragen.
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Das sollte uns zu denken geben. Russland ist nicht nur einfach ferne Projektionsfläche für die Bevölkerung, sondern auch mit Wagner vorne mit dabei! [ Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. Bitte einloggen oder neu registrieren ] Deswegen hat diese Entwicklung das Zeug zu einem Stellvertreterkrieg zu werden, bei der nicht unsere Werte, sonder unsere Gier nach Rohstoffen - insbesondere Uran - im Vordergrund stehen. Das betrifft auch Deutschland, da die Franzosen demnächst öfter mit ihrem Atomstrom einspringen werden müssen bzw sich ihr Bedarf vergrößert. Zudem war die erste Amtshandlung der Putschregierung jeden Export von Uran Richtung Frankreich zu stoppen. Und gerade weil China in Niger schon 2015 abgewatscht wurde ("technische Probleme" öhm ja), wird wahrscheinlich auch Peking ein natürlicher "Freund" der neuen Regierung sein. China wird die Rolle Frankreichs als Abnehmer des Urans sicher gerne übernehmen.
Zitat:
Das Letzte, was Westafrika braucht, ist zufälligerweise auch das Letzte, was wir und Sie, und ist zufälligerweise auch das Letzte, was der ganze Rest der Welt braucht: einen weiteren Krieg.
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An ihren Taten sollt ihr Sie erkennen. Aber erstmal checkt man ab ob man die Generäle nicht kaufen kann. In der Ukraine sieht man, dass die Mittel des Westens dann doch begrenzt sind.
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Folgendes Mitglied bedankte sich bei Nana12:
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04.08.23, 17:12
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#3
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Chuck Norris sein Vater
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Moin,
Zitat:
Zitat von Nana12
In der Ukraine sieht man, dass die Mittel des Westens dann doch begrenzt sind.
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Vorsicht mit solchen Äusserungen! Die Vermutung, der Westen sei gar nicht so böse und allmächtig zu äussern, kann zum Verlust des Feindbildes führen. Eine traumatische Erfahrung, unter der viele DDR Oppositionelle bis heute leiden. Nicht vergessen. Es waren Leute wie Professor Moriarty die Sherlock Holmes berühmt gemacht haben. Ohne ihn wäre er vielleicht Kaufhausdetektiv geworden. Und statt Arthur Conan Doyle hätte vielleicht die Sun seine Geschichten veröffentlicht. Statt "Das Musgrave-Ritual" wäre dann "Das nackte Grauen. Adipöse Rentnerin (79) stiehlt Tanga Slip" erschienen. Sicherlich auch gruselig. Aber irgendwie nicht das Gleiche.
Also sollten wir auch in Zukunft dabei bleiben, das der Westen abgrundtief böse ist und die übermenschliche Güte und Politiker, die uns alle lieben wie sie für den Osten typisch sind nur deshalb nicht zum Zuge kommt, weil der böse, allmächtige Westen das nicht zulässt.
Es ist mir nicht gelungen, in dem Text das Wort Satire unterzubringen. Ich hoffe es geht auch so. Ach, wegen der Sache mit der Rentnerin. Viel Spaß mit dem Kopfkino! Da wollen wir doch froh sein, dass stattdessen [ Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. Bitte einloggen oder neu registrieren ] rauskam.
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Wenn Kik den Preis pro Shirt um einen Euro erhöht um seinen Mitarbeitern ein besseres Gehalt zu zahlen, dann finden wir das alle gut.
Und dann gehen wir zu Takko einkaufen ...
Geändert von Melvin van Horne (04.08.23 um 17:44 Uhr)
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Die folgenden 4 Mitglieder haben sich bei Melvin van Horne bedankt:
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05.08.23, 15:17
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#4
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Are YOU a people person?
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Sonneborn (und ironischerweise Volker Pispers  ) sind phantastische Beispiele dafür, dass Satire mittlerweile die Fähigkeit ist, aus einer Zynikerperspektive praktisch alles über Kapitalismuspolitiken vorauszusagen bzw. zu interpretieren. Einer hat abgedankt, und der andere is in der Politik, lol.
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Die folgenden 2 Mitglieder haben sich bei muavenet bedankt:
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05.08.23, 18:15
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#5
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Chuck Norris
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Zitat:
Zitat von Melvin van Horne
Vorsicht mit solchen Äusserungen!
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Weil sie gegen das Völkerrecht® verstoßen?
Seit 125 Jahren werden sie von Frankreich und dem Westen ausgebeutet (Funfact: Der Putschistenführer wurde von den USA ausgebildet). Und ich kann mir gut vorstellen, dass die Befindlichkeiten eines Teils der Bevölkerung in Deutschland (zB "Ja, aber der Putin..."), so ziemlich am Allerwertesten vorbei geht. Das die von unseren Gegenspielern nicht mehr erwarten dürfen sollte klar sein. Aber jetzt den Zeigefinger zu erheben, wo unsere Fälle schwimmen gehen, zeigt wie wenig sich unsere Sichtweise seit dem 19. Jhd geändert hat. Zitat des Tages von letzter Woche dzau:
Zitat:
Afrikanische Staatschefs aus 17 Ländern sind zu Gast bei Wladimir Putin. Neben Russland ringen sämtliche Großmächte um Einfluss und Rohstoffe auf dem Kontinent. Die Bedingungen diktieren immer öfter die Afrikaner selbst – und Europa geht immer öfter leer aus.
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Das ist das schöne an den Sprachrohren der enthemmten Mittelschicht: Am Ende können sie ihren ideologisches Fundament nicht vollständig verbergen. In dieser Ideologie ist der Afrikaner eben ein Sklave wie anno dazumal, der zu spuren hat. Und damit man noch in den Spiegel gucken kann, gibt es Sprachregelungen die sich einzig auf lexikalischer Ebene abarbeiten. Dafür kann sich ein Nigeraner nichts kaufen, aber wir dafür um so mehr.
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05.08.23, 18:40
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#6
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Are YOU a people person?
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Zitat:
Zitat von Nana12
Das ist das schöne an [...] der enthemmten Mittelschicht: Am Ende können sie ihren ideologisches Fundament nicht vollständig verbergen.
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Apropos ideologisches Fundament:
Sind die Putschtoten (und Folgetoten) "in Afrika" für dich auch "eine Randerscheinung®", [ Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. Bitte einloggen oder neu registrieren ]?
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