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10.05.14, 20:59
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Psychologische Studie: Facebook macht unglücklich
Zitat:
Wem langweilig ist, der scrollt gerne mal bei Facebook durch Belanglosigkeiten wie Urlaubsbilder, Statusmeldungen von Leuten, die man nicht mag, und Essensbilder. Schade nur, dass sich unsere Laune dadurch nicht verbessert, ganz im Gegenteil: Eine Studie zeigt - Facebook macht unglücklich.
Wer des Öfteren bei Facebook unterwegs ist, wird es kennen. Neue Titelbilder, Spieleanfragen, und Essensfotos verstopfen den Newsfeed, und am Ende bleibt die Frage, was eigentlich der Mehrwert der letzten Stunde war. Diese Frage haben sich die Psychologen Christina Sagioglou und Tobias Greitemeyer auch gestellt. Sie interessierte vor allem: Welche Auswirkungen auf die Psyche hat Facebook? Die kurze und eindeutige Antwort: Facebook macht die Menschen unglücklich.
Doch warum tun die Nutzer es sich trotzdem immer wieder an, wenn sie es eigentlich besser wissen müssten? Auch hierzu haben die Forscher eine einfache Antwort: Weil die Menschen das genaue Gegenteil erwarten. Sie glauben, dass sich ihre Laune bessert, wenn sie Zeit auf Facebook mit ihren Online-Freunden verbringen. Mit dieser Einstellung sind sie wie die 650 Millionen anderen User, die sich täglich einloggen. Aber wie wirkt sich der tägliche Konsum von eigentlich belanglosen Nachrichten auf die Emotionen der Menschen aus? Diese Frage interessierte die Forscher, weil sie so noch nicht beantwortet wurde.
Für ihre Studie befragten die Psychologen der Universität Innsbruck 123 Probanden, nachdem sie Zeit in dem sozialen Netzwerk verbracht hatten. Das erstaunliche: Je länger sie Zeit auf Facebook verbrachten, desto schlechter war ihre Laune nachher. Um die Ergebnisse zu validieren, führten sie einen zweiten Versuch durch. Die Probanden verbrachten ihre Zeit diesmal im übrigen Internet, nur nicht auf Facebook. Diese Gruppe fühlte sich anschließend messbar besser als die Gruppe, die ihre Zeit auf Facebook verbrachten. Der Grund für diesen Unterschied: Auf Facebook verbrachte Zeit erscheint bei anschließender Betrachtung als besonders sinnlos.
Doch sollten sie es nicht eigentlich besser wissen? Warum loggen sie sich trotzdem täglich ein, wenn es ihnen nachweislich danach schlechter geht? Die Psychologen erklären das mit dem so genannten affektiven Vorhersagefehler. Das bedeutet einfach gesagt: Wir wissen oft nicht, was uns glücklich macht. Viele Menschen freuen sich beispielsweise auf Rache und fühlen sich tatsächlich noch schlechter, wenn sie diese letztendlich bekommen haben. Oder aber sie insistieren, Entscheidungen stets rückgängig machen zu können, obwohl sie dadurch ihre Unzufriedenheit mit der Entscheidung nur vergrößern. Dieses Verhalten unterscheidet sich nicht von dem der Facebook-Nutzer: Sie sind weiterhin davon überzeugt, dass sie zufriedener sein würden, nachdem sich sich dort eingeloggt hatten.
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