Plasma- und Rückprojektions-Fernseher werden bis 2016 wohl quasi gänzlich vom Weltmarkt verschwunden sein. Marktforscher rechnen damit, dass sich bis dahin LED-beleuchtete LCDs und OLED-Systeme vollständig durchgesetzt und konkurrierende Technologien verdrängt haben werden.
Laut einer aktuellen Prognose des Marktforschungsunternehmens NPD DisplaySearch werden die globalen Verkaufszahlen von Flachbildfernsehern in diesem Jahr unter dem bisherigen Höchstwert von 250 Millionen Stück in 2010 liegen. Voraussichtlich 245 Millionen Geräte werden wohl an Kunden ausgeliefert. Bis 2015 soll die Zahl allerdings auf 281 Millionen anwachsen.
Dies wird wohl auch das Jahr sein, in dem die letzten Hersteller von Plasma-Fernsehern aussteigen. Der Anteil von LCD-Systemen soll dann mit 269,5 Millionen Stück den Löwenanteil ausmachen. Die übrigen 11,5 Millionen Fernseher werden dann mit einem teureren OLED-Panel ausgeliefert, so die Prognose.
Aktuell sind OLED-Fernseher erst eine sehr kleine Nische. In den kommenden Jahren sollen aber auch Geräte mit größeren Bilddiagonalen auf den Markt kommen, während die Preise langsam sinken. Bei rund 10.000 Dollar Anschaffungskosten für einen 50-Zoll-OLED werden die Geräte Anfangs aber eben nur einen kleinen Käuferkreis finden - insbesondere da normale LCDs immer billiger werden.
Die Marktforscher sehen außerdem einen klaren Trend zu immer größeren Bilddiagonalen - weil diese immer erschwinglicher werden und im Gegensatz zu den Zeiten der Röhrenfernseher kaum mehr Platz wegnehmen. Im vergangenen Jahr lag der Anteil von Systemen ab 50 Zoll noch bei 6,5 Prozent. In diesem Jahr sollen es bereits 7,7 Prozent sein und 2015 wird wohl jeder Zehnte neue Fernseher in dieser Größenklasse abgesetzt.
Weltweit erreicht der Durchschnitt bei den verkauften Bilddiagonalen in diesem Jahr wohl erstmals die Marke von 35 Zoll - Tendenz steigend. In den USA soll bereits im kommenden Jahr ein Mittel von 40 Zoll erreicht werden.