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myGully |
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28.01.13, 19:51
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#1
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Anfänger
Registriert seit: Dec 2012
Beiträge: 2
Bedankt: 0
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Feedback-Gespräch als Mediengestalter nur negativ! :(
Hallo zusammen,
erstmal vorab zu meiner Person: Bin im 2. Ausbildungsjahr zum Mediengestalter (Digital und Print) in einer "etwas" größeren Firma, kurz vor der Zwischenprüfung und zurzeit "fürchte" ich mich jeden Tag zur Arbeit zu gehen.
Hauptgrund dafür war ein Feedback-Gespräch mit meinem Ausbilder vor 2 Wochen: Ich wusste bereits, dass ich in einigen Punkten (z.B. Umgang mit Photoshop und Schnelligkeit mit Programmen) Kritik einstecken muss, aber dass ich dann 1,5 Stunden (von 9:00 - 10:30 Uhr) im Prinzip NUR Kritik einstecken musste, fand ich sehr stark übertrieben.
Darunter fielen auch teilweise "unnötige" Sachen wie Dinge, die ich vor 3-4 Monaten mal gemacht hatte und dann eben kurz nachgefragt hatte (beim 2. mal schreib ich mir die Sachen auch immer gleich auf, damit ich´s beim 3. mal auf jeden Fall weiß), angeblich laufe ich mit Händen in den Hosentaschen durch die Gänge, was meiner Meinung nach auch nicht stimmt, ich würde Behauptungen aufstellen, die sich hinterher als falsch oder unwahr erweisen und andere Kollegen wundern sich, wie ich mich "wiedergebe". Dabei verstehe ich mich mit dem Rest der Abteilung blendend und hatte nie Probleme mit meinen Kollegen.
Die heftigste der Aussagen ist im Prinzip: Zum jetzigen Zeitpunkt werde ich im Betrieb NICHT übernommen (obwohl bislang alle Azubis übernommen wurden).
Nun zum Kernpunkt: Ich überlege mir, ob ich meinen "Frust" bei meiner Personalleiterin rauslasse, da ich auch ein sehr angenehmes Verhältnis zur ihr habe. Ich hatte eigentlich bereits letzte Woche einen Termin, um das "Berichtsheft zu zeigen", bei dem ich eig. über meine Situation reden wollte.
Das Problem ist, ich bin extrem schüchtern (was auch zur Kritik des Feedback-Gesprächs gehörter  und in dem Fall auch pessimistisch, da ich befürchte, er würde sich dann direkt mit meiner Ausbilderin auseinandersetzen, auch wenn ich sie bitten würde, es niemanden zu erzählen. Darüber hinaus befürchte ich dann, dass mein Ausbilder mit mir niewieder über irgendetwas reden wird
Die andere Möglichkeit wäre, den Vertrauenslehrer meiner Berufsschule anzusprechen. Auf der einen Seite ist da der Vorteil, dass ich für ihn komplett anonym bin, da wir uns nicht kennen, auf der anderen Seite kann ich mir im Voraus kein Bild machen, wie derjenige so drauf ist...
Ich habe mich auch schon mit Freunden darüber unterhalten, die sagen natürlich "ja los, geh zur Personalleiterin, du bist nicht so, wie dich der Ausbilder darstellt", aber bei der Begründung tun sie nur alles schönreden... ich bin ja derjenige, der das schlechte Gewissen hat >.<
Hoffe, ich habe euch nicht zu sehr zugetextet, aber es ist mir wirklich sehr wichtig und bin über jegliche Hilfe von euch dankbar!
Vielen Dank im Voraus!
