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myGully |
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30.03.13, 22:53
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#1
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Legende
Registriert seit: Aug 2011
Ort: in der Wildnis
Beiträge: 15.518
Bedankt: 34.775
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Zypern: Sparern drohen bis zu 60% Verluste
Zitat:
Sparern drohen hohe Verluste
Einlagen ab 100.000 Euro müssen einen Verlust von rund 60 Prozent erwarten.
In Zypern müssen wohlhabende Bankkunden einen deutlich größeren Beitrag zur Stabilisierung des Finanzsektor beitragen als bisher bekannt. So bestätigte die Zentralbank des Landes am Samstag, dass sich die Kunden der Bank of Cyprus mit Spareinlagen von mehr als 100.000 Euro auf einen Verlust von rund 60 Prozent einstellen müssten. Bisher war ein Abschlag von 30 bis 40 Prozent erwartet worden. Bis zur Grenze von 100.000 Euro sind die Spareinlagen garantiert und sollen nicht zur Rettung des von der Staatspleite bedrohten Euro-Landes angetastet werden.
Großkunden werden zur Kasse gegeben
Der zypriotische Finanzminister Michalis Sarris teilte am Samstag in Nikosia die Modalitäten für die Rettung von Zyperns größter Bank mit. Vermögende werden dabei in einem ersten Schritt mit 37,5 Prozent ihrer Einlagen oberhalb der 100.000-Euro-Grenze zur Kasse gebeten. Wer beispielsweise 200.000 Euro bei der Bank of Cyprus hat, dem bleiben 100.000 Euro sicher. Auf die verbleibenden 100.000 Euro wird nun laut Sarris eine erste Zwangsabgabe von 37,5 Prozent - also 37.500 Euro - erhoben. Weitere 22.500 Euro könnten folgen: "Wir werden zusätzlich 22,5 Prozent sozusagen beiseitelegen", sagte Sarris im zypriotischen Fernsehen (RIK). Falls die Bank of Cyprus noch mehr Geld zur Rettung benötige, werde man auch diese 22,5 Prozent nehmen. Die Sparer sollen für ihre Verluste Aktien der Bank bekommen.
Die Nachrichtenagentur Reuter berichtete unter Verweis auf die Zentralbank, dass Anleger für ihre Einlagen ab 100.000 Euro Aktien der Bank of Cyprus im Wert von lediglich 37,5 Prozent erhalten sollen. 22,5 Prozent der Einlagen über der Grenze sollten gar nicht berücksichtigt werden, seien also verloren. Die restlichen 40 Prozent sollten nur dann ausbezahlt werden, wenn sich die Bank gut entwickle.
Laut AFP werden 37,5 Prozent der Guthaben von mehr als 100.000 Euro bei der größten Bank des Landes offiziellen Angaben vom Samstag zufolge in Aktienkapital umgewandelt. Weitere 22,5 Prozent sollen für drei Monate eingefroren werden, bis feststehe, ob weitere Abgaben erforderlich seien. Der Abgeordnete Marios Mavrides der konservativen Regierungspartei Disy von Staatschef Nikos Anastasiades sagte der Nachrichtenagentur, die restlichen 40 Prozent würden sechs Monate lang auf einem Konto "blockiert".
Die zweitgrößte Bank, die Laiki Bank (Volksbank), soll den Plänen zufolge gespalten werden. Nur Geldeinlagen bis 100.000 Euro werden gerettet. Diese gehen an die gesunde Bank, die von der Bank of Cyprus übernommen wird. Der Rest geht an eine sogenannte Bad Bank. Die Sparer können hoffen, dass sie in der Zukunft einen Teil ihrer Gelder zurückbekommen. Eine bereits eingesetzte Insolvenzverwalterin soll unter anderem über den Verkauf von Immobilien der Bank versuchen, Geld einzusammeln.
Am Samstag blieben die Banken in Zypern zu, nur einige kleinere Genossenschaftsbanken machten auf. Die Geldinstitute werden am Dienstag wieder öffnen, wie die Zentralbank mitteilte.
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30.03.13, 22:59
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#2
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Banned
Registriert seit: Aug 2010
Beiträge: 1.177
Bedankt: 1.376
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Und wieviel Zeit bekommen diejenigen mit Vermögen weit jenseits der Millionengrenze um das Geld raus zu schaffen?
