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myGully |
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06.04.21, 02:23
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#1
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Profi
Registriert seit: Feb 2013
Beiträge: 1.848
Bedankt: 3.690
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Steuergerechtigkeit USA fordern weltweite Mindestbesteuerung für Unternehmen
Zitat:
Steuergerechtigkeit
USA fordern weltweite Mindestbesteuerung für Unternehmen
Die USA wollen den Wettlauf um niedrigere Unternehmenssteuern beenden, sagt US-Finanzministerin Janet Yellen. Sie wirbt für eine weltweite Mindeststeuer für Firmen – und verspricht mehr internationale Zusammenarbeit.
05.04.2021, 19.50 Uhr
Die USA werben bei den G20-Staaten für eine globale Mindeststeuer für Konzerne. US-Finanzministerin Janet Yellen sagte am Montag in einer Rede, die Globalisierung habe zu einem seit 30 Jahren andauernden Wettlauf um niedrigere Unternehmenssteuern geführt. Diese Dynamik müsse gestoppt werden.
Gemeinsam können wir eine weltweite Mindestbesteuerung nutzen, um sicherzustellen, dass die Weltwirtschaft auf Grundlage gleicher Ausgangsbedingungen bei der Besteuerung multinationaler Unternehmen floriert«, sagte Yellen.
Staaten brauchten »stabile Steuersysteme«, die ausreichend Einnahmen generierten, um in wichtige öffentliche Güter investieren und auf Krisen reagieren zu können, sagte Yellen in ihrer Rede vor dem US-Institut Chicago Council on Global Affairs.
Biden will Unternehmenssteuern auf 28 Prozent erhöhen
US-Präsident Joe Biden hatte vergangene Woche angekündigt, die Unternehmenssteuern in seinem Land anzuheben, um sein zwei Billionen Dollar (rund 1,7 Billionen Euro) teures Infrastruktur-Programm zu finanzieren. Der Steuersatz solle von derzeit 21 Prozent auf 28 Prozent angehoben werden.
Eine neue Studie hat jüngst ergeben, dass mindestens 55 der größten US-Unternehmen im vergangenen Jahr keine Bundessteuern auf Gewinne in Milliardenhöhe gezahlt haben, wie die »New York Times« berichtete. Dazu zählen laut einer Untersuchung des Instituts für Steuern und Wirtschaftspolitik in Washington: FedEx, Duke Energy und Nike.
Yellen sagte nun, bei dem Thema sei eine internationale Zusammenarbeit nötig, um einen Steuerwettbewerb und eine Aushöhlung der Steuerbasis zu verhindern. Biden wolle sich deswegen verstärkt international engagieren. Der Ansatz ist ein Bruch mit der Politik von Vorgänger Donald Trump, der selbst Verbündeten immer wieder gedroht hatte, um Vorteile für die USA herauszuschlagen.
G20-Finanzminister treffen sich virtuell
Die US-Finanzministerin äußerte sich vor den Frühjahrstagungen von Internationalem Währungsfonds (IWF) und Weltbank sowie einem virtuellen Treffen der G20-Finanzminister diese Woche. In der G20-Gruppe sind die wichtigsten Industrienationen und Schwellenländer vertreten.
Pläne für eine weltweite Mindestbesteuerung für Unternehmen gibt es schon seit langem. Das Thema ist auch der Bundesregierung in Berlin ein wichtiges Anliegen. Hintergrund sind Steuervermeidungsstrategien großer Konzerne, die beispielsweise Gewinne rechnerisch in Länder mit niedrigen Steuersätzen verschieben.
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Toll, nur mir fehlt der Glaube daran....
Was machen dann Firmen, wie Apple, Amazon, Starbucks u.a. , die von der voll in Anspruch genommenen Arbeitskraft ihrer Arbeitnehmern leben müssen und dann noch Steuern zahlen sollen.
Das ist ja fast Kommunismus, und das in den USA.
Das wäre das Ende des Kapitalismus, einfach schlimm.
Deshalb glaube ich erst daran, wenn es umgesetzt wird...
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Diskutiere nie mit einem Idioten, denn wenn du dich auf sein Niveau herabläßt, schlägt er dich mit seiner Erfahrung.
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Die folgenden 3 Mitglieder haben sich bei gerhardal bedankt:
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06.04.21, 05:54
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#2
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Freigeist
Registriert seit: Sep 2010
Ort: München
Beiträge: 11.319
Bedankt: 23.584
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Wir schaffen das ja nicht einmal innerhalb der EU. Notwendig wäre es, aber eine weltweite Mindestbesteuerung ist vermutlich nicht durchsetzbar.
