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[Brisant] Kölner Gedenkort für Opfer des rassistischen Terroranschlags von Hanau zerstört
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22.02.21, 19:12
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#1
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Freigeist
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Kölner Gedenkort für Opfer des rassistischen Terroranschlags von Hanau zerstört
Zitat:

Ähnlich wie hier in Hanau wurde auch in Köln mit Fotos an die Opfer der Anschläge erinnert. (picture alliance/dpa | Boris Roessler)
Unbekannte haben in Köln einen Gedenkort für die Opfer des rassistisch motivierten Anschlags von Hanau zerstört.
Folien mit Namen und Bildern der Opfer wurden abgerissen und in die Böschung am Rhein geworfen. Bei den Ermittlungen werde der Staatsschutz hinzugezogen, teilte die Polizei mit. Zunächst hatten die Kölner Jusos den Vorfall im Stadtteil Rodenkirchen öffentlich gemacht. Der Gedenkort wurde nach Angaben der Jugendorganisation der SPD in der Nacht von Samstag auf Sonntag zerstört.
Diese Nachricht wurde am 22.02.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
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Gedenkplakate für Opfer mit Hakenkreuzen beschmiert
In Frankfurt sind zwei Plakate, mit denen der Opfer des rassistisch motivierten Anschlags in Hanau gedacht werden sollte, mit Hakenkreuzen beschmutzt worden. Der Staatsschutz ermittelt.
Unbekannte haben zwei Gedenkplakate für die Opfer des rassistisch motivierten Anschlags in Hanau mit Hakenkreuzen beschmiert. Die Kreuze seien spiegelverkehrt vermutlich mit einem dicken Filzschreiber auf die Plakate in Frankfurt-Bockenheim gemalt worden, teilte die Polizei mit. Der Staatsschutz ermittelt. Am Freitag war bei einer Veranstaltung in Hanau mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) der Toten gedacht worden.
Am Abend des 19. Februar 2020 hatte der 43-jährige Deutsche Tobias R. neun Menschen mit ausländischen Wurzeln an mehreren Orten der hessischen Stadt bei Frankfurt erschossen, bevor er mutmaßlich seine Mutter tötete und anschließend sich selbst. Zuvor hatte er Pamphlete und Videos mit Verschwörungstheorien und rassistischen Ansichten im Internet veröffentlicht.
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Essen: Widerlicher Schriftzug in Steele verhöhnt Opfer von Hanau – auch in Köln Gedenkorte beschmiert
Einige Gedenkstätten für die Opfer des Amoklaufs in Hanau sind am Wochenende beschmiert oder zerstört worden. So auch in Essen, Köln und Frankfurt am Main.
In Essen in der Bahnunterführung von Neuholland nach Steele prange seit ein paar Tagen der verhöhnende Schriftzug „Hanau HA HA“, teilte das Bündnis „Essen stellt sich quer“ mit.
Opfer des Anschlags von Hanau werden von Nazis in Essen, Köln und Frankfurt verhöhnt
„Ziel solch einer Strategie ist es betroffene Personen gezielt einzuschüchtern, zu verunsichern. Die Nachricht ist: Auch hier ist niemand vor neonazistischem Terror sicher“, so das Bündnis.
Ähnliche Fälle gibt es in Köln und Frankfurt am Main.
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Dieses schöne Land hat ein echtes Problem !
Geändert von MunichEast (22.02.21 um 19:22 Uhr)
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24.02.21, 10:17
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#2
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Polizei ermittelt wegen „Volkslehrer“-Video zu Hanauer Anschlag
Der polizeiliche Staatsschutz ermittelt wegen der Veröffentlichung eines neuen Hetz-Videos gegen den Berliner Rechtsextremisten und selbsternannten "Volkslehrer" Nikolai Nerling. Dieser hatte am Sonnabend ein Video im Internet veröffentlicht, in dem er die Opfer des rassistisch motivierten Anschlags mit neun Toten in Hanau vor einem Jahr verhöhnt und das Gedenken an sie selbst in Zusammenhang mit Hetze bringt.
Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky (SPD) erstattete am Montag Strafanzeige gegen Nerling, wie die Stadt tags darauf bekanntgab. "Im Video beleidigt und verhöhnt der rechte Blogger die Opfer des Anschlags, diffamiert sie als Kriminelle und propagiert einen bevorstehenden 'Rassenkrieg', hieß es in der Mitteilung der Stadt. "Zudem stellt er die rassistischen Motive des Täters in Abrede und bedient migrantenfeindliche."
Mit dem Vorgang seien die Berliner Polizei und das Polizeipräsidium Südosthessen befasst, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur.
In dem 19-minütigen Video behauptet Nerling, es sei "schlicht nicht aufgeklärt", wer den Anschlag vor einem Jahr begangen habe. Tatsächlich ergaben die Ermittlungen eindeutig, dass der 43-jährige Tobias R. am Abend des 19. Februar 2020 neun Menschen an mehreren Orten in der hessischen Stadt erschossen hatte, bevor er mutmaßlich seine Mutter tötete und anschließend sich selbst. Zuvor hatte er Pamphlete und Videos mit Verschwörungstheorien und rassistischen Ansichten im Internet veröffentlicht.