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31.03.13, 10:59
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#3
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Echter Freak
Registriert seit: Sep 2010
Beiträge: 2.395
Bedankt: 3.163
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Zitat:
Die Sparer sollen für ihre Verluste Aktien der Bank bekommen.
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Wer will denn Aktien von einer maroden Bank als Sicherheit? Geld in einen Fass ohne Boden zu stecken, vor allem sollen Kapitalisten durch die geprellten Anleger gerettet werden, für Ihre Gier, in der sie selber zum Opfer gefallen sind. Das ist ein Schlag in die Magengrube jedes einzelnen Anlegers, der vielleicht jahrelang für dieses Kapital geackert und gespart und in der vermeintlich sicheren Bank angelegt hat.
Zitat:
Die Nachrichtenagentur Reuter berichtete unter Verweis auf die Zentralbank, dass Anleger für ihre Einlagen ab 100.000 Euro Aktien der Bank of Cyprus im Wert von lediglich 37,5 Prozent erhalten sollen. 22,5 Prozent der Einlagen über der Grenze sollten gar nicht berücksichtigt werden, seien also verloren. Die restlichen 40 Prozent sollten nur dann ausbezahlt werden, wenn sich die Bank gut entwickle.
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Also sind die restlichen 40% der 100,000 € doch nicht sicher. Nur wenn es der Bank gutgehen sollte, dann können die Anleger über diese 40% verfügen, vorher aber nicht. Dann gehe ich davon aus, bevor die EU weiteres Geld zuschiesst, eben diese Anlagen für die Gesundung der Banken im Status "konfisziert" behält.
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31.03.13, 12:41
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#4
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Profi
Registriert seit: Sep 2010
Beiträge: 1.708
Bedankt: 1.268
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o.ô und sowas kann legal durchgezogen werden?
ich werd mein geld wohl nie auf ner bank anlegen..dann lieber in immobilien oder gütern.
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31.03.13, 12:51
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#5
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Echter Freak
Registriert seit: Sep 2010
Beiträge: 2.395
Bedankt: 3.163
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Zitat:
Zitat von Beyond Birthday
o.ô und sowas kann legal durchgezogen werden?
ich werd mein geld wohl nie auf ner bank anlegen..dann lieber in immobilien oder gütern.
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Aus EU-Sicht, ja.
Wo damals die Hyper Real Estate in Schieflage bzw. Konkurs geriet, da mussten auch nicht die Anleger für die Sanierung gerade stehen. Da sprang die Regierung ein. Damals wäre auch sowas undenkbar gewesen, da hätte ein Gericht bestimmt etwas gegen die Enteignung gehabt und sich demokratisch, gegen die Bank, aber für die Anleger entschieden.
Die EU entscheidet nicht im Sinne des Volkes, sondern um das Wohl der Kapitalisten und Banken.
Man sollte sein Vermögen 30% in Immobilien, 30% in Wertpapiere, Aktien,Bundesschatzbriefe und die übrigen 40% in Geldanlagen anlegen.
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31.03.13, 13:42
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#6
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Erfahrenes Mitglied
Registriert seit: Sep 2010
Beiträge: 661
Bedankt: 1.168
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Zitat:
Zitat von Ghozz
Damals wäre auch sowas undenkbar gewesen, da hätte ein Gericht bestimmt etwas gegen die Enteignung gehabt und sich demokratisch, gegen die Bank, aber für die Anleger entschieden.
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Wo siehst du da Enteignung? Die beiden zyprischen Banken, die jetzt betroffen sind, sind schon seit Monaten nur noch mit Staats- und EU-Geldern am Leben gehalten worden. De facto waren beide Banken schon längst pleite.
Und im Falle einer Bankeninsolvenz ist in der EU nun mal nur die Einlagensicherung bis 100.000€ garantiert. Was schon deutlich mehr ist als bei den meisten anderen Anlageformen, da ist nämlich im Insolvenzfall meisten alles weg.
Wirklich überraschend ist das alles übrigens nicht, die Zinssätze in Zypern waren im Vergleich zum Rest der EU astronomisch. Wo sollte das Geld für die Zinsen denn herkommen, wenn nicht a) aus einem Schneeballsystem oder b) aus hochriskanten Spekulationsgeschäften? Und dass Banken, die mit völlig unrealistischen Zinsen locken auch mal pleite gehen können, sollte seit den Bankeninsolvenzen in Island vor ein paar Jahren eigentlich jeder mitbekommen haben.
