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[Internet] Zuckerberg sieht für Bannon-Sperre keinen ausreichenden Grund
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13.11.20, 12:37
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#1
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Chuck Norris sein Vater
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Zuckerberg sieht für Bannon-Sperre keinen ausreichenden Grund
Zitat:
Ansprache von Facebook-Chef
Zuckerberg sieht für Bannon-Sperre keinen ausreichenden Grund
Ex-Trump-Berater Steve Bannon hatte darüber gesprochen, den Immunologen Fauci und den FBI-Chef zu köpfen – daraufhin löschte Twitter sein Konto. Facebook hingegen gibt ihm noch eine Chance.

Mark Zuckerberg bei einer Anhörung des US-Kongresses: "Linie nicht überschritten"
Foto: ERIN SCOTT / REUTERS
13.11.2020, 12.38 Uhr
Facebook-Chef Mark Zuckerberg hat sich am Donnerstagabend an die Belegschaft seines Unternehmens gewandt. Dabei äußerte er sich laut übereinstimmenden Medienberichten auch zum Umgang von Facebook mit den gewaltverherrlichenden Äußerungen von Steve Bannon.
Der ehemalige Trump-Berater hatte in seinem Podcast über eine Hinrichtung des FBI-Direktors Christopher Wray und des renommierten Immunologen Anthony Fauci, der die US-Regierung in der Coronakrise berät, gesprochen. "Ich würde ihre Köpfe aufspießen und sie auf den Seiten des Weißen Hauses aufstellen", sagte Bannon in dem Podcast. Der erschien auch auf Facebook, wurde allerdings später gelöscht.
Zuckerberg sagte, dass Bannons Aussagen zwar gegen die Regeln von Facebook verstießen, aber nicht ausreichten, um Bannons Konto zu löschen. Man habe spezielle Vorgaben dazu, wie oft ein Nutzer gegen die Regeln verstoßen müsse, damit ein Konto komplett gelöscht werde. "Die Vergehen hier waren nah dran, aber sie haben diese Linie nicht überschritten", sagte Zuckerberg laut einem Reuters vorliegenden Mitschnitt.
Offizielle Seite von Bannon ist weiterhin online
Facebook hatte Anfang der Woche [ Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. Bitte einloggen oder neu registrieren ]. Die Menschenrechtsorganisation "Avaaz" hatte Facebook zuvor auf falsche Beiträge zu angeblicher Wahlfälschung auf diesen Seiten hingewiesen. Die offizielle Seite von Bannon mit knapp 180.000 Abonnenten ist jedoch bis heute online.
Twitter hatte vergangene Woche entschieden, das [ Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. Bitte einloggen oder neu registrieren ]. Laut eines Facebook-Sprechers werde auch Facebook weitere Maßnahmen ergreifen, sollte es zu weiteren Verstößen kommen.
Eine Sprecherin von Steve Bannon sagte, dass dessen Aussagen nur "metaphorisch gemeint" gewesen seien. Bannon habe niemals zu Gewalt aufgerufen.
Zuckerberg unbesorgt wegen Facebook-Kritikern im Biden-Umfeld
Joe Biden hatte sich in der Vergangenheit kritisch über Facebook geäußert und Mark Zuckerberg als "echtes Problem" bezeichnet. Zuckerberg gab sich gegenüber seinen Mitarbeitern allerdings nicht beunruhigt, dass Bidens Wahlsieg zu einer verschärften Gangart der US-Regierung gegenüber Facebook führen könnte. "Nur weil einige sich kritischer über uns äußern, spiegelt das nicht automatisch die Position der gesamten Administration wider", sagte Zuckerberg auf eine entsprechende Frage eines Angestellten zu [ Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. Bitte einloggen oder neu registrieren ].
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Quelle:[ Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. Bitte einloggen oder neu registrieren ]
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Die folgenden 6 Mitglieder haben sich bei BLACKY74 bedankt:
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13.11.20, 12:54
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#2
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Banned
Registriert seit: Feb 2016
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Zitat:
Zuckerberg gab sich gegenüber seinen Mitarbeitern allerdings nicht beunruhigt, dass Bidens Wahlsieg zu einer verschärften Gangart der US-Regierung gegenüber Facebook führen könnte.
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Kann man so nicht stehen lassen.
Biden war 1991 für den "Comprehensive Counter-Terrorism Act of 1991" verantwortlich, der erstmals Kommunikationsdienstleister und die Hersteller von Hardware zur elektronischen Kommunikation verpflichtete, der Regierung das mitlesen zu ermöglichen wenn notwendig.
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13.11.20, 18:51
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#3
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working behind bars
Registriert seit: Apr 2013
Beiträge: 3.222
Bedankt: 13.798
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Ein interessanter Einblick, wie es bei "Facebook" hinter den Kulissen wirklich aussieht:
Zitat:
Facebook in den USA
Die rechte Empörungsmaschine
Facebook ist inzwischen tief im Ökosystem des US-Konservatismus verankert. In der Führungsriege finden sich immer mehr Republikaner, im News Feed der Nutzer:innen landen mehr konservative als liberale Nachrichten. Dahinter steckt System.
