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Anwohner im Vinetakiez haben Gehwegvorstreckungen auf die Straße gemalt. Das Bezirksamt hat diese wieder entfernen lassen.
Berlin-Pankow: Bezirksamt überstreicht selbst gemalte Gehwege
Anwohner haben selbstständig Gehwege gemalt, weil Kreuzungen ständig zugeparkt waren. Das Bezirksamt findet das nicht gut. Und hat geputzt.
Berlin - Im Pankower Vinetakiez haben Anwohner eigenhändig Gehwegvorstreckungen auf die Straße gemalt – das Bezirksamt ließ sie jedoch eilig wieder überstreichen. Grund für die Mal-Aktion seien „ständig zugeparkte Kreuzungen“ gewesen, teilen die Verantwortlichen vom „Vineta-Kiezblock“ auf Twitter mit. Konkret geht es um die Schonensche Straße Ecke Trelleborger Straße, hier befindet sich unter anderem eine Kita.
Sowohl das Ordnungsamt als auch die herbeigerufene Polizei hätten den pinselnden Anwohnern zu verstehen gegeben, dass sie ihre Motivation nachvollziehen können. Dies hat jedoch nichts genutzt. Nur kurze Zeit später rückten vom Bezirksamt beauftragte Maler an und ließen die Gehweg-Verbreiterung wieder entfernen.
Konzept für den Verkehr im Vinetakiez liegt seit 2020 vor
„Vineta Kiezblock“ fordert das Bezirksamt Pankow um Vollrad Kuhn auf, alle Kreuzungen in dem Bereich regelmäßig zu kontrollieren und Verstöße zu ahnden. Laut einem Bericht des
existiert bereits seit 2020 ein von Anwohnern entworfenes Verkehrskonzept, das den Durchgangsverkehrs im Vinetakiez regulieren soll. Darauf wurde wohl bislang nicht die Bürger zufriedenstellend reagiert.
Es gebe sogar einen konkreten Beschluss durch die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) von 2017, heißt es. Dieser sieht offenbar Gehwegvorstreckungen für alle Kreuzungen im Viertel zwischen Wisbyer Straße, Schönhauser Allee/Berliner Straße, Elsa-Brändström-Straße und Prenzlauer Promenade vor. Zudem sollen laut dem Bericht gegebenenfalls Poller aufgestellt werden. [ Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. Bitte einloggen oder neu registrieren ]
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Das Beispiel aus Berlin zeigt wie wenig Interesse an sicheren Querungen und Fußwegen für Familien, ältere Menschen und jeden FußgängerIin groß oder klein besteht.
Die Städte sind Autostädte, in München findet auch gerade eine sehr hitzige Diskussion um eine Erweiterung der Fußgängerzone statt. Ladenbesitzer und teure Privatarztpraxen möchten das um jeden Preis verhindern.
In Berlin ist besonders tragisch, daß seit Jahren trotz Beschluß vor Ort keine Umsetzung der Gehwegvorstreckungen statt fand. Der verzweifelte Versuch der AnwohnerInnen sich selbst zu helfen wurde aber sehr fix entfernt.