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10.09.10, 12:16
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#1
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Süchtiger
Registriert seit: Sep 2008
Beiträge: 859
Bedankt: 2.528
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Wikileaks plant umfangreichen Irak-Leak
Zitat:
Die Whistleblowing-Website WikiLeaks bereitet sich offenbar auf einen weiteren spektakulären Leak vor. Eine große Anzahl von Dokumenten über den US-Militäreinsatz im Irak soll demnächst veröffentlicht werden. Bei der Vorbereitung des Leaks arbeiten die WikiLeaks-Aktivisten offenbar mit einigen Publikationen im Bereich der Online- und Printmedien sowie TV-Sendern zusammen.
Bei den Dokumenten soll es sich um geheime Berichte des US-Militärs handeln. Iain Overton von der britischen Nonprofit-Organisation The Bureau of Investigative Journalism berichtet, dass Medienschaffende aus mehreren Ländern momentan damit beschäftigt sind, anhand des von WikiLeaks erlangten Materials Berichte und Dokumentationen zu erstellen. Diese Berichte werden alle zum selben Datum - voraussichtlich in einigen Wochen - veröffentlicht werden, wie es auch bereits im Falle des Afghanistan-Leaks im Juli dieses Jahres geschah.
Verglichen mit dem Afghanistan-Leak, bei dem mehr als 76.000 Dokumente veröffentlicht wurden, soll der bevorstehende Leak sogar noch größer sein. Overton bezeichnete die bevorstehende Veröffentlichung als "den größten Leak militärischer Informationen", den es jemals gegeben habe.
Kritik, dass man persönliche und potentiell gefährliche Daten nicht sorgfältig unkenntlich macht, will man diesmal nicht aufkommen lassen. Overton erklärte, alle Beteiligten seien sich der Gefahr bewusst und dementsprechend besonders aufmerksam.
Overton berichtete außerdem, dass die Medienpartner, die die Dokumente vorab einsehen dürfen, zumindest teilweise dazu beitragen, die Kosten der Veröffentlichung zu decken. Er vermutet, dass die fertigen Berichte und Dokumentationen sehr unterschiedlich ausfallen werden. Schließlich habe jeder der Beteiligten einen anderen Blick auf das Rohmaterial - und "jeder will seinen Exklusivbericht".
Über den Inhalt der Dokumente gibt es bislang keine gesicherten Informationen. Vermutungen, nach denen ein "Blutbad" durch US-Truppen dokumentiert ist, sind trotz ihrer relativen Verbreitung im Internet bisher reine Spekulation. Als relativ gesichert darf allerdings gelten, dass die Misshandlung von Gefangenen dokumentiert ist - allerdings sollen hierbei in den meisten Fällen irakische Sicherheitskräfte, keine US-Soldaten, die Verantwortlichen sein.
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10.09.10, 15:02
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#2
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Mitglied
Registriert seit: Feb 2009
Beiträge: 280
Bedankt: 95
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Hurra unsere "wir müssen alles wissen" Generation geht weiter...was geht denn bitte die breite Masse irgendein Militärbericht was an?
Ohne Aufarbeitung der Bild kapiert doch die Hälfte der Leute das nichtmal. Und an das originale Rohmaterial kommt auch keiner mehr ran...
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10.09.10, 15:20
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#3
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Banned
Registriert seit: May 2009
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Beiträge: 1.095
Bedankt: 400
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Ich finde es geht auf jeden Fall jeden etwas an. Wieso auch nicht? Wir leben doch alle auf dem gleichen Planet, da wird man wohl wissen dürfen, was in einem anderen Teil der Welt passiert.
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10.09.10, 15:24
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#4
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Mitglied
Registriert seit: Feb 2009
Beiträge: 280
Bedankt: 95
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Wissen dürfen ja. Dafür gibt es genügend Vor-Ort Berichterstattungen. Aber hetzerisch aufgearbeitete interne Dokumente, die nie für die Öffentlichkeit bestimmt waren, weil deren Inhalt einfach nicht von jedem verstanden werden kann (mangels Einstellung, Informationen oder Weitblick)
Bekommt man doch mit, wenn mal ein Video aus einem Kampfhelikopter mit Ton geleaked wird. Da kommen gleich die Moralapostel und analysieren das Verhalten bis ins kleinste Detail.
Dass der Irakkrieg unter falschen Tatsachen begonnen wurde lässt sich nicht leugnen. Aber jetzt im Nachhinein die Moralapostel zu spielen und gerade den armen Schweinen von Soldaten ihre Fehler vorzuhalten finde ich absolut daneben.
Wenn schon, dann bitte die Dokumente im Urzustand online stellen, sodass jeder Interessierte sich selbst(!) informieren kann.
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10.09.10, 16:21
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#5
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Newbie
Registriert seit: Dec 2009
Beiträge: 43
Bedankt: 63
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Zitat:
Zitat von Thraciel
Wissen dürfen ja. Dafür gibt es genügend Vor-Ort Berichterstattungen. Aber hetzerisch aufgearbeitete interne Dokumente, die nie für die Öffentlichkeit bestimmt waren, weil deren Inhalt einfach nicht von jedem verstanden werden kann (mangels Einstellung, Informationen oder Weitblick)
Bekommt man doch mit, wenn mal ein Video aus einem Kampfhelikopter mit Ton geleaked wird. Da kommen gleich die Moralapostel und analysieren das Verhalten bis ins kleinste Detail.
