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myGully |
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02.10.19, 18:09
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#1
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Super Moderatorin
Registriert seit: Mar 2009
Ort: South Bronx
Beiträge: 24.104
Bedankt: 63.108
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Listerien in Pizzasalami und Brühwurst Zwei Todesfälle: Wilke Wurstwaren
Zitat:
Nach zwei Todesfällen in Nordhessen muss ein Wursthersteller schließen. Experten entdeckten gefährliche Bakterien in Pizzasalami und einer Brühwurst – nun gibt es einen Rückruf.
Zwei Todesfälle in Nordhessen sind laut Medienberichten auf Produkte eines Wurstherstellers zurückzuführen. Das Unternehmen Wilke Wurstwaren in Twistetal-Berndorf musste geschlossen werden, gab das Veterinäramt des Landkreises Waldeck-Frankenberg am Mittwoch bekannt. Die "HNA" berichtete zuerst darüber.
In Pizzasalami und einer Brühwurst der Firma sind Listerien-Bakterien gefunden worden. Dabei handelt es sich um Bakterien, die bei gesunden Menschen grippeähnliche Symptome auslösen können. Bei Älteren, Schwangeren und Immungeschwächten könnten Listerien dagegen zum Tode führen.
Unternehmen seit Jahresbeginn von Veterinäramt begleitet
Die Firma steht nicht zum ersten Mal in der Kritik: Veterinär Martin Rintelen sagte der Frankfurter Neuen Presse, der Betrieb werde bereits seit Jahresanfang 2019 vom Veterinäramt begleitet. Auslöser waren Listerien-Befunde aus Hamburg und Baden-Württemberg.
Im Zuge der Begleitung habe der gesamte Betrieb eine Grundreinigung bekommen. Dennoch habe das Amt bisher den Grund für die Verunreinigung nicht finden können. Eine Möglichkeit seien die fünf großen Schneide-Maschinen der Fabrik. Aber auch das Wasser, das zur Produktion genutzt werde, könne die Keime enthalten.
Weltweiter Produkt-Rückruf
Die beiden Todesfälle seien ältere Menschen aus Hessen gewesen, berichtete später auch die "Hessenschau". Das Robert-Koch-Institut (RKI) habe einen "unmittelbaren Zusammenhang" mit den Todesfällen hergestellt. Die Wahrscheinlichkeit, dass die beiden Todesfälle durch Wilke-Produkte eingetreten sind, liege demnach bei 99,6 Prozent.
Die Folge ist ein Rückruf: Wilke Wurstwaren ruft alle Produkte zurück – mit Ausnahme von Vollkonserven. Wie die "Hessenschau" berichtete, habe es in den vergangenen Monaten mehrere Fälle von Verunreinigungen gegeben. Inzwischen ermittele auch die Staatsanwaltschaft Kassel.
Zu 95 Prozent würde der Großhandel beliefert – Produkte seien in vielen Hotels oder auf belegten Brötchen zu finden, aber auch auf Pizzen beispielsweise von Dr. Oetker, berichtete Ronny Marquardt, stellvertretende Geschäftsführerin 2018 in einem Werbevideo der Firma.
Das Unternehmen Wilke Wurstwaren geht nach eigenen Angaben auf eine Dorfmetzgerei vor mehr als 80 Jahren zurück. Die Firma beschäftigt nach Zahlen auf seiner Homepage rund 200 Mitarbeiter und exportiert Waren weltweit.
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Die folgenden 6 Mitglieder haben sich bei Avantasia bedankt:
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07.10.19, 20:03
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#2
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Chuck Norris sein Vater
Registriert seit: Aug 2010
Beiträge: 6.100
Bedankt: 18.425
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Update:
Zitat:
Fleischskandal in Hessen