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Folgendes Mitglied bedankte sich bei MunichEast:
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06.04.21, 08:09
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#3
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Echter Freak
Registriert seit: Apr 2009
Beiträge: 2.362
Bedankt: 3.194
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Man könnte einfach die Gesetzgebung dahingehend anpassen, dass Steuern da gezahlt werden, wo Geld rein kommt und nicht da wo (angeblich) das Produkt hergestellt wird.
Schon hätte man Amazon und Co am Wickel.
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Die folgenden 2 Mitglieder haben sich bei csesraven bedankt:
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06.04.21, 10:21
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#4
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Profi
Registriert seit: Feb 2013
Beiträge: 1.848
Bedankt: 3.690
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Zitat:
Man könnte einfach die Gesetzgebung dahingehend anpassen, dass Steuern da gezahlt werden, wo Geld rein kommt und nicht da wo (angeblich) das Produkt hergestellt wird.
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Welche Steuern ?
Bei der Umsatzsteuer ist es so, dass es dort versteuert wird, wo das Geld reinkommt.
Bei Ertragsteuern ist es das Land der Herstellung oder wo die Leistung erbracht wird, das ist nicht durch ein Gesetz eines Staates abänderbar (Doppelbesteuerungsabkommen).
Im übrigen wäre Deutschland als Exportland ganz schön angeschissen.
Oder soll VW, BMW und andere künftig ihre Steuern in der USA oder China zahlen...
Ausserdem sind von der vorgeschlagenen Mindestbsteuerung nur Händler und Internetfirmen betroffen und keine Hersteller,die zahlen ihre Steuern brav in dem jeweiligen Staat.
Ein Hersteller wird sich schwer tun, seine Waren in einem Niedrigsteuerland wie Panama oder Dubai zu produzieren, von den dann anfallende Zollkosten ganz zu schweigen.
Übrigens Niedrigsteuerländer gibt es nur wenigE und alle produzieren so gut wie nichts.
Selbst China hat denn gleichen Steuersatz wie Deutscland...
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Geändert von gerhardal (06.04.21 um 10:52 Uhr)
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06.04.21, 11:23
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#5
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Echter Freak
Registriert seit: Apr 2009
Beiträge: 2.362
Bedankt: 3.194
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Ach gerhadal, unverbesserlich
Zitat:
Bei Ertragsteuern ist es das Land der Herstellung oder wo die Leistung erbracht wird, das ist nicht durch ein Gesetz eines Staates abänderbar (Doppelbesteuerungsabkommen).
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Gut, dass das Spanien, Österreich, der Türkei etc seit 15.01.2021 egal ist. Vllt hätten die dich vorher fragen sollen?
Zitat:
Im übrigen wäre Deutschland als Exportland ganz schön angeschissen.
Oder soll VW, BMW und andere künftig ihre Steuern in der USA oder China zahlen...
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Aber sich doch
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06.04.21, 11:56
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#6
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Profi
Registriert seit: Feb 2013
Beiträge: 1.848
Bedankt: 3.690
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Der übliche Käse von dir, keine Ahnung aber dumm reden.
Mach ein BWL Studium, dann merkst da schon nach wenigen Wochen, dass du nur Ahnung von Stammtischparolen hast...
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06.04.21, 15:30
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#7
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Echter Freak
Registriert seit: Apr 2009
Beiträge: 2.362
Bedankt: 3.194
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Okay Boomer
Auch wenn ich weiß, dass du nix lernen willst bzw alles schon weißt  [ Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. Bitte einloggen oder neu registrieren ]
Geändert von csesraven (06.04.21 um 15:52 Uhr)
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06.04.21, 17:07
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#8
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Freigeist
Registriert seit: Sep 2010
Ort: München
Beiträge: 11.319
Bedankt: 23.584
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Den Kritikpunkt von csesraven sollte man nicht einfach abbügeln. Konzerne wie Amazon und Co. haben sehr wohl geschickt ihre Gewinne und Verluste um den Globus verschoben. Man muß aber nicht nur Amazon den Vorwurf machen, denn auch deutsche Unternehmen wie zum Beispiel Siemens können das sehr gut.
Eine weltweite Lösung halte ich aber für utopisch und es wird immer Steuerparadise geben, mit der Möglichkeit eines Briefkastens.
Es ist halt unsozial die Gewinne oder Betriebsvermögen nicht zu besteuern. Die Kapitalverschiebung zugunsten weniger ist langfristig das Ende einer sozialen Marktwirtschaft und da muß man kein Karl Marx Anhänger sein.