27.10.2020 um 16:23 Uhr - Tomas Rudl - in Demokratie - 3 Ergänzungen
Es liest sich wie ein Who is Who rechtskonservativer US-Medien und Kommentatoren. Fox News, Daily Wire oder Breitbart belegen häufig die Spitzenplätze der beliebtesten Nachrichtenseiten im englischsprachigen Facebook-Universum, zeigen regelmäßig durchgeführte Untersuchungen.
Das ist kein Zufall. Facebook-Chef Mark Zuckerberg verstehe sich zunehmend als politischer Akteur, berichtete kürzlich das Wall Street Journal. In der politischen Situation der jüngeren Vergangenheit bedeutet das in den USA vor allem, nach rechts zu rücken.
Inzwischen soll sich Zuckerberg laut WSJ regelmäßig mit rechten Kommentatoren wie Ben Shapiro austauschen, konservative Aktivisten zum Abendessen einladen und einen direkten WhatsApp-Draht zum Trump-Berater und Schwiegersohn Jared Kushner pflegen.
Wachsende konservative Nutzerschaft
Dahinter steckt die Furcht vor Regulierung. Spätestens seit 2016 werden die Rufe danach immer lauter – ein Gräuel in den Augen vieler Unternehmen aus dem Silicon Valley, die möglichst ungestört ihrem Geschäft nachgehen wollen. Stellt es sich Facebook mit einflussreichen Politikern und deren Umfeld gut, so die Überlegung, könne das Schlimmste schon im Vorfeld unterbunden werden.
Zudem will Zuckerberg die vorgeschobenen Vorwürfe entkräften, allzu „liberal“ zu sein und konservative Stimmen zu unterdrücken, wie es unter anderem Donald Trump behauptet. Dieses Spiel beherrschen die Republikaner meisterhaft und setzen es seit Jahrzehnten gegen Medien ein, ob TV, Radio oder nun soziale Netzwerke.
Geschuldet ist das alles auch der sich wandelnden Nutzerschaft der Plattform. Zwar liegt Facebook weiterhin unangefochten an der Spitze, was Marktanteile und aktive Nutzer:innen in den USA betrifft. Statistiken zufolge nutzen über 200 Millionen Nutzer:innen die Plattform, über zwei Drittel davon besuchen den Dienst täglich.
Doch sie werden zunehmend älter und konservativer. Darauf müsse man Rücksicht nehmen, soll Zuckerberg laut WSJ seinen Mitarbeiter:innen aufgetragen haben, die gegen hetzerische, aber stehen gelassene Postings von Donald Trump protestiert hatten.
Alte Bekannte
Mittlerweile besteht ein guter Teil der Facebook-Führungsriege aus langjährigen Republikanern. Neben dem rechtslibertären Vorstandsmitglied Peter Thiel zählt Joel Kaplan zu den einflussreichsten Managern im Unternehmen. Er leitet das Lobby-Büro in Washington und ist zudem Vizepräsident für Global Public Policy bei Facebook.
Der Jurist ist gut in konservative Netzwerke eingebunden: Zuvor arbeitete er für den Ex-Präsidenten George W. Bush, dem er, gemeinsam mit illustren Gestalten wie den Trump-Vertrauten Roger Stone oder Matt Schlapp, mit fragwürdigen Methoden zum Wahlsieg verholfen hat. Als er sich bei einer Kongress-Anhörung demonstrativ hinter seinen guten Freund stellte, den nunmehrigen US-Höchstrichter Brett Kavanaugh, hat das nicht nur Facebook-intern Tumulte verursacht.
Über die Jahre ist der Einfluss Kaplans dennoch stetig gewachsen. Ihm ist es etwa zu verdanken, dass das reaktionäre Online-Medium The Daily Caller, das es mit der Wahrheit regelmäßig nicht so genau nimmt, zu Faktenchecks auf Facebook herangezogen wird.
Kaplan spielte auch eine entscheidende Rolle dabei, Projekte einzustampfen, mit denen Facebook die Qualität der Plattform verbessern wollte. „Common Ground“ etwa sollte nach den US-Wahlen 2016 den Hass auf Facebook eindämmen, das „Projekt P“ – P für Propaganda – die Flut an Desinformation. Beide Projekte soll Kaplan persönlich abgewürgt haben, weil sie „überproportional Konservative“ getroffen hätten.
Konservative Medien bevorzugt
Nun wurde ein weiterer Eingriff Kaplans bekannt, der in dieses Bild passt und erklärt, warum Facebook inzwischen als Tummelplatz für gefährliche Hetzer gilt. Auch hier sollte die Überarbeitung des News Feeds eigentlich die gesellschaftliche Polarisierung abschwächen – nur, um sie letztlich weiter zu verstärken.