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28.01.13, 20:18
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#2
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Anfänger
Registriert seit: Mar 2010
Beiträge: 28
Bedankt: 19
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Vielleicht solltest du die Kritik die dir jemand mit mehr Erfahrung gegeben hat, wahrnehmen und verstehen, dass du dich in mancherlei Hinsicht ändern musst. Wenn dein Ausbilder dir in einem so langen Gespräch dir die Kritikpunkte an dir aufzeigt, wird er dich sicherlich auch nicht blöd finden. Denn wenn du ihm am Arsch vorbei gehen würdest, würde er dir nicht so konkrete Hinweise geben.
Und das dein Ausbilder nicht Unrecht hat, sieht man an diesem Beitrag von dir, wo du anstatt erstmal selbst zu reflektieren, direkt überlegst dich auszuheulen bei der Personalleiterin. Anstatt also etwas zu verändern, willst du direkt dich in die Opferrolle stellen.
Nehmen wir mal diese Sache mit den Händen in der Hosentasche. Du sagst, dass es garnicht stimmt. Aber wieso sollte er darüber lügen? Was würde es ihm in einer Vier-Augen Situation bringen sowas zu erfinden? Entweder er hat das öfter gesehen oder du hast da was falsch verstanden. Wenn es zum guten Umgangston in der Firma gehört nicht mit den Händen in den Hosentaschen rumzulaufen, dann achte gefälligst darauf deine Hände nicht in die Hosentaschen zu stecken.
Das ist ja etwas was man sofort ändern kann. Aber da er ja 90 Minuten mit dir über deine Schwächen geredet hat, gibt es da sicherlich noch andere Dinge. Schreib die am Besten auf und überlege dir wie du diese Schwächen ausmerzen kannst. Wenn du dich nicht mehr erinnern kannst, solltest du deinen Ausbilder nochmal aufsuchen und ihn um konkrete Verbesserungsvorschläge bitten. Das wird einen positiven Eindruck machen (wenn du es geschickt anstellst und nicht mit "Hey ich weiß nicht mehr genau was Sie vor 2 Wochen gesagt haben, können Sie das mal wiederholen?").
Zusammenfassung:
Die Kritik von erfahreneren Menschen aufnehmen und versuchen die eigenen Schwächen auszumerzen. Dein Ausbilder meint es nur gut und der Spruch mit dem nicht übernehmen, soll dir zeigen, dass du relativ schnell daran arbeiten sollst.
Also nicht die Schuld auf den bösen bösen Ausbilder schieben und zur Personalleiterin rennen, sondern Ärmel hochkrempeln und losackern!
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28.01.13, 23:31
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#3
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Profi
Registriert seit: Sep 2009
Beiträge: 1.818
Bedankt: 1.593
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Das sehe ich genauso wie "xanten".
Mag sein dass in deinen Augen jetzt so einiges Unnötig oder übertrieben kommt, doch dir sollte auch klar sein dass dein Chef und Ausbilder vieles ganz anders sieht als du selbst es wahrnimmst.
Und das schlauste hier ist wirklich die Kritik nehmen, draus lernen und dich verbessern.
Der Punkt selbst von dir aus nochmal zum Ausbilder zu gehen und vielleicht um Hilfe zu beten, klingt garnicht so doof.
So zeigst du nämlich wirklich interesse daran a) dich zu ändern bzw. zu bessern unb b) dass du in dem Betrieb bleiben willst.
Ganz schlechte Idee ist es in meinen Augen dritte da mit hineinzuziehen.
Du sagst du verstehst dich mit allen anderen blendend. Okay du weißt es, deine Kollegen wissen es, aber komme nicht mit soner banalen Aussage als Gegenargument an um die Kritik niederschmettern zu wollen. Der Schuss geht garantiert nach hinten los.
Zudem wirft es ein verdammt schlechtes Licht auf dich wenn du dir erst diese Rede anhörst in der es ja darum geht dass du dich bessern musst, du aber kurz darauf dich bei anderen ausheulst. Das ist unreif und zeigt ganz klar dass du nicht richtig mit Kritk umgehen kannst.
