Was zur Hölle ist ’ne LoRA?
Stell dir vor, dein Base Model (Checkpoint) ist ein neutraler Allround-Koch. Der kann alles irgendwie, aber nix mit Charakter.
Eine LoRA ist wie ’n spezielles Gewürzglas: klein, leicht, und ballert gezielt Stil, Inhalt oder Details in dein Bild – ohne dass du gleich ein 7-GB-Monster neu trainieren musst.
Mit LoRA kannst du:
’nen bestimmten Kunststil reinknallen (z. B. Aquarell, Tinte, Cyberpunk)
Charaktereigenschaften hinzufügen (z. B. Game-Charaktere, Schauspieler, Anime-Figuren)
Einzelne Details aufdrehen (z. B. realistische Haut, bestimmtes Licht, spezieller Hintergrund)
Stimmung ändern (z. B. düster, romantisch, Regenwetter)
Vorteil: LoRAs sind klein (50–200 MB), brauchen wenig Leistung und lassen sich stapeln wie Lego.
Ordnerstruktur (sonst findet ComfyUI nix)
????ComfyUI
??? ????models
? ??? ????checkpoints
? ? ??? ????SD1.5 // Base Models (z. B. DreamShaper v

hier rein
? ??? ????loras
? ??? ????SD1.5 // LoRAs (z. B. MoXin, QingYi) hier rein
Regel Nr. 1: LoRA muss zum Modelltyp passen!
SD1.5-LoRA auf SD1.5, SDXL-LoRA auf SDXL. Wenn du das mischst, sieht’s aus wie ein Unfall.
Dateinamen anpassen:
moxin.safetensors ? MoXin_AsianStyle_v1.0.safetensors ? später keine Sucherei.
Der LoRA Loader Node
Das Herzstück.
Der LoRA Loader scannt automatisch alles, was im ComfyUI/models/loras-Ordner liegt (inkl. Unterordner).
Du musst nur auswählen, welche LoRA du willst – ComfyUI macht den Rest.
Inputs (was du anschließt):
model (MODEL) ? dein Base Model (z. B. DreamShaper)
clip (CLIP) ? dein CLIP-Encoder (kommt meist aus dem Checkpoint Loader)
lora_name (COMBO[STRING]) ? Drop-Down zum Auswählen deiner LoRA
strength_model (FLOAT) ? wie stark die LoRA das Bild-Rendering beeinflusst (0–1 normal, darüber Hardcore)
strength_clip (FLOAT) ? wie stark die LoRA die Prompt-Interpretation beeinflusst (0–1 normal)
Outputs (was rauskommt):
model (MODEL) ? dein Base Model mit LoRA-Änderungen
clip (CLIP) ? dein CLIP mit LoRA-Änderungen
Mehrere LoRAs laden
Einfach mehrere LoRA Loader Nodes hintereinander hängen – jeder lädt eine andere LoRA.
So kannst du z. B. erst einen bestimmten Zeichenstil laden und danach ’ne LoRA, die die Haut realistisch macht.
Gewichte verstehen (Strength)
0.1–0.3 = nur leichter Hauch vom Stil
0.5 = halber Einfluss
1.0 = voller Stil
>1.0 = übertreiben (geht, aber kann komisch aussehen)
Tipp: Willst du einen Charakter wiedererkennen ? Gewicht hoch.
Willst du nur Stimmung oder Hintergrund ändern ? Gewicht runter.
LoRA im Prompt
Manche LoRAs wirken nur durchs Laden, andere wollen im Prompt erwähnt werden:
<lora:MoXin:1> a beautiful asian woman, wearing traditional dress
<lora

ateinameOhneEndung:Gewicht> ? Name exakt wie Datei (ohne .safetensors).
Warum LoRA so praktisch ist
Flexibel ? Schnell Stile wechseln ohne neues Modell
Effizient ? Wenig Speicher, wenig Rechenpower nötig
Vielfältig ? Stile, Charaktere, Hintergründe, Licht, Wetter, Objekte, Stimmung
Kombinierbar ? Mehrere LoRAs für komplexe Ergebnisse
K-Sampler & Steps für Tests
Steps: 20–30 reichen
Sampler: Euler a oder DPM++ 2M Karras ? stabil und schnell
Seed fixieren, wenn du Unterschiede testen willst
noob-Fehler vermeiden
LoRA passt nicht zum Modelltyp ? Matschbild
Name im Prompt falsch ? LoRA tut nix
5 LoRAs mit Gewicht 1.0 ? KI kotzt
strength_model und strength_clip beide zu hoch ? Bild sieht künstlich aus
LoRA = kleiner Filter mit großem Einfluss
Sauber installieren, richtig anschließen, Gewicht im Griff behalten
Mit Prompts & Negatives zusammen nutzen ? Profi-Ergebnisse
Nicht denken „mehr ist besser“ – oft killt’s nur den Look