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myGully |
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13.08.21, 17:24
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#1
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Freigeist
Registriert seit: Sep 2010
Ort: München
Beiträge: 11.319
Bedankt: 23.585
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Gleicher Lohn für gleiche Arbeit: Ausländische Arbeiter am HKW Süd protestieren
Zitat:

Gleicher Lohn für gleiche Arbeit: Ausländische Arbeiter am HKW Süd protestieren
Osteuropäer bauen das Heizkraftwerk Süd um. Doch ihr Lohn beträgt gerade mal die Hälfte von dem, was ein deutscher Arbeiter bekommen würde.
München - Statt Brotzeit zu machen, hielt Kristof am Donnerstag um 13 Uhr ein Plakat: "Fairer Lohn - Equal Pay für Werkarbeiter bei den SWM". Und statt sich auszuruhen, sprach er in seiner Pause mit der Abendzeitung.
Heizkraftwerk Süd wird für die Energiewende umgebaut
Eigentlich heißt Kristof anders, aber er will nicht, dass sein Arbeitgeber erfährt, dass er sich an einem Protest beteiligt. Denn seine Familie in Ungarn wartet jeden Monat auf das Geld, das er nach Hause schickt. Seit Anfang April hat er sie nicht mehr gesehen, denn seitdem baut er ins Heizkraftwerk Süd an der Isar eine neue Turbine ein.
Die Anlage wird für die Energiewende umgebaut. Dort, wo einst Kohle und Müll verbrannt wurden, soll Deutschlands größte Geothermieanlage entstehen. Für diese Arbeit beauftragten die Stadtwerke Firmen, die wiederum Arbeiter und Ingenieure einsetzen, die zum Großteil aus Polen, Kroatien und Ungarn kommen.

Deutsche Kollegen habe er kaum welche, sagt Kristof. Hätte er einen deutschen
Pass, würde er wohl das Doppelte verdienen.
So viel verdiene ausländische Arbeiter am HKW Süd
Gerade mal etwas mehr als neun Euro erhalten die osteuropäischen Arbeiter in der Stunde, sagt Franz Schütz von der Gewerkschaft Verdi. Deutsche Facharbeiter würden mindestens 18 Euro verdienen.
Das ist ungerecht, findet Verdi und finden die Arbeiter. Deshalb protestierten sie vor dem Heizkraftwerk. Ihre Forderung: ein Lohn, der deutschen Verhältnissen entspricht. Tamás Székely, der Vorsitzende der ungarischen Chemiegewerkschaft, reiste sogar acht Stunden von Budapest nach München, um an der Kundgebung teilnehmen zu können. Er hält es auch deshalb für wichtig, dass seine Landsleute ebenso viel verdienen wie deutsche Arbeiter, weil München so teuer ist. "Ein Bier in einer Gaststätte kostet in Ungarn gerade einen Euro", sagt Székely.
In München gehe er nie in eine Gaststätte, sagt Kristof. Das sei viel zu teuer. "Ich lebe hier auf ganz schmalem Fuß." Mittags hole er sich immer nur schnell etwas im Supermarkt.
Gleichzeitig arbeite er hart: Zehn Stunden am Tag, sechs Tage die Woche. Seit April habe er seine Frau und seine Kinder nicht mehr gesehen und bis Oktober wird es wohl noch so weitergehen.

Das sagt SWM zu ungleichem Lohn ausländischer Arbeiter
Obwohl die Kroaten, Ungarn und Polen ein Münchner Kraftwerk umbauen, sehen sich die Stadtwerke offenbar nicht in der Verantwortung - schließlich sind die Arbeiter bei einem anderen Unternehmen angestellt, so das Argument der SWM. "Wir bitten um Verständnis, dass es uns nicht möglich ist, externen Dienstleistern Vorschriften hinsichtlich der Vergütung für deren Mitarbeiter zu machen, die über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehen", antworten die SWM auf eine Anfrage der AZ. Laut Gesetz ist der Mindestlohn genug. Allerdings gehe es nicht um das Gesetz, sondern die Moral, sagt Martin Marcinek von Verdi.
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Eine großartige Aktion ! Gleiche Arbeit, Gleicher Lohn !
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Die folgenden 2 Mitglieder haben sich bei MunichEast bedankt:
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13.08.21, 18:12
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#2
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sauger
Registriert seit: Apr 2010
Beiträge: 387
Bedankt: 691
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Ausländische Arbeiter protestieren.
