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18.08.10, 20:59
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Hank Moody
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Theorie zu schwarzen Löchern im Weltall wankt
Zitat:
Revolution in der Sternenwelt: Die Theorie zu den sagenumwobenen schwarzen Löchern im Weltall ist durch die Entdeckung eines gigantischen Magnet-Sterns ins Wanken geraten. Der Himmelskörper ist Teil eines Sternenfelds namens Westerlund 1 und muss einst mindestens das 40fache der Masse der Sonne erreicht haben, wie eine im internationalen Wissenschaftsmagazin "Astronomy and Astrophysics" veröffentlichte Studie aufzeigt.
Bisher wurde davon ausgegangen, dass Sterne mit einer Masse, die 25 Mal größer ist als die der Sonne, bei ihrem Absterben zu schwarzen Löchern werden - jenen lichtschluckenden Gravitationsmonstern, die entstehen, wenn eine riesige, sterbende Sonne in sich zusammenstürzt. Statt des gigantischen Magnet-Sterns hätte demnach ein schwarzes Loch entstehen müssen.
Nach der gängigen Theorie werden Sterne mit einer Masse zwischen dem zehn- und 25fachen der Sonnenmasse zu sogenannten Neutronensternen. Die Wissenschaftler verfolgen der Studie zufolge nun die Theorie, dass der ursprüngliche Riesenstern zu einer geringeren Masse geschrumpft und so zu einem Neutronenstern geworden sei. Die Antwort könnte demnach in einem Doppelsystem zu finden sein: Der Stern, der zum Magnetar wurde, könnte mit einem Sternenbegleiter geboren worden sein. Als diese Sterne sich entwickelten, könnte es Interaktionen zwischen beiden gegeben haben, und der "dämonische Zwilling" könnte Masse vom Vorläuferstern "gestohlen" haben. Als der Ursprungsstern explodierte, könnten die beiden Sterne aus dem Sternhaufen geschleudert worden sein - und glühende Reste hinterlassen haben: den Magnetar.
"Falls dies der Fall ist, dann könnten Zweiersysteme eine Schlüsselrolle in der Sternentwicklung spielen", berichtet Simon Clark, der Leiter des Forscherteams. Ein solches Zweiersystem könnte demnach wie eine "Diät" für schwergewichtige Sterne wirken. Die Wissenschaftler hatten den Magnetar - einen abgestorbenen Stern mit extrem starker magnetischer Kraft - mit einem besonderen Teleskop von der Europäischen Südsternwarte in Chile aus beobachtet.
Das Sternenfeld namens Westerlund 1, in dem der Magnetar entdeckt wurde, liegt etwa 16.000 Lichtjahre entfernt im Sternbild Ara. Westerlund 1 wurde 1961 entdeckt und ist eines der größten Sternenfelder innerhalb der Milchstraße. Es umfasst hunderte massiver Sterne, von denen manche mit der Strahlkraft von fast einer Million Sonnen leuchten und einige zweitausend Mal den Durchmesser der Sonne haben.
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