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04.04.10, 19:21
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#1
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vivre et laisser vivre.
Registriert seit: Feb 2010
Ort: da
Beiträge: 341
Bedankt: 167
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Die Deutschen verlieren die Lust am Heiraten
Zitat:
Es steht nicht gut um die deutsche Ehe. Die Zahl der Scheidungen steigt stetig und wie eine neue Untersuchung zeigt, haben immer weniger junge Leute Lust, überhaupt erst zu heiraten. Besonders in den großen Städten wird das Single-Dasein zur Norm. Bei den Beziehungen geht der Trend zum getrennten Zusammenleben.
Jetzt, im Frühling, beginnt sie wieder, die Hochzeitssaison. Wer sich traut, hat Fragen über Fragen. Kirchlicher Segen oder nur Standesamt? Was wird aus den Namen? Das Brautkleid von der Stange oder vom Schneider? Welchen Treueschwur, welche Ringe, welche Gäste? Und: Wer bezahlt das eigentlich alles?
Doch für immer mehr Männer und Frauen stellen sich solche Fragen nicht – weder jetzt noch irgendwann. „Die Deutschen verlieren die Lust am Heiraten“, konstatiert Jürgen Dorbritz vom Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB). Der Statistiker hat in einem aufwendigen Prognose-Modell berechnet, dass unter den Jüngeren jede dritte Frau und sogar knapp 40 Prozent der Männer niemals den Bund der Ehe eingehen werden.
„Die Bedeutung der Ehe ist dramatisch zurückgegangen“, sagt Dorbritz. Besonders die ostdeutschen Männer tun sich schwer auf dem Heiratsmarkt. Blieben von ihnen 1980 gerade einmal zwölf Prozent lebenslang unverheiratet, sind es mittlerweile 41 Prozent – ein historisch beispielloser Anstieg. Im Westen stehe der Prozess noch am Anfang, sagt der Forscher. Doch auch hier nehme die Heiratsneigung stetig ab.
Während die traditionelle Ehe auf dem Rückzug ist, sind neue Lebensformen auf dem Vormarsch: Ein-Eltern-Familien, nicht eheliche Lebensgemeinschaften und lockere Beziehungen, bei denen die Partner keine gemeinsame Wohnung haben. Daneben wird – besonders in den Metropolen – das Single-Dasein zur Norm.
Mittlerweile lebt in 39,5 Prozent der Haushalte ein Alleinstehender. In Deutschlands Single-Hauptstadt Berlin liegt die Quote gar bei 54 Prozent. Und es sind keineswegs in erster Linie ältere Menschen, die allein wohnen, weil ihr Partner gestorben ist. „Für die Singularisierung sind vor allem die 25- bis 45-Jährigen verantwortlich“, sagt Stefan Fuchs vom Institut für Demographie, Allgemeinwohl und Familie.
Im scharfen Kontrast zum gesellschaftlichen Wandel steht indes das hohe Ansehen, das die Lebensform Ehe auch heute noch genießt. Umfragen des Meinungsforschungsinstituts Allensbach zeigen diesen Zwiespalt. Zwar lebt nur noch gut jeder Zweite in einer Ehe. Dennoch widersprechen 70 Prozent der Westdeutschen und auch zwei Drittel der Ostdeutschen der Aussage, dass diese Institution veraltet sei.
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Folgendes Mitglied bedankte sich bei Changes:
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05.04.10, 01:25
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#2
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Mitglied
Registriert seit: Dec 2009
Beiträge: 421
Bedankt: 90
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Schlimmer als um die Heiratswilligen steht es um unsere Presse. Vor paar Wochen hieß es noch alte Werte, konservativ kommt wieder und bla bla. Jetzt widerspricht sich die Presse, nur um wieder nen Auflagenreisser hinzubekommen.
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05.04.10, 11:37
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#3
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Tee-Genießer
Registriert seit: Jul 2009
Beiträge: 610
Bedankt: 291
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Gibt ja nicht mehr alzu viele Vorteile um zu Heiraten, dazu wenn man sich die Scheidungsstatistik anguckt und was fuer ein Risiko man da eingeht, wer heiratet da noch wirklich freiwillig?
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05.04.10, 11:53
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#4
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Anfänger
Registriert seit: Aug 2008
Beiträge: 12
Bedankt: 36
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Warum Heiraten ?, Leasing ist doch heute so einfach.
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Bis die Tage
mrbigstaff
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05.04.10, 12:03
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#5
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Banned
Registriert seit: Sep 2008
Ort: Knastplanet
Beiträge: 1.114
Bedankt: 53
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Was will man machen, wenn man umsonst poppen will, und ne Putze sucht, zum Nulltarif?
Ironie Off
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05.04.10, 12:06
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#6
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Banned
Registriert seit: Jul 2009
Beiträge: 187
Bedankt: 58
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Zitat:
Zitat von ress
Gibt ja nicht mehr alzu viele Vorteile um zu Heiraten, dazu wenn man sich die Scheidungsstatistik anguckt und was fuer ein Risiko man da eingeht, wer heiratet da noch wirklich freiwillig?
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Weil die meisten die Werte der Ehe garnicht kennen und denen ist es auch nicht davor klar was die Ehe eigentlich ist.
Mir kommt es so vor als ob es Heutzutage die Ehe, einen weiteren Handyvertrag gleichgesetzt wird, nach 6-12 Monaten will man was neues und Kündigt den Vertrag.
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05.04.10, 20:59
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#7
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Chuck Norris
Registriert seit: Sep 2009
Beiträge: 3.738
Bedankt: 5.859
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Zitat:
Zitat von temnozor91
Weil die meisten die Werte der Ehe garnicht kennen und denen ist es auch nicht davor klar was die Ehe eigentlich ist.
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Die Ehen vergangener Zeiten bestanden grösstenteils aus "Zusammenraufen" und wurden aus den Umständen heraus geboren. Insbesondere für Frauen war es eine Bedingung "unter die Haube" zu kommen. Heute ist man wählerischer geworden. Dadurch probiert man auch mehr aus.
Liebe und Harmonie ist heute weit wichtiger als damals. Die Ehe ist kein Muss mehr, und man kann sich mehr auf das Wesentliche konzentrieren. Viele fragen sich zurecht wieso man heiraten sollte. Abgesehen von finanziellen Gründen und Absicherung bleibt da nicht mehr viel. Heiraten wird zum verzichtbaren Selbstzweck.
Die Partner wissen was zwischen ihnen passiert. Sie brauchen sich weder voreinander beweisen wenn sie das nicht wollen, noch vor anderen rechtfertigen.
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06.04.10, 09:19
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#8
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Psycho Cowboy
Registriert seit: Jan 2010
Beiträge: 282
Bedankt: 138
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bei den ganzen verträgen ist es ja auch normal irgendwie
des hat verdammt schlechte auswirkungen für die geburtenrate von deutschland
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