Ein Jahr später versuchte Nerling das Gedenken an die Opfer in einen staatsgefährdenden Vorgang umzudeuten. Die Gefahr gehe nicht vom Rechtsextremismus aus, behauptete er in seinem Clip - sondern von "Migrantifa" und Antifa. "Das sind Terrororganisationen, die wollen Blut sehen."
Nerling schwadroniert über einen "Völkermord gegen Deutsche"
Als vermeintlichen Beleg zog er eine Formulierung auf einem Plakat heran, mit dem in Berlin vielerorts für Gedenkkundgebungen am Sonnabend geworben wurde: Demnach werde der Staat migrantische Minderheiten nicht schützen, diese müssten sich vielmehr selbst in den Kiezen gegen Faschismus und rassistische Gewalt organisieren. Nerling zeigte das Plakat etwa in Moabit und filmte auch eine Kundgebung am Leopoldplatz in Wedding.
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Der Rechtsextremist leitete aus dem Appell einen Aufruf zur Gewalt ab, der angeblich einen "Völkermord gegen Deutsche" zum Ziel habe - gegen den diese sich nun wehren müssten. "Da müssen wir zur Tat schreiten", fabulierte Nerling, denn auf die Polizei könne man sich nicht verlassen. "Wir müssen es alleine schaffen."
Lob für die NPD und eine bedrohliche Prognose
Seinerseits vermied er einen offenen Aufruf zur Gewalt, doch was ihm vorschwebt, zeigte ein kurzer Verweis auf die NPD. Die hatte in der Vergangenenheit immer wieder selbsternannte Bürgerwehren patrouillieren lassen, die Nerling nun lobend erwähnte. Mit dem Konzept verwandt sind auch Vorstellungen von "national befreiten Zonen". Ganz in diesem Sinne rief Nerling in seinem Video zum "Widerstand" auf. Seine bedrohliche Vorhersage: "Es wird zu einem blutigen, unangenehmen Höhepunkt noch kommen."
Hanaus Oberbürgermeister zeigte sich entsetzt. „Ich bin wütend und schockiert, dass so ein Schund im Netz öffentlich zugänglich ist. Diesem rechten Hetzer und seinen rassistischen Aktivitäten muss sofort Einhalt geboten werden“, erklärte Kaminsky. Er habe die Familien der Opfer über die Existenz des Videos informiert. Sie müssten wissen, „dass es das Video gibt und dass wir dagegen vorgehen“, sagte er.
Nerling hatte bis zum Jahr 2018 an einer Grundschule in Berlin-Gesundbrunnen unterrichtet. Nach Berichten über seine Videos, in denen er Verschwörungstheorien verbreitet und gegen Juden gehetzt hatte, wurde er von der Senatsbildungsverwaltung suspendiert. Eine spätere Kündigung hatte auch vor dem Arbeitsgericht bestand, eine Berufung gegen das Urteil zog Nerling schließlich zurück. Zuletzt trat er bei den "Hygienedemos" gegen die Corona-Maßnahmen in Erscheinung.
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Es ist wirklich beschämend wie rechter Terrorismus geleugnet und die Trauer der Angehörigen der Opfer mit Stiefeln malträtiert wird !
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Die folgenden 4 Mitglieder haben sich bei MunichEast bedankt:
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25.02.21, 04:11
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#3
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Alexander Wolf, Vorsitzender der AfD-Bürgerschaftsfraktion in Hamburg AfD löst Eklat in Hamburgischer Bürgerschaft aus
Die Hamburgische Bürgerschaft hat in ihrer Sitzung der Opfer des Anschlags von Hanau gedacht. Für Empörung sorgte die Einordnung der Tat durch den AfD-Fraktionschef, der „Abscheu gegen jeden Versuch, diese Bluttat zu instrumentalisieren“ äußerte.
Mit Ausnahme der AfD hat die Hamburgische Bürgerschaft parteiübergreifend an die Opfer des rassistischen Anschlags von Hanau vor einem Jahr erinnert und vor Hass und Hetze gewarnt. AfD-Fraktionschef Alexander Wolf sorgte am Mittwoch in der Aktuellen Stunde für Empörung, als er die Ermordung von neun Menschen mit migrantischen Wurzeln als Tat eines psychisch kranken Einzeltäters darstellte, die nun politisch instrumentalisiert werden solle.
Damit erkläre er den Familien der Opfer, dass ihre Angehörigen „quasi zufällig ums Leben gekommen sind“, sagte Innensenator Andy Grote (SPD). „Das ist infam, das ist unfassbar.“ Vertreter von SPD, Grünen, CDU, Linker und FDP forderten alle demokratischen Kräfte auf, gegen Rassismus und Rechtsextremismus in der Gesellschaft zusammenzustehen.