Und wie xanten ja schon sagte, dein Ausbilder wird nicht 90 Minuten seiner Zeit opfern und dir den Zaunpfahl quasi schon über den Schädel ziehen statt nur damit zu winken, obwohl er garkein Interesse an dir hat.
Sieh das ganze als Motivation daran zu arbeiten dass du seine Meinung von dir änderst und vielleicht doch übernommen wirst.
Wenn das alles nicht hinhaut, dann heul nich rum wenn du nicht übernommen wirst sondern nimm das ganze als Lektion für die folgenden Arbeitsplätze.
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29.01.13, 12:27
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#4
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Erfahrenes Mitglied
Registriert seit: Mar 2010
Beiträge: 676
Bedankt: 659
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Da kann ich xanten und Setchan in allem nur zustimmen.
Es mag allerdings sein, dass dein Ausbilder auch ungerechtfertigte Kritik äußert. Versuch dich doch mal in seine Rolle hineinzuversetzen und "beobachte" mal dein Verhalten aus seiner Sicht. Manches wird dir da auffallen, dass er nicht tolerieren kann und manches wird für ihn sicher in einem anderen Licht erscheinen als dir und manches wird er vielleicht auch falsch verstehen.
Auf jeden Fall solltest du ihm seine Kritik nicht übel nehmen, denn das ist schließlich sein Job. Du solltest ihm im Gegenteil das Gefühl geben, dass er dir mit seiner Kritik weiterhilft. Fast jeder freut sich, wenn er das Gefühl hat anderen zu helfen und so wird er dich gleich etwas positiver wahr nehmen.
Versuch offen und selbstbewusster aber nicht arrogant oder überheblich zu werden und mit deinen Kollegen und Chefs zu kommunizieren. Glaub mir das wirkt Wunder! Als selbstbewusster und kommunikativer Typ fällt es dir auch leichter mit Kritik umzugehen und Fehler einzugestehen.
Natürlich musst du auch einige Dinge sichtbar ändern, die er dir gesagt hat.
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my brain has two parts, the right and the left...on the left, there is nothing right...on the right, there is nothing left
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29.01.13, 23:05
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#5
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Profi
Registriert seit: Sep 2009
Beiträge: 1.818
Bedankt: 1.593
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Vielleicht als Ergänzung noch ne kleine Motivation für dich
SOlche Gespräche hatte ich in meiner Ausbildung mehr als genügend. Zum großen Teil wirklich um mir zu helfen, oft aber auch Schikane. 3 Jahre solchen Terror durchgemacht. Naja hab mich zwar immer scheiße danach gefühlt aber ich habe draus gelernt.
Nach der Ausbildung meinte mein Chef dann, so und jetzt fangen wir unsere ziemlich schlechte Beziehung wieder bei Null an. Er meinte er wollte mich eben nie aufgeben auch wenn ichs ihm nich leicht gemacht habe.
Naja, letzendlich bin ich jetzt seit 8 Jahren in der gleichen Druckerei und nach allem hinterlasse ich mittlerweile einen sehr sehr positiven Eindruck
Also Arschbacken zusammenkneifen und bessern ... dann wirds schon^^
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31.01.13, 00:44
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#6
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Zocker
Registriert seit: Dec 2008
Beiträge: 505
Bedankt: 42
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Mir fällt dazu Randy Pausch ein, der hat mal gesagt, dass es gut ist, wenn die Leute mit einem meckern. Denn wenn man etwas falsch macht und keiner mehr meckert, hat man dich aufgegeben.
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Du wirst für deine Mutter geboren, lebst für Gott und stirbst für den Clan.
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14.03.13, 20:12
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#7
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Anfänger
Registriert seit: Nov 2011
Beiträge: 1
Bedankt: 1
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Ich blicke hier nicht ganz durch. Du füchrtest dich zur Arbeit zu gehen weil dein Ausbilder dir einmal 90 Minuten lang die Leviten gelesen hat? Meine Güte... Da hat meine kleine Tochter ja 10 Eier mehr im Rock als du! Wohl antiautoritär erzogen worden....
