Mal fehlende Kommas, zu viele und falsch gesetzte Kommas, nicht ausgeschriebene Zahlen, fehlende Absätze außer acht lassend solltest Du erst einmal Dir im Klaren sein, was Du schreiben willst. Roman oder Kurzgeschichte.
Bleib vorläufig bei Kurzgeschichte. Viele Romane entstanden aus Kurzgeschichten.
Du greifst vieles voraus. Es liest sich mehr wie eine Inhaltsbeschreibung als ein Prolog.
Was wird es? Eine Stadt namens Dueval gibt es nicht. Also SF, ein Krimi in einer Pararellwelt?
Mach Dir einen Umriß mit Figuren, die vorkommen werden. Schreibe einen Lebenslauf für den Protagonisten, für den Schattenkiller auf den Du immer zugreifen kannst. Das macht die Figuren lebendig und glaubhaft.
Wie willst Du die Story schreiben? Nur aus der Sicht des *Spezialisten*? Oder auch mal aus der Sicht des *Schattenkillers*? Ehrlich gesagt bezweifle ich, dass du weißt, wie die Geschichte sich entwickeln wird.
Lea Abrams, langes blondes Haar, braune Augen, 22 Jahre alt und unschuldig
Ähh ... woher weiß der Erzähler dass sie unschuldig ist? Das ist eine Mutmaßung und sowas macht den Erzähler zu einem unzuverlässigen Charakter.
Lea Abrams, langes blondes Haar, braune Augen, 22 Jahre alt. Im Tod sieht sie so schrecklich bleich und unschuldig aus.
Nur ein Beispiel. - Merkst den Unterschied?
Die Schreibe an sich finde ich ganz ok. Keine unnötigen Füllwörter, keine überlangen Schachtelsätze. Was fehlt ist die Spannung.
Sturm.
Der heftige Wind peitscht eiskalten Regen in Böen fast waagrecht durch die fast menschenleeren Straßen.
Naja, Deine Story. Mach was daraus.
Einen Tipp habe ich. Schnapp Dir ein Buch und lies laut. Mach eine winzige Pause beim sprechen nach einem Komma, eine etwas längere nach einem Punkt. Mit der Zeit bekommt man ein Gefühl für Satzzeichen. Und man liest bewusster, erkennt den Spannungsaufbau, die Sprünge bei Absätzen.
Und sei Dein härtester Kritiker.
__________________
Umfahren ist das Gegenteil von umfahren!
|