Was mich noch interessieren würde: was verstehst du unter "gegen die Bank, aber für die Anleger" entscheiden? Die Bank verstaatlichen, abwickeln und die Sparguthaben mit Steuergeldern bezahlen? Irgendwo muss das fehlende Geld ja schließlich herkommen. Dabei wäre dann allerdings die Frage, wieso die Allgemeinheit dafür zahlen muss, dass einige jahrelang gut an den Zinsen verdient haben und jetzt plötzlich auf einer Einlagensicherung in voller Höhe bestehen, die es niemals gab.
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04.04.13, 09:13
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#7
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Chuck Norris
Registriert seit: Sep 2009
Beiträge: 3.738
Bedankt: 5.859
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Zitat:
Zitat von Lord_Wellington
Wo siehst du da Enteignung?
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Die Einlagen der Banken gehören den Sparern nicht der Bank!
Zitat:
Zitat von Lord_Wellington
Wirklich überraschend ist das alles übrigens nicht, die Zinssätze in Zypern waren im Vergleich zum Rest der EU astronomisch. Wo sollte das Geld für die Zinsen denn herkommen, wenn nicht a) aus einem Schneeballsystem oder b) aus hochriskanten Spekulationsgeschäften? Und dass Banken, die mit völlig unrealistischen Zinsen locken auch mal pleite gehen können, sollte seit den Bankeninsolvenzen in Island vor ein paar Jahren eigentlich jeder mitbekommen haben.
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Das Problem der zypriotischen Banken, waren eher weniger die Zinsen, die andere Oasen ebenfalls versprechen, sondern, dass das Land hauptsächlich in Griechenland investiert hat. Dank des deutschen Sparwahns und der Rezession dort waren also Verluste unvermeidlich. Da spielen die Zinsen weniger eine Rolle, wenn man Verluste macht (die man mit dem Eigenkapital ausgleichen muss).
Islands Problem waren die sogenannten Carry Trades aus anderen Ländern. Man leiht sich Geld in einer Währung mit niedrigen Zinsen (zB japanische Yen), und legt es bei einer Währung mit hohen Zinsen an (isländische Krone). Das kleine Land wurde derart mit Geld überschwemmt, dass es nur zum Crash kommen konnte.
Zitat:
Zitat von Lord_Wellington
Dabei wäre dann allerdings die Frage, wieso die Allgemeinheit dafür zahlen muss, dass einige jahrelang gut an den Zinsen verdient haben und jetzt plötzlich auf einer Einlagensicherung in voller Höhe bestehen, die es niemals gab.
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Stop mal, niemand pocht auf eine Einlagensicherung die es niemals gab (vor allem, da die für Kleinsparer nur gilt, wenn die Bank pleite ist - und das wurde ja mit der Enteignung verhindert).
Es geht um die 'Botschaft' an alle Sparer in der EU, dass ihr Geld im Extremfall nicht mehr sicher ist. Dies führt zur Kapitalflucht (wobei man das in Deutschland jetzt nur auf Zypern begrenzt, aus Angst jemand könnte sein Geld aus Spanien, Italien etc abziehen). Mit der Kapitalflucht droht aber eine weitere Bankenkrise.
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31.03.13, 13:57
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#8
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Erfahrener Newbie
Registriert seit: Nov 2012
Beiträge: 159
Bedankt: 110
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Diese Geldanlagen sind wie Lotto SPIELEN. Du kannst Gewinnen oder Verlieren. Oder kannst du am Ende des Jahres deine Einsätze zurück verlangen, weil du nicht gewonnen hast?
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31.03.13, 15:05
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#9
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Stammi
Registriert seit: Feb 2011
Ort: a long way from home
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Bedankt: 1.398
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Tja, da haben so viele Leute ihr Geld nach Zypern gebracht, um in ihrem eigenen Land die Steuer zu umgehen und jetzt ist die schöne Kohle am Arsch.
Könnte man sagen dass sowas passiert, wenn man zu gierig wird.Wenigstens sind die kleinen Leute davon nicht betroffen.
Na mal gut, dass das in der Schweiz nicht passieren kann.
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02.04.13, 21:29
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#10
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Stammi
Registriert seit: Feb 2009
Beiträge: 1.111
Bedankt: 2.926
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Bis zu 60%?
Ich glaub das ist nichtmal die Spitze.
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Von den Einlagen über 100k sind erstmal 96%+ gesperrt.
Wenn er 6-7 Jahre wartet würde sich sein Verlust auf 80% verringern wurde ihm inoffiziell gesagt.
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