Mal ganz davon abgesehen, ich meine, das sagt einem ja schon der gesunde Menschenverstand das dich dein Chef nicht gelangweilt, mit den Händen in Hosentasche, sehen will. Kurz vor der Zwischenprüfung müsstest du doch langsam wissen wie es in der Arbeitswelt aussieht. Was glaubst du denn wie es nach der Ausbildung zugeht? Das dich jeder, ob Kunde oder Vorgesetzte/r, mit Samthandschuhen anfasst um bloß deine Gefühle nicht zu verletzen damit du keine Angst hast zur Arbeit zu gehen?
Zum Thema Vertrauenslehrer/Personalleiter: Was willst du denen denn sagen? "Mein Ausbilder hat mich kritisiert und mir meine Schwächen aufgezählt und das will ich nicht!!"? Soll er jeden Scheiß den du fabrizierst abnicken?
Leute wie dich hätten wir aufm Bau damals Rund gemacht, nur mal so nebenbei.
Zum Schluss noch ein wirklich gut gemeinter Rat: Lerne mit Kritik umzugehen, Entwickel einen Hauch an Durchsetzungsvermögen und schüttel deine, ich nenn es jetzt einfach mal vorsichtig "Opfer-Mentalität" ab.
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15.03.13, 07:45
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#8
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Ultimative Keks Power
Registriert seit: Sep 2010
Beiträge: 1.675
Bedankt: 1.889
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Krass, dass man sich mittlerweile vom Arbeitgeber vorschreiben lassen muss welche Körperhaltung ok ist, damit man bleiben darf.
Ich würde mich wehren.
Es war bestimmt nicht alles so daneben bei der Kritik, aber sowas geht gar nicht. In einer repräsentativen Position könnte ich gewisse Bedenken des Chefs noch verstehen, aber im Endeffekt sind die Ergebnisse das was zählt. Und wenn man mit Hosen in den Taschen genauso produktiv ist wie andere, dann gibts da nichts zu diskutieren.
Und an die anderen hier: Denkt mal über eure Rechte als Menschen nach... Es kann nämlich durchaus sein, dass ein Ausbilder es nicht gut meint und einfach nur was gegen einen Azubi hat. Und dann ist der Gang zum Personalleiter absolut angebracht. Und wenn der Betroffene sich entgegen der Aussage des Ausbilders mit allen gut versteht, dann hört sich das für mich schon so an als ob er hier einfach ein Problem mit jemandem hat.
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15.03.13, 21:29
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#9
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Anfänger
Registriert seit: Oct 2009
Beiträge: 33
Bedankt: 207
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Zitat:
Zitat von keks3000
Ich würde mich wehren.
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Wogegen genau? Gegen einen Ausbilder, der sich für einen ganz offensichtlich unmotivierten, langsamen Azubi Zeit nimmt, um ihm klarzumachen, dass er jetzt langsam mal die Hufe heben muss, um überhaupt noch eine Chance auf Übernahme in den Betrieb zu haben? Der Azubi hat es bisher offensichtlich als völlig selbstverständlich angesehen, in die Firma übernommen zu werden, weil ja bisher wohl alle vor ihm auch übernommen wurden. Jetzt fällt er aus allen Wolken und weint, weil ihn nun die Realität einholt.
Lies einfach seinen Beitrag nochmal genau durch.
Er hat ne große Klappe aber keine Ahnung und arbeitet viel zu ungenau und langsam. Steht alles da. Sagt er selbst über sich. Und trotzdem schreibt er jetzt hier rein, weil sein Ausbilder gewagt hat, ihm die Wahrheit zu sagen: dass er nicht gut genug ist.
Zitat:
Zitat von keks3000
Und an die anderen hier: Denkt mal über eure Rechte als Menschen nach... Es kann nämlich durchaus sein, dass ein Ausbilder es nicht gut meint und einfach nur was gegen einen Azubi hat.