Persönlicher sollte die Auswahl an Beiträgen werden, die Nutzer:innen zu Gesicht bekommen und „Menschen näher zueinander bringen“, verkündete Facebook damals. Postings von Freunden und Familien sollten Priorität haben, Nachrichtenseiten wurden herabgestuft. Schlimm genug: Für Medien, die ihr Geschäftsmodell auf Facebook-Klicks ausgerichtet hatten, war das eine überraschende wie desaströse Entscheidung.
Wie das WSJ jüngst enthüllte, ging Facebook dabei aber vor allem gegen progressive Medien vor, während rechte Postillen vergleichsweise verschont blieben. Zunächst soll in einer ersten Version der veränderte Algorithmus Websites wie das von Ben Shapiro gegründete Daily Wire am stärksten getroffen haben, ein für das Verbreiten von hetzerischer Desinformation bekanntes Medium.
Nach einer Intervention des Policy Teams von Facebook folgte ein neu gewichteter Algorithmus. Wie bestellt traf er linksgerichtete, aber seriöse Medien wie Mother Jones stärker als konservative – und das mehr als ursprünglich geplant, sagten anonyme Quellen dem WSJ. Zuckerberg soll den Plan persönlich abgesegnet haben. Rund eine halbe Million US-Dollar Umsatzverlust habe die Änderung verursacht, sagt die Chefredakteurin von Mother Jones, Clara Jeffery.
Konservatives Nachrichtenökosystem
Eine aktuelle Studie US-amerikanischer Forscher bestätigt den Eindruck, Facebook habe eine rechte, sich selbst verstärkende Empörungsmaschine erschaffen. Im Unterschied zu anderen sozialen Medien wie Reddit sorge die Struktur der Plattform dafür, dass konservative Nutzer:innen im rechten Ökosystem bleiben, selbst wenn sie bei externen Quellen landen – die oft genug Fox News, Daily Caller oder Breitbart heißen.
„In Monaten, in denen typische Konservative Facebook öfter besucht haben als sonst, haben sie Nachrichten konsumiert, die rund 30 Prozent konservativer waren als jene, die sie sonst gelesen haben“, fasst die Washington Post die Studie zusammen.
Jüngere Bemühungen Facebooks, dem sichtbaren Rechtsruck etwas entgegenzusetzen, wirken bloß halbherzig. Ein interner Audit stellte zwar die richtigen Fragen, hinterließ Bürgerrechtler jedoch ratlos zurück. Inzwischen gelöschte QAnon-Gruppen formieren sich unter neuen Namen neu – und erfreuen sich Zustimmung von höchster Stelle im US-Politsystem, die kaum abreißen wird.
Facebook muss sich endlich der Frage stellen, warum es sich auf womöglich gewalttätige Auseinandersetzung nach der US-Wahl vorbereiten muss, wie jüngst durchgesickert ist. Und welche Rolle das Unternehmen dabei gespielt hat, dass es so weit gekommen ist.
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Quelle mit vielen Links:
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Die folgenden 8 Mitglieder haben sich bei Uwe Farz bedankt:
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13.11.20, 20:51
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#4
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Freizeitposter
Registriert seit: Jul 2020
Beiträge: 1.187
Bedankt: 2.566
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Zitat:
Eine Sprecherin von Steve Bannon sagte, dass dessen Aussagen nur "metaphorisch gemeint" gewesen seien. Bannon habe niemals zu Gewalt aufgerufen
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das gleiche ist doch bei trump auch gewesen. er sei missverstanden wurden, es wurde falsch wiedergegeben usw.
2 schritte vor einen zurück. nur ist da der schaden schon angerichtet gewesen.
so wurden die grenzen des "guten geschmacks" immer weiter ausgedehnt. egal bei welchen themen gewalt hass, hetze etc.
@Uwe Farz: sehr interessanter beitrag. das zuckerburg mit seiner firma so eng mit den (ultra)konservativen kuschelt hätte ich nun nicht gedacht. und ich habe im vieles zugetraut.
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Die folgenden 5 Mitglieder haben sich bei bollberg1 bedankt:
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13.11.20, 21:42
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#5
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working behind bars
Registriert seit: Apr 2013
Beiträge: 3.222
Bedankt: 13.798
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Zitat:
Zitat von bollberg1
das zuckerburg mit seiner firma so eng mit den (ultra)konservativen kuschelt hätte ich nun nicht gedacht. und ich habe im vieles zugetraut.
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Richtig gruselig wird es, wenn man weiß, dass Facebook Vorstand Peter Thiel Gründer und Hauptanteilseigner von Palantir ist:
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Gewisse Interessenskonflikte sind da nicht ausgeschlossen.
Selbstredend kann man da den rechtsgerichteten "teamplayer" Bannon nicht ausschliessen.
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Die folgenden 6 Mitglieder haben sich bei Uwe Farz bedankt:
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14.11.20, 19:48
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#6
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Streuner
Registriert seit: Aug 2013
Beiträge: 11.082
Bedankt: 13.145
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Geht das nicht auch gegen die Religion des Herrn Zuckerberg?
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Folgendes Mitglied bedankte sich bei karfingo:
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