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18.09.12, 12:08
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keep it simple
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Mitt Romney beschimpft Obama-Wähler als "Opfer"
Zitat:
Romney beschimpft Obama-Wähler als "Opfer"
Washington - Es ist eine Katastrophe für die Wahlstrategen der US-Republikaner: Im Internet ist ein Video aufgetaucht, das Mitt Romney von seiner harschen Seite zeigt. Der Präsidentschaftskandidat schmäht in dem Film jene "47 Prozent der Menschen", die im November ohnehin für Amtsinhaber Barack Obama stimmen würden, "egal was passiert". Diese würden glauben, "dass sie Opfer sind, dass der Staat die Verantwortung hat, sich um sie zu kümmern".
Jene selbsterklärten "Opfer" glaubten, sie hätten Anspruch auf "Gesundheitsversicherung, Lebensmittel, sozialen Wohnungsbau, was auch immer". Sie würden aber keine Einkommensteuer zahlen.
So jedenfalls beleidigt Romney eine große Zahl seiner Landsleute, wenn er sich nicht in der Öffentlichkeit vor Kameras wähnt, sondern reiche Sponsoren hinter verschlossenen Türen trifft. Dummerweise lief bei einem dieser Treffen eine versteckte Videokamera mit, so dass Romneys Wählerschelte nun im Internet für jeden zu finden ist.
"Ich werde sie niemals überzeugen, für ihre Leben zu sorgen"
Das linksgerichtete Magazin "Mother Jones" hatte am Montag mehrere Ausschnitte von Romneys pikantem Plauderstündchen online gestellt. Zu sehen sind die Teilnehmer eines Spenden-Dinners, sie sitzen um einen Tisch, in den Aufnahmen sind sie unkenntlich gemacht. Der erlesene Kreis lauscht Romney, er steht vorne im schwarzen Anzug, mit schwarzer Krawatte, und hält seinen Vortrag.
ROMNEY-VIDEOMITSCHNITT DES MAGAZINS "MOTHER JONES"
"Es ist nicht mein Job, mich um diese Leute zu kümmern", sagt er. "Ich werde sie niemals überzeugen, Verantwortung für ihr Leben zu übernehmen." Sie wählten Obama, komme was wolle. Er versuche im Wahlkampf, die "5 bis 10 Prozent in der Mitte" zu erreichen. Die, die "nachdenklich" seien.
Serie von Schnitzern
Romneys neueste Entgleisung folgt auf eine Serie von Pannen, die den Obama-Herausforderer im Kampf um das Weiße Haus zurückgeworfen haben. Zuletzt hatte Romney nach den gewaltsamen antiamerikanischen Protesten gegen ein in den USA produziertes Mohammed-Schmähvideo dem Präsidenten Führungsschwäche vorgeworfen. Selbst Parteifreunde tadelten den Republikaner, er hätte angesichts der Attacken auf die US-Vertretungen in Kairo und Bengasi doch besser mitfühlende Worte wählen sollen.
Lange hatte es nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem Republikaner und dem Demokraten ausgesehen. Doch 50 Tage vor dem Urnengang am 6. November liegt der US-Präsident in landesweiten Umfragen vorn. Seit dem Parteitag der Demokraten sehen Demoskopen Obama vier, fünf, sogar sechs Prozentpunkte vor Romney. Auch in den besonders umkämpften Bundesstaaten Ohio und Florida verzeichnen Umfragen einen Vorsprung für den demokratischen Amtsinhaber.
"Nicht elegant" ausgedrückt
Wann und wo das Romney-Video entstanden ist, war zunächst unklar. Chefredakteur David Corn von "Mother Jones" sagt, er sei in Besitz der Originalvideos, die aus Gründen des Quellenschutzes bearbeitet wurden.
Die Welle der Empörung im Internet ist auf jeden Fall groß - so groß, dass die Republikaner prompt reagierten. Noch am Montagabend beriefen sie rasch eine Pressekonferenz ein. Zerknirscht räumte Romney ein, er habe sich "nicht elegant" ausgedrückt. Er habe "aus dem Stegreif" auf eine Frage geantwortet, versuchte er sich zu verteidigen. "Natürlich will ich allen Amerikanern helfen", versicherte er.
Romney forderte, das vollständige Video müsse im Internet gezeigt werden und nicht nur Ausschnitte. An seinen Aussagen hielt der frühere Finanzinvestor und Gouverneur von Massachusetts aber fest.
Für Obamas Wahlkampfteam kommen die heimlichen Aufnahmen sehr gelegen. Die Demokraten versuchen Romney seit Beginn des Wahlkampfs als abgehobenen Multimillionär zu brandmarken, der sich nicht um die Sorgen der Mittelschicht und Arbeitnehmerschaft schere.
Wahlkampfmanager Jim Messina nannte die Äußerungen dann auch "schockierend". Es sei schwer, den USA als Präsident zu dienen, "wenn man die Hälfte der Nation geringschätzend abgeschrieben hat".
heb/AFP/AP/Reuters
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