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25.03.21, 14:40
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Legende
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Fremde Druckerpatronen sabotiert: Klage gegen HP
Zitat:
Update wie Malware
Der US-amerikanische IT-Gigant HP ist wegen fragwürdiger Updates für seine Drucker verklagt worden, mit denen die Nutzung billiger Fremd-Tintenpatronen unterbunden wurde. Kunden in den USA haben sich zu einer Sammelklage zusammengeschlossen, ihre Anwälte sehen in der Vorgangsweise des Computerriesen „Malware-Methoden“.
Hintergrund: HP hat in der Vergangenheit immer wieder Updates für seine Drucker veröffentlicht, die den Gebrauch von Dritthersteller-Tintenpatronen nachträglich unmöglich machen. Druckte der Drucker vor dem Update noch anstandslos mit der billigen Fremd-Tinte, verweigerte er nach dem Update mit Verweis auf eine defekte Patrone den Dienst. Dabei war die Patrone nicht defekt, sondern schlicht nicht von HP.
Immer wieder Problem-Updates bei HP
Updates, die Fremd-Tinte unbrauchbar machen, hat HP in den letzten Jahren immer wieder ausgeliefert, berichtet „WinFuture“. Vorgewarnt wurden die Kunden nicht, mitunter waren die Updates als „Wartungs-Update“ deklariert. Für Kunden, die sich vor dem Update mit billiger Tinte eingedeckt hatten, diese aber danach nicht mehr nutzen konnten, waren solche Methoden besonders ärgerlich. Bei ihnen wurde im Wesentlichen ihr ganzer Tintenvorrat unbrauchbar gemacht.
Zitat:
Die Updates fügen Code hinzu, löschen oder verändern den Code, vermindern die Fähigkeiten von HP-Druckern und machen die Tintenpatronen der Mitbewerber inkompatibel mit HP-Druckern.
Auszug aus der Sammelklage
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Darum geht es auch bei der neuen Sammelklage in Kalifornien: Die Kläger wollen Schadensersatz für die „Unbrauchbarmachung“ ihrer Drucker. Was HP als Firmware-Update deklariere, sei in Wahrheit etwas, das „wie Malware“ wirke, so die Anwälte. Die Updates „fügen Code hinzu, löschen oder verändern den Code, vermindern die Fähigkeiten von HP-Druckern und machen die Tintenpatronen der Mitbewerber inkompatibel mit HP-Druckern.“
Vorgehen bei HP führte schon öfter zu Klagen
Die Kläger fordern einerseits Schadensersatz, andererseits ein Verbot solcher Vorgehensweisen und damit ein Ende solcher Eingriffe in bereits verkaufte Ware. Ob das Gericht ihnen Recht gibt, bleibt abzuwarten: HP wurde in den letzten Jahren immer wieder Ziel solcher Klagen: 2016 und 2017 kam es zu Prozessen in den USA, 2018 wurde HP in Australien zu einem Bußgeld verteilt.
Beendet hat der Hersteller die Praxis deshalb nicht, lieferte wenige Monate später bereits das nächste Problem-Update aus. Das legt nahe, dass die mit Originaltinte zum Literpreis von Edel-Champagner erzielten Profite die von den Update-Klagen verursachten Kosten übersteigen ...
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Zitat:
8000 EURO PRO LITER
Druckertinte kostet mehr als der teuerste Schampus
Damit ist die Druckertinte teurer als der Edelschaumwein "Armand de Brignac Midas", der dem Kulinarik-Führer "Falstaff" zufolge der teuerste Schampus der Welt ist. Konkret hat der Elektromarkt die Druckertinte wie folgt ausgeschildert: Der Mitnahmepreis für die nur wenigen Milliliter Tinte betrage 39,99 Euro, der hochgerechnete Literpreis belaufe sich damit auf fast 8000 Euro.
Das deutsche IT-Portal "Golem" ist der Sache auf den Grund gegangen und hat beim Elektromarkt nachgefragt, wie das Preisschild zustande kam. Demnach gebe es in den Filialen verschieden große Preisschilder, wobei für Druckertinte normalerweise die kleineren Varianten genutzt werden.
Bei der Epson-Tinte habe man ausnahmsweise ein großes Schild verwendet und versehentlich aus dem Warenwirtschaftssystem den dort hinterlegten Literpreis für das Preisschild übernommen. Der Preis von fast 8000 Euro pro Liter sei korrekt und wurde richtig berechnet.
Preisschild zeigt, wie teuer Tinte wirklich ist
Prinzipiell könnte natürlich jeder Tintenkäufer selbst den Literpreis ausrechnen. Die am Preisschild ausgewiesenen Summen zeigen aber besonders anschaulich, wie unglaublich teuer Druckertinte in vielen Fällen ist. Ein Umstand, von dem ein ganzer Wirtschaftszweig lebt: Tintenhändler, die mit Dritthersteller-Tinte statt Originaltinte Geld sparen helfen und trotzdem selbst noch ganz gut davon leben.
Einer dieser Tintenhändler, toner-dumping.de, hat auf seiner Website ebenfalls einige Berechnungen zum Preis gängiger Druckertinte angestellt. Eine originale HP-Tintenpatrone mit 3,7 Millilitern Inhalt für zwölf Euro koste auf den Literpreis hochgerechnet beispielsweise 3240 Euro, heißt es dort.
Hohe Anforderungen an Druckerpatronen
Der hohe Preis sei prinzipiell begründet: Druckertinte muss viele besondere Anforderungen erfüllen. Sie soll in der Patrone nicht leicht eintrocknen, am Papier dann aber dafür umso schneller. Sie muss wischfest, lichtbeständig und haltbar sein, scharfen Text ebenso wie zarte Pastelltöne treffen.
Das allein rechtfertige die hohen Preise allerdings nicht, heißt es beim Tintenhändler. Vielmehr subventionieren viele Druckerhersteller ihre Drucker auch über die Tinte. Sie verkaufen zuerst die Geräte möglichst günstig und verdienen dann nachträglich mit der teuren Tinte Geld.
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