Selbst deutsche Arbeiter haben nicht die gleichen Löhne, siehe Ost-West Gefälle und das nach über 30 Jahren sogenannter Einheit.
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Die folgenden 2 Mitglieder haben sich bei sauger2008 bedankt:
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13.08.21, 20:49
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#3
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Are YOU a people person?
Registriert seit: Apr 2015
Beiträge: 2.776
Bedankt: 4.870
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Zitat:
Zitat von sauger2008
Ausländische Arbeiter protestieren.
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So steht's geschrieben...
Zitat:
Zitat von sauger2008
Selbst deutsche Arbeiter haben nicht die gleichen Löhne, siehe Ost-West Gefälle und das nach über 30 Jahren sogenannter Einheit.
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Michelig in die Couch furzen, CXU/FDP/AfD u. dergl. wählen, und dann rumheulen bringt's halt net.
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Die folgenden 3 Mitglieder haben sich bei muavenet bedankt:
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13.08.21, 21:49
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#4
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working behind bars
Registriert seit: Apr 2013
Beiträge: 3.222
Bedankt: 13.795
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"Gleicher Lohn für gleiche Arbeit!" forderte Clara Zetkin bereits 1911.
Seither ist viel Zeit vergangen....
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Die folgenden 2 Mitglieder haben sich bei Uwe Farz bedankt:
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13.08.21, 22:02
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#5
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Allgäuer Latschenkiefer
Registriert seit: Sep 2009
Ort: ...fern bei dem Stern
Beiträge: 630
Bedankt: 368
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...das wird sich nie ändern, steht schon im grundgesetz, das niemand benachteiligt werden darf, ist aber egal...wenn ich nur an die rente denk.....du musst im westen wohnen und im westen arbeiten, dann bekommst du einen punkt, wenn du im osten wohnst und im westen arbeitest, dann bekommst du ein dreiviertel punkt, wenn du pech hast und im osten wohnst und im osten arbeitest, dann bekommst du einen halben punkt, wenn du glück hast und im westen wohnst und im osten arbeitest, dann bekommst du 2 punkte...weiss nich, warum dafür noch keiner zu den waffen greift?
Lg
edit/ ...nennt sich buschzuschlag.....für dunkeldeutschland....na, wen wunderts, das man in dunkeldeutschland anders denkt, als in helldeutschland!!
__________________
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...und es wird Zeit, für eine neue und bessere Unendlichkeit!
Geändert von MadWarbeast (13.08.21 um 22:13 Uhr)
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Die folgenden 3 Mitglieder haben sich bei MadWarbeast bedankt:
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14.08.21, 08:25
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#6
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Erfahrener Newbie
Registriert seit: Dec 2016
Beiträge: 141
Bedankt: 168
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Vor allem, wenn man die ausländischen Arbeiter gleich bezahlen würde, könnte ja man gleich deutsche oder hier ansässige Arbeiter nehmen. Wo bliebe dann der Profit?
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Folgendes Mitglied bedankte sich bei The Dam:
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14.08.21, 11:05
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#7
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Banned
Registriert seit: Feb 2016
Beiträge: 867
Bedankt: 785
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Zitat:
Zitat von MunichEast
Eine großartige Aktion ! Gleiche Arbeit, Gleicher Lohn ! 
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Ist es nicht so das öffentliche Bauprojekte ab einem bestimmten Auftragsvolumen EU-weit ausgeschrieben werden und das für den Auftraggeber günstigste Angebot genommen werden muss ? Dann verwundern diese Lohnunterschiede wenig und der Schuldige sind nicht die Stadtwerke sondern der Gestzgeber in Form der EU.
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14.08.21, 19:10
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#8
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Freigeist
Registriert seit: Sep 2010
Ort: München
Beiträge: 11.319
Bedankt: 23.585
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Zitat:
Zitat von Klopperhorst
Dann verwundern diese Lohnunterschiede wenig und der Schuldige sind nicht die Stadtwerke sondern der Gestzgeber in Form der EU.
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Du erzählst wieder einen Unsinn. Die EU hat keine Schuld, denn das Arbeitnehmer-Entsendegesetz (AEntG), Danke liebe EU, schreibt vor mindestens den ortsüblichen Branchenmindestlohn oder wenn nicht vorhanden den gesetzlichen deutschen Mindestlohn zu zahlen.