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Man sieht, dass du kaum Lebenserfahrung hast, jedenfalls nicht in der Berufswelt. Wenn ich einen Azubi nicht leiden kann, werde ich den so schnell los, so schnell kannst du nichtmal Plumperquatsch sagen. Da setze ich mich nicht 1,5 Stunden lang mit dem hin und versuche ihm seine Lage klarzumachen. Das war ein Weckruf. Der letzte!
"Wach auf, Junge! Sieh zu, dass du mit der Software klar kommst. Alle anderen sind viel schneller als du. Und obwohl du weisst, wie langsam du bist, stehst du hier oft blöd rum mit den Händen in den Taschen, als wenn du nichts zu tun hättest und schwingst große Reden..."
Zitat:
Zitat von keks3000
Und wenn der Betroffene sich entgegen der Aussage des Ausbilders mit allen gut versteht, dann hört sich das für mich schon so an als ob er hier einfach ein Problem mit jemandem hat.
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Das ist ja alles relativ. Gut mit den Kollegen verstehen heißt bei vielen schon, dass man sich morgens gegenseitig Hallo sagt. Da der TE ja schreibt, dass er ziemlich schüchtern ist, kann ich mir kaum vorstellen, dass es da besonders viele Gelegenheiten gibt, bei denen er sich mit den anderen 'gut verstehen' könnte.
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15.03.13, 22:59
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#10
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Ultimative Keks Power
Registriert seit: Sep 2010
Beiträge: 1.675
Bedankt: 1.889
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Zitat:
Zitat von sugarbaby
Wogegen genau?
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Dagegen, dass der Arbeitgeber mir erzählen will wie ich mich zu bewegen habe. Die Kritik an der Produktivität ist okay wenn sie berechtigt ist. Denn man wird ja nicht fürs schimmeln bezahlt.
Zitat:
Zitat von sugarbaby
Man sieht, dass du kaum Lebenserfahrung hast, jedenfalls nicht in der Berufswelt.
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Wie kommst du darauf? Nur weil ich meine Ansichten verteidige und kein Freund von Arschkriecherei bin? Oder davon meine Persönlichkeit für einen Vorgesetzten zu ändern...? Oo
Ich weiß wie abartig das kämpfen um Jobs ist und ich finde es krank. Und dabei werde ich bleiben. Und jeder der sich diesem Diktat unterwirft ist ein Unterstützer. Mir ist ein Hartzer mit Werten lieber als ein Speichellecker mit Job.
Andererseits sind auch die Arbeitnehmer nicht unschuldig. Wenn jemand fürs nichts tun Geld bekommen will, ist so ein Gespräch oder auch das Feuern absolut berechtigt.
Mir geht es um den Inhalt der Kritik. Hände in den Hosentaschen sind einfach kein akzeptabler Kritikpunkt wenn es kein repräsentativer Job ist. Genauso die Schüchternheit. Das sind Dinge die nichts mit dem Beruf zu tun haben.
Wie schnell er gefeuert werden kann ist mir dabei ziemlich egal, weil es wäre nicht okay wenn das für die Entscheidung maßgebliche Faktoren waren.
Aber dem TE würde ich bei der beschriebenen Situation eh raten sich zu überlegen ob der Job das richtige ist wenn wirklich alle anderen schneller arbeiten.
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16.03.13, 10:12
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#11
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Stammi
Registriert seit: Jan 2010
Beiträge: 1.135
Bedankt: 1.457
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1. auch feedback geben will gelernt sein
2. war das dein erstes feedback gespräch?