In der von der SPD-Fraktion beantragten Debatte forderten Vertreter aller Parteien – außer der AfD – das Zusammenstehen aller demokratischen Kräfte gegen Rassismus und Menschenfeindlichkeit.
Am 19. Februar 2020 hatte der 43-jährige Deutsche Tobias R. in Hanau neun Menschen mit ausländischen Wurzeln an mehreren Orten in der Stadt im Rhein-Main-Gebiet erschossen, bevor er mutmaßlich seine Mutter tötete und anschließend sich selbst. Zuvor hatte er Pamphlete und Videos mit Verschwörungstheorien und rassistischen Ansichten im Internet veröffentlicht.
Der Mann „war vor allem psychisch gestört“, sagte Wolf. „Der zum Mörder gewordene Kranke“ hätte „unter keinen Umständen frei herumlaufen dürfen“. Er äußerte seine „Abscheu gegen jeden Versuch, diese Bluttat zu instrumentalisieren“. Co-Fraktionschef Dirk Nockemann sagte, der Kampf gegen Rechtsextremismus werde zum Kampf gegen die AfD „umgemünzt“.
Je größer der Einfluss der Rechtsextremisten in der AfD wird, desto größer wird die Gefahr, die von der AfD für unsere Demokratie ausgeht.
Andy Grote, Innensenator Hamburgs
Innensenator Grote sagte, neben Hanau hätten auch der Mordanschlag auf den Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke und der Anschlag von Halle 2019 für „eine Zäsur in der Geschichte unseres Landes“ gesorgt. „So präsent und so gefährlich wie jetzt“ sei der Rechtsextremismus für die Demokratie nie gewesen. Der rechts******* Flügel sei auch in der Hamburger AfD aktiv, sagte er. „Je größer der Einfluss der Rechtsextremisten in der AfD wird, desto größer wird die Gefahr, die von der AfD für unsere Demokratie ausgeht.“
Auch SPD-Fraktionschef Dirk Kienscherf verwies darauf, dass Hanau kein Einzelfall sei. Der Kampf gegen Rassismus und Rechtsextremismus sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Deshalb müsse klar sein: „Es darf in Deutschland mit den Rechtspopulisten in den Landesparlamenten keine Zusammenarbeit geben.“
Rechts******* stießen „in die demokratische Mitte der Gesellschaft vor“, warnte die stellvertretende Grünen-Fraktionsvorsitzende Maryam Blumenthal. Es sei Zeit, dass sich „die weiße Mehrheitsgesellschaft“ des Themas wirklich annehme.
Linke sieht „systemisches Versagen“ beim Umgang mit rechts*******r Gewalt
„Was in Hanau passiert ist, kann überall passieren“, sagte der Fraktionschef der CDU, Dennis Thering. Er verwies auf die zunehmende Radikalisierung im Netz und warnte vor Populismus. „Worte dürfen nicht zur Radikalisierung führen bei Menschen, die nur darauf gewartet haben, dass es endlich einmal einer ausspricht.“
Die Bluttat von Hanau sei auch nach einem Jahr noch nicht vollständig aufgearbeitet, sagte der Innenexperte der Linksfraktion, Deniz Celik. Angehörige der Opfer würden bei der Rekonstruktion der Tatumstände von den Behörden alleingelassen. Im „behördlichen Umgang mit rechts*******r Gewalt“ zeige sich erneut „ein systematisches Versagen“.
Rassismus müsse „mit der ganzen Härte des Rechtsstaates“ begegnet werden, sagte die FDP-Abgeordnete Anna von Treuenfels-Frowein. Fahndung und Erkenntnis dürften dabei aber nicht an Landesgrenzen enden.
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Die permanente Ablehnung der AfD rechten Terror als Realität wahrzunehmen. Aber das ist Parteilinie. Stefan Räpple, damals noch AfD Landtagsabgeordneter
erklärte zum Beispiel die NSU mehrfach zum Fake und keine rechts*******n Terroristen. Das ganze ist für die Angehörigen der Opfer von Hanau bitter.
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25.02.21, 09:14
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#4
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Banned
Registriert seit: Jul 2019
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Leider werden sehr oft von bösartigen Menschen Gedenkstätten von Terroranschlägen zerstört. Diese hier ist nicht die erste und wird auch nicht die letzte sein.
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25.02.21, 19:41
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#5
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Streuner
Registriert seit: Aug 2013
Beiträge: 11.082
Bedankt: 13.145
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Auf dem Vorplatz vom „Forum Steglitz“, Schloßstraße 1, Berlin ist heute ein temporärer Gedenkort mit Bildern der Opfer, Blumen und Grablichtern entstanden.
Keine Quelle: Selbst gesehen
Geändert von karfingo (25.02.21 um 20:29 Uhr)
Grund: Flüchtigkeitsfehler behoben
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Die folgenden 2 Mitglieder haben sich bei karfingo bedankt:
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