Die Demonstration halte ich für gut und wichtig, da gleicher Lohn für gleiche Arbeit mehr als richtig ist. Das Lohndumping mit Subunternehmern und ausländischen Fachkräften wurde öffentlich gemacht. Das Vergaberecht zwingt keineswegs nach der Vergaberechtsreform den günstigsten Bewerber nehmen zu müssen.
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Die folgenden 2 Mitglieder haben sich bei MunichEast bedankt:
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15.08.21, 13:01
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#9
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Master of Desaster
Registriert seit: Dec 2014
Beiträge: 4.304
Bedankt: 3.404
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Zitat:
Das Vergaberecht zwingt keineswegs nach der Vergaberechtsreform den günstigsten Bewerber nehmen zu müssen.
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Ja,,,,ja,,,und dennoch sind Theorie und Praxis da einige Geldscheine von entfernt.
Das waere schon etwas blauaeugig, das anzunehmen.
Irgendwann laeuft es wie in groesseren Unternehmen.
Da gibt es mittlerweile etablierte Kostengremien.
Man etabliert also ein Dreigestirn fuer Investionen bis z.B 1000,00 ...bis 5.000 bis 10.000 und 50.000 und eins fuer darueber.
Das sind sicherlich alles Mitarbeiter die einen Mindestlohn beziehen, gleichzeitig im Produkt kostentechnisch mitverankert werden muessen und die Preisgestalltungen seit Jahren in den Keller fahren zum Leidwesen der Lieferanten.
Merkwuerdigerweise stellen die Lieferanten zu meist die meisten Arbeitsplaetze und zumeist sogar noch vor Ort oder im Land, solange es denn noch geht.
Wenn ich davon ausgehe, das in meinem Gewerk, z.B. eine Summenhoehe von 300,00 fuer Sonderfertigung, das viel gepriesene Peanut ist und gleichzeitig zu hoeren bekomme, das das Angebot interessant genug ist ( das ist der technische Kader, der auch dringenden Bedarf hat), aber unser Gremium eine innereuropaeische oder weltweite Ausschreibung ausschliesslich betreibt, in 5- facher Form, da muss ich mir beizeiten solche Kunden abgewoehnen.
Oder meine Einstellung zu den Dingen ist ueberholt..kann ja auch sein..
Geändert von Caplan (16.08.21 um 05:17 Uhr)
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15.08.21, 14:09
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#10
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Agnostiker
Registriert seit: Dec 2009
Beiträge: 4.459
Bedankt: 4.875
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Zitat:
Zitat von sauger2008
Selbst deutsche Arbeiter haben nicht die gleichen Löhne, siehe Ost-West Gefälle und das nach über 30 Jahren sogenannter Einheit.
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Waaaas, wir haben ein Ost-West Gefälle? Ab in den Osten..
Zitat:
Zitat von MadWarbeast
...du musst im westen wohnen und im westen arbeiten, dann bekommst du einen punkt, wenn du im osten wohnst und im westen arbeitest, dann bekommst du ein dreiviertel punkt, wenn du pech hast und im osten wohnst und im osten arbeitest, dann bekommst du einen halben punkt, wenn du glück hast und im westen wohnst und im osten arbeitest, dann bekommst du 2 punkte...
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Ist mir komplett neu... normal gilt immer der Arbeitsort als ausschlaggebend... oder habe ich etwas verpasst?
BTW, im Osten bekommt man bei gleichem nominalen Lohn sogar mehr Rentenpunkte als im Westen (wegen der noch laufenden Angleichung)
P.S. Aaaah, war mir entfallen... von 1990-1995 gab es die sogenannte Buschzulage... ist ja ewig her 
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Zitat:
Zitat von Caplan
Ja,,,,ja,,,und dennoch sind Theorie und Praxis da einige Geldscheine von entfernt.
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In der Tat... wird z.B. immer schwieriger für ortansässige bzw. regionale Dienstleistungsanbieter (z.B. Gebäudereingung) an die großen Fische heranzukommen, weil die großen überregionalen Platzhirsche den unschlagbaren Preismaßstab setzen...
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Der Klügere gibt nach... deshalb regieren die Dummen die Welt
Geändert von eitch100 (15.08.21 um 14:34 Uhr)
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Folgendes Mitglied bedankte sich bei eitch100:
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