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27.10.23, 09:33
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das Muster ist das Muster
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PDLC: Adobe zeigt Kleid mit Hunderten Flüssigkristall-Panels
Zitat:
PDLC: Adobe zeigt Kleid mit Hunderten Flüssigkristall-Panels
Technik aus smarten Fensterscheiben kann in dem Kleid genutzt werden, um beliebig das Muster zu ändern oder auf Bewegung zu reagieren.

Die in der Forschungsabteilung von Adobe angestellte Informatikerin Christine Dierk hat auf der Hausmesse des Konzerns ein smartes Kleid vorgestellt, das aus Hunderten kleinen Flüssigkristall-Panels besteht. Diese sind entweder transparent oder silbrig schimmernd und lichtundurchlässig, wodurch sich nicht nur auf Knopfdruck verschiedene Muster auf dem Kleid selbst umsetzen lassen. Die von Dierk und ihrem Team erstellte Technik kann dabei sogar interaktiv auf die Bewegungen der Person reagieren, die das Kleid trägt, wenn entsprechende Sensoren genutzt werden.
Grundlage der Arbeiten bildet das von Dierk vorangetriebene Project Primrose, dessen Idee und Aufbau sie mit Kollegen in einer wissenschaftlichen Arbeit (PDF) bereits im vergangenen Jahr näher beschrieben hat. Damals noch für kleinere Versuchsanordnungen, etwa als Stoff gespannt in einem Rahmen oder auf einer Handtasche mit 448 Displays. Nun zeigt Dierk das Project Primrose an einem Kleid.
Mini-Displays in analoger Ansteuerung
Bei den schuppenförmigen Panels handelt es sich um PDLC-Anzeigen (Polymer-dispersed Liquid Crystal), die unter anderem bereits in smarten Fensterscheiben zum Einsatz kommen und dort etwa als schaltbares Glas bezeichnet werden. Je nach angelegter Spannung ist das Material transparent oder lichtundurchlässig.
Zur besseren Nutzbarkeit in Textilien werden bei Project Primrose die PDLC auf vielen kleinen Teilen über einem reflektierenden Untergrund aufgebracht. Die jeweils notwendige Spannung (oszillierend -15V bis 15V) ist aufgrund der kleinen Bauteile vergleichsweise gering. Künftige Materialien sollen aber noch geringere Spannungen benötigen und damit sicherer sein. Mit Hilfe einer Pulse Code Modulation (PCM) können außerdem bis zu 64 Graustufen dargestellt werden. Selbst Animationen aus bis zu 30 Einzelbildern pro Sekunde sollen so möglich sein.
Ein Mainboard mit einem Mikrocontroller, Bluetooth-Modul und Spannungswandlern betreibt dabei mehrere Display-Module, wovon jedes über analoge Schaltgeräte verfügt, die letztlich die Gruppen von Schuppen schalten. Die Schuppen selbst nutzen Indium-Zinn-Oxid (ITO) für die Flüssigkristallanzeige und PET als Trägermaterial. Zur Ansteuerung der einzelnen Module werden diese in einem Daisy-Chain-System über Flachbandkabel miteinander verbunden. Darüber laufen sowohl die Daten für die Muster als auch der Strom. Um einem Spannungsabfall im Datenbus entgegenzuwirken, werden Buffer Gates genutzt.
Die Steuerung läuft dabei als Software auf dem Mikrocontroller des Mainboards. Umgesetzt ist das Programm dabei als Zustandsautomat mit Timer-Interrupts. Auf Software-Polling wird aufgrund von zeitkritischen Anwendungen verzichtet. Der Automat sei außerdem so gestaltet, dass das Rendering und notwendige Algorithmen schnell verändert werden könnten. Die Muster können dabei prozedural oder als ganzer Frame erstellt werden.
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