Autor des Bestsellers „American Sniper“ in Texas erschossen
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Hochdekorierter Irak-Veteran
Mit „American Sniper“ hat es Ex-Navy-SEAL Chris Kyle nicht nur auf die US-Bestsellerlisten geschafft, sondern auch für heftige Debatten gesorgt. Nun wurde der „tödlichste Scharfschütze“ der US-Streitkräfte laut Medienberichten erschossen aufgefunden.
Die Tat ereignete sich den Angaben zufolge auf einem Schießstand in Rough Creek Lodge im US-Bundesstaat Texas, so der Sheriff von Erath County, Tommy Bryant, laut „Star Telegram“. Neben Kyle sei demnach noch ein weiterer Toter gefunden worden. Ein 25-Jähriger befinde sich bereits in Haft. Bei dem Tatverdächtigen soll es sich laut CNN ebenfalls um einen Ex-Soldaten handeln. Das Motiv der Tat gilt derzeit noch als offen.
„Dokument moderner Kriegsführung“
Auch Kyle diente zwischen 1999 bis 2009 im Irak und gründete nach seiner aktiven Laufbahn eine Sicherheitsfirma. Über die USA hinaus bekannt wurde der vom Pentagon hochdekorierte Kyle mit seiner im Vorjahr erschienen Biografie, in der er laut „Spiegel“ nicht nur einen „Einblick in das Seelenleben eines trainierten Killers“, sondern auch „ein Dokument moderner Kriegsführung der US-Truppen“ liefert.
In den USA sorgte das Buch für heftige Debatten, wobei etwa die Frage gestellt wurde, ob es sich bei Kyle nun um einen Helden oder um einen Verbrecher handle. Nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums soll Kyle „mehr als 160“ Menschen erschossen haben - inoffiziell könnten es Medienberichten zufolge über 250 sein.
Kopfgeld ausgesetzt
Während Kyle im Irak unter seinen Kameraden als „Legende“ gefeiert wurde, wurde er von den Aufständischen etwa als „Teufel von Ramadi“ gefürchtet. Kyle, auf dem im Irak ein mehrere Zehntausend Dollar hohes Kopfgeld ausgesetzt war, soll laut „Frankfurter Rundschau“ („FR“) seinen Einsatz im Irak als „die beste Zeit meines Lebens“ bezeichnet haben.