Mengenrabatte genehmigt - VDSL-Preise werden fallen
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Die Telekom darf VDSL-Anschlüsse mit Mengenrabatt an Weiterverkäufer abgeben. Durch die Entscheidung der Bundesnetzagentur sollte es bald günstigere VDSL-Angebote geben.
Die Deutsche Telekom darf ihre VDSL-Anschlüsse künftig mit Mengenrabatt an Kooperationspartner und Großabnehmer oder andere Netzbetreiber verkaufen. Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) berichtet, hat die Bundesnetzagentur ihre Zustimmung zu dem Vermarktungsmodell der Telekom gegeben.
Damit dürften die Preise für VDSL fallen. Ein Telekom-Sprecher sagte Golem.de zu künftigen Partnerschaften: "Das Interesse in der Branche ist sehr groß und wir haben ein Interesse daran, weitere Kooperationen abzuschließen."
Die Regulierungsbehörde hatte den Mustervertrag im Frühjahr 2012 zunächst blockiert, weil sie Wettbewerbsverzerrungen befürchtete. Die Telekom hatte mit einem erweiterten Sonderkündigungsrecht, leicht verringerten Preisabschlägen und anderen Änderungen eine Einigung erzielen können. Die Telekom erklärte am 4. Juli 2012, das monatliche Entgelt um 50 Cent pro Anschluss erhöht zu haben, um der Behörde entgegenzukommen. "Nur durch Kooperationen kann der Netzausbau der nächsten Generation gelingen", sagte Niek Jan van Damme, Deutschland-Vorstand der Telekom. Das veränderte und nun genehmigte Modell ginge nun zur weiteren Konsultation an die EU-Kommission.
Einen ersten Vertrag will die Telekom im September 2012 mit dem Kölner Netzbetreiber Netcologne abschließen, berichtet die FAZ unter Berufung auf Patrick Helmes, Regulierungschef von Netcologne. Basis der Endkunden-Angebote soll ein Bitstream-Access-Produkt sein, so Netcologne. Durch die Verpflichtung der Vertragsparteien, Anschluss-Kontingente abzunehmen, würden attraktivere Konditionen für die Vorleistungen ermöglicht. Beide Unternehmen möchten ähnliche Vereinbarungen auch mit anderen Wettbewerbern schließen. Die Telekom wird auf Basis dieser Einigung einen Layer-2-Bitstromzugang bei Netcologne anmieten.
Zu den Preisen für ihre VDSL-Angebote wollte eine Netcologne-Sprecherin auf Anfrage von Golem.de noch keine Angaben machen.