EU-Ratspräsident Donald Tusk hat mit einem „Trailer“ für die kommenden diplomatische Großveranstaltungen in Sozialen Netzwerken für Erheiterung und Ärger gesorgt.
Das mit dramatischer Musik unterlegte Video zeigt Tusk in kurzen Schnitten und dynamischen Posen, wie er mit Regierungsspitzen verhandelt und Hände schüttelt, durch Gänge schreitet und in einem Militärflugzeug fliegt.
Im Stil eines Trailers kündigen Texteinblendungen die kommenden diplomatischen Großveranstaltungen wie den informellen Gipfel der Staats- und Regierungschefs in Salzburg und die UNO-Vollversammlungen an. „Ich werde weiterarbeiten“, die „interne und externe Sicherheit steigern“ und „den ‚Brexit‘ managen“, verspricht Tusk über die Texteinblendungen. Danach ruft das Video dazu auf, ihm in Sozialen Netzwerken zu folgen.
Dort sorgte das Video für reichlich Kritik, Erheiterung und Spott. Ein Twitter-Nutzer sprach von „stalinesker EU-Propaganda“, andere beschwerten sich über die Kosten des Videos und orteten einen „Egotrip“. Andere fühlten sich an ein ähnlich dramatisch produziertes Video, das US-Präsident Donald Trump für den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un drehen ließ, erinnert. Darin wurde Kim vor Augen geführt, wie er mit einem neuen Kurs – so wörtlich – zum „Helden seines Volkes“ werden könnte.