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Folgendes Mitglied bedankte sich bei MunichEast:
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06.04.21, 17:58
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#9
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Profi
Registriert seit: Feb 2013
Beiträge: 1.848
Bedankt: 3.690
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Hier sind 2 Artikel zu Digitalsteuer, ob diese kommt sei dahingestellt.
Ob einzelne Staaten damit was erreichen, glaube ich nicht, dies wird unweigerlich zu Strafzöllen führen.
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So wie es jetzt aussieht, funktioniert es nur, wenn zumindest die G20 Staaten mitspielen, und hierzu gehört auch die USA
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07.04.21, 07:15
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#10
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Master of Desaster
Registriert seit: Dec 2014
Beiträge: 4.303
Bedankt: 3.401
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Ich seh das eher so ein bischen nach der Bauart Kuh-am-Schwanz-am-raus-am-ziehen, mit der Digitalsteuer.
In erster Linie sind es vornehmlich die grossen Konzeren aus Uebersee, die letztendlich in der Kritik stehen.
Und diese sind auch nicht hier oder in Gesamteuropa -umfaenglich- steuerpflichtig.
Sicherlich uebersehe ich auch den ein oder anderen Muesterschueler in der BRD nicht, der die Schlupfloecher zu finden weiss und wenn er nur ganze Landstriche in Brandenburg aufkauft.
In zweiter Instanz werden alle Dinge die nach oben geschraubt werden bei dem da unten ( Verbraucher) abgewaelzt.
Da muss also neben moeglicher Schadenfreude, auch erstmal die Kellerbeleuchtung im Oberstuebchen eingeschaltet werden, bezueglich der Traegerschaft.
Man laesst sich doch nichts nehmen, also muss ein Gegenfinanzier her.
editiert later..
es gibt Hoffnung..))
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Geändert von Caplan (07.04.21 um 07:57 Uhr)
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07.04.21, 08:03
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#11
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Echter Freak
Registriert seit: Apr 2009
Beiträge: 2.362
Bedankt: 3.194
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Zitat:
Zitat von Caplan
Man laesst sich doch nichts nehmen, also muss ein Gegenfinanzier her.
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Das stimmt aber nur bedingt, wenn wie bei Google die Monopolstellung sichtbar wird. Erstmal sorgen höhere Steuern für einen Gewinnrückgang. Die Preise kann ich aber nur insoweit anheben, dass mein Produkt noch gekauft wird. Das Ziel muss also sein, die teilweise absurd hohen Margen in die lokalen Töpfe umzuleiten und vor allem die Gewinnverschiebung zu stoppen.
Amazon macht den größten Gewinn auf den "Caymans" oder so. Das ist eine so offensichtliche Verarschung aber wie wissen ja, wieviele Politiker da auch Geld deponieren (Stichwort Panama-PaperS).
Und wenn Amazon höhere Steuern fordert ist das nett zu lesen aber auch 50% von 0 Gewinn ist 0.
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07.04.21, 15:52
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#12
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Profi
Registriert seit: Feb 2013
Beiträge: 1.848
Bedankt: 3.690
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Zitat:
Amazon macht den größten Gewinn auf den "Caymans" oder so. Das ist eine so offensichtliche Verarschung aber wie wissen ja, wieviele Politiker da auch Geld deponieren (Stichwort Panama-PaperS).
Und wenn Amazon höhere Steuern fordert ist das nett zu lesen aber auch 50% von 0 Gewinn ist 0.
csesraven ist offline Bewerte diesen Beitrag von csesraven Beitrag melden
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Eben so ist es. Und den Gewinn dort machen sie nur, weil sie dort eine Firma gegründet haben, der sie einen Riesenkredit gegeben haben, mit dem sie Amazon die Lizenzrecht abgekauft haben. Alle Firmen auf der Welt von Amazon müssen nun Lizenzzahlungen dort hin leisten, am besten soviel, dass in den jeweiligen Länderfirmen als Gewinn 0 rauskommt.
Ob dies mit der Digitalsteuer zu verhindern ist, ich kann es nicht sagen.
Eine sichere Möglichkeit wäre die Begrenzung der steuerlichen Abzugsfähigkeit von Lizenzzahlungen. Hier müssten sich aber die großen Länder einig sein, sonst fängt die Sache wieder von vorne an (mit Verlagerungen usw.)
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Geändert von gerhardal (07.04.21 um 16:45 Uhr)
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