Dass der Irakkrieg unter falschen Tatsachen begonnen wurde lässt sich nicht leugnen. Aber jetzt im Nachhinein die Moralapostel zu spielen und gerade den armen Schweinen von Soldaten ihre Fehler vorzuhalten finde ich absolut daneben.
Wenn schon, dann bitte die Dokumente im Urzustand online stellen, sodass jeder Interessierte sich selbst(!) informieren kann.
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Nunja, wer lachend auf am bodenliegende Menschen feuert ist ganz bestimmt nicht "arm".
Du findest es Falsch wenn man ein Kriebsverbrechen angreift? Wo sind wir den als nächstes? Wenn ein geisteskranke hier Amok läuft oder ein Kind vergewaltigt dann darf man dem "armen" ja auch nix vorwerfen oder wie?
Psyche her oder Psyche hin. Es gibt in der Army auch Tauglichkeitsprüfungen und die Soldaten werden Psychisch auf den Krieg vorbereitet. Von einem Mann in Uniform und einer militärischen Ausbildung darf man wohl noch erwarten das er nicht gleich bei den kleinsten Feindkontakt durchdreht.
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10.09.10, 15:25
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#6
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Zoidberg Jesus will give
Registriert seit: Oct 2009
Beiträge: 558
Bedankt: 815
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Solang du nicht alle Dokumente liest wirst du in keiner Diskussion standhalten. Viel Spaß beim lesen.
Es zu haben und es richtig zu lesen, analysieren und wiedergeben ist ein feiner Unterschied. Ich finde es zwar auch gut das sowas an die Öffentlichkeit herangetragen wird aber solang nicht alles komplett "bearbeitet" wird - kommt nur wieder Medienhascherei dabei raus.
mfg
J.D.
__________________
"If you don´t stand for something, you´ll fall for anything" -Sucker Punch- Wiseman
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10.09.10, 16:28
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#7
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Mitglied
Registriert seit: Feb 2009
Beiträge: 280
Bedankt: 95
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Man möge sich (ich habe ein konkretes Video im Kopf) die Videos mal genau ansehen. Der Pilot/Schütze hat nicht die Zeit in Ruhe zu betrachten wie wir sie haben. er sieht nur jemanden mit etwas länglichem hinter einer Ecke kauern. Da hätte auch ich wenig Skrupel sondern eher Angst um mein Leben.
Welche Musik der Soldat dabei hört oder was er von sich gibt sei doch bitte ihm überlassen. Soll er weinend dasitzen? Jeder Mensch geht anders mit soetwas um und ich denke auch Lachen ist in so einer Situation eine Form der Verarbeitung.
Kriegsverbrechen gehen lediglich Militärgerichte etwas an. Soetwas hat nichts vor einem zivilen Gericht verloren.
Warst du bei der Bundeswehr? Ich bezweifle, dass sich diese "Tauglichkeitsprüfungen" unterscheiden. Du wirst nicht auf psychische Belastbarkeit geprüft sondern allenfalls darauf Befehle ohne zu zögern auszuführen. Das meine ich mit arm, der Soldat selber kann wenig dafür. Er wurde da runtergeschickt und versucht wieder heil nach Hause zu kommen.
Auf Krieg kannst du niemanden psychisch vorbereiten.
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10.09.10, 17:12
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#8
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Newbie
Registriert seit: Dec 2009
Beiträge: 43
Bedankt: 63
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Zitat:
Zitat von Thraciel
Man möge sich (ich habe ein konkretes Video im Kopf) die Videos mal genau ansehen. Der Pilot/Schütze hat nicht die Zeit in Ruhe zu betrachten wie wir sie haben. er sieht nur jemanden mit etwas länglichem hinter einer Ecke kauern. Da hätte auch ich wenig Skrupel sondern eher Angst um mein Leben.
Welche Musik der Soldat dabei hört oder was er von sich gibt sei doch bitte ihm überlassen. Soll er weinend dasitzen? Jeder Mensch geht anders mit soetwas um und ich denke auch Lachen ist in so einer Situation eine Form der Verarbeitung.
Kriegsverbrechen gehen lediglich Militärgerichte etwas an. Soetwas hat nichts vor einem zivilen Gericht verloren.
Warst du bei der Bundeswehr? Ich bezweifle, dass sich diese "Tauglichkeitsprüfungen" unterscheiden. Du wirst nicht auf psychische Belastbarkeit geprüft sondern allenfalls darauf Befehle ohne zu zögern auszuführen. Das meine ich mit arm, der Soldat selber kann wenig dafür. Er wurde da runtergeschickt und versucht wieder heil nach Hause zu kommen.
Auf Krieg kannst du niemanden psychisch vorbereiten.
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Nö, ich war aber im Krieg. Einem schlimmeren als jetzt in Afghanistan.
Du meinst nicht das gleiche Video wie ich. Das zieht nicht, lachen Menschen abzuschlachten ist keine Sache der Verarbeitung. Wenn man in so einer Situation ist wie du es beschreibst, verarbeitet man es nachher nicht gleich. Das war einfach ein Ausdruck der Realitätsferne und Hasses.
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Auf jemanden zu schießen der Verletzte aufsammelt ist mehr als widerwärtig und rechtfertigt nichts. Und jetzt komm mir nicht mit der Psyche oder sonst was. Es sind keine Kämpfer, sie haben keine Waffen und
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Hier der erste Part.
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