3. hinweise auf "körperhaltung" wie zB Hände in den taschen bekommt man u.a. wenn es in den gesamteindruck passt. wenn man schon wirklich nicht der schnellste ist, bekräftigt die körpersprache (durch die firma schlendern", sitzhaltung (chillig am schreibtisch flegeln), mit den händen in den hosentaschen rumstehen) den ohnehin schon negativen eindruck häufig; das sollte man sich bewußt machen.
wenn Du dich mit dem feedback ungerecht behandelt fühlst und im idealfall die falsche wahrnehmung deines ausbilders auch wirklich belegen kannst, bitte ihn um ein nochmaliges gespräch mit der begründung, das du über seine kritik nachgedacht hast und das weitere vorgehen mit ihm besprechen willst. nimmt er es an, beginne mit punkten, wo du ihm zustimmen kannst (ich nehme an du siehst dich selbst auch nicht als den überflieger der alles richtig macht). Versuche auch selbstkritisch darzustellen, wie du dich siehst ohne ihm dabei vorwürfe zu machen. frag ihn, was du seiner meinung nach verbessern kannst.
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Irgendwie komisch, dass das was wir gemeinhin als "unmenschlich" bezeichnen, ausschließlich Verhalten von Menschen beschreibt.
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16.03.13, 11:32
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#12
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Profi
Registriert seit: Sep 2011
Beiträge: 1.658
Bedankt: 2.167
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das wichtigste wurde ja bereits erähnt, aber noch eine sache will ich hinzufügen:
rede nochmal mit deinem ausbilder und mach ihm klar das du dich auf jeden fall verbessern willst, jedoch nicht mit allen kritikpunkten klarkommst bzw. die kritik nicht nachvollziehen kannst.
die aufgabe eines ausbilders ist es nicht nur wissen stupide zu vermitteln, sondern "schwächeren" lehrlingen auch unter die arme zu greifen. nicht jeder weiß vor auswahl seiner lehrstelle, was auf ihn zu kommt und einigen muss man halt mehr "helfen" als den anderen.
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17.03.13, 22:55
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#13
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Nighthawk
Registriert seit: Mar 2009
Beiträge: 1.553
Bedankt: 1.432
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Ich weiß genau was du meinst. Wäre ich an deiner stelle, hätte ich das vor einigen Jahren auch so geschrieben. Ich war/bin auch sehr schüchtern und in vielerlei dingen nicht der schnellste. Ich hab vor 5 Jahren ne Ausbildung als Gestaltunstechnischer Assistent im bereich Grafik & Design begonnen. War eine rein Schulische Ausbildung. Ich hatte damals ein gehöriges Problem: ich war stinken Faul und wollte es nicht einsehen. Außerdem kam ich nicht so richtig mit dem Leistungsdruck zurecht und Kritik konnte ich auch nicht so richtig einstecken. Ich hab die Fehler immer erst bei den anderen gesucht, nicht bei mir. Ich hatte dann auch Angst in die Schule zu gehen weil mir dann einfach alles zu Kopf gestiegen ist und ich Angst vor noch mehr Kritik hatte. Ich hab die Ausbildung dann abgebrochen, weil ich nicht bereit war an mir etwas zu ändern und wenn ich ehrlich bin, war ich auch irgendwie blind für meine eigenen Schwächen. Ich hab immer eine Ausrede gehabt! Im nachhinein betrachtet bereue ich diese Entscheidung zutiefst, weil ich eigentlich wusste was ich wollte. Ich hätte mich zuhause hinsetzen müssen und lernen müssen. Ich hab mir damals immer eingeredet das es eh nichts bringt, und saß lieber vorm PC und hab gezockt.
Heute ist das alles anders. Ich hab mittlerweile an vielen Dingen an mir arbeiten können und bin da auch immer noch dabei. Liegt auch daran das ich heute viel reifer bin als damals. Ich geb dir einen guten Rat. Nimm jede Kritik an, ob du nun meinst sie sei gerechtfertigt oder nicht! Und du brauchst ein Ziel. Auch wenn der Weg manchmal steinig ist.
__________________
Where Is My Mind¿
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