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[Kurioses] Diplomaten-Kabel stellen Prinz Peinlich bloß

 
 
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Ungelesen 01.12.10, 01:09   #1
Kralle15
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Standard Diplomaten-Kabel stellen Prinz Peinlich bloß

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Erstes prominentes britisches WikiLeaks-Opfer ist Prinz Andrew: Bei einem Brunch in Bischkek plauderte er über korrupte Franzosen und ungebildete Amerikaner. Die Briten reagieren mit Kopfschütteln über den undiplomatischen Prinz - doch Konsequenzen will die Regierung nicht ziehen.

Zitat:
Überschrieben ist die Depesche vom 29. Oktober 2008 mit den Worten "Offene Diskussion mit Prinz Andrew über die Kirgisen". Die Verfasserin Tatiana Gfoeller, US-Botschafterin in der kirgisischen Hauptstadt Bischkek, war von dem Gast aus Großbritannien offensichtlich beeindruckt - wenn auch nicht sonderlich positiv.

Die "erstaunlich offene" Diskussion mit britischen und kanadischen Geschäftsleuten über das Investitionsklima in dem zentralasiatischen Land habe mitunter "ans Rüde gegrenzt", berichtete Gfoeller nach Washington. Der Prinz, der als Sonderbeauftragter britische Außenhandelsinteressen vertritt, sei "großspurig" aufgetreten.

Andrew, schon länger umstritten, dürfte vor allem seine unvorsichtigen Äußerungen über Korruption bereuen. Unter anderem nannte er die mehrjährige Untersuchung eines Rüstungsdeals von BAe Systems mit Saudi-Arabien durch die britische Anti-Korruptionsbehörde eine "Idiotie", die das Geschäft beinahe verhindert hätte.

Unter dem Beifall der Anwesenden schimpfte Andrew auch auf "die ... (Schimpfwort) Journalisten, besonders vom 'Guardian', die ihre Nase überall reinstecken". Diese erschwerten es britischen Geschäftsleuten, Geschäfte zu machen, so der Prinz laut Gfoeller. Als die Investoren sagten, in Kirgisien laufe gar nichts ohne Schmiergelder, lachte Andrew laut und sagte: "Das klingt wie Frankreich".

"Enthüllt - die Vier-Buchstaben-Tirade"

Die US-Botschafterin war vom britischen Botschafter Paul Brummell zu dem Brunch im Hyatt Regency in Bischkek eingeladen worden. Eigentlich sollte das Treffen nur eine Stunde dauern, schreibt Gfoeller. Dank eines "superengagierten Prinzen" wurden jedoch zwei daraus. Gfoeller fiel auch die Abwesenheit von deutschen und französischen Investoren auf: "Sie waren anscheinend nicht eingeladen, obwohl sie auch Mitglieder der EU sind."

Die Depesche, über die der von Andrew so gescholtene "Guardian" im Zuge der WikiLeaks-Enthüllungen in Großbritannien groß berichtete, sorgte für einigen Wirbel. Fast alle großen Zeitungen machten am Dienstag mit der Nachricht auf. "Enthüllt - die Vier-Buchstaben-Tirade, mit der Prinz Andrew die amerikanische Botschafterin schockte", titelte die "Daily Mail". "Großspuriger Prinz attackiert britische Korruptionsuntersuchung", schrieb die "Times". Und die "Sun" nannte Andrew den "Tiraden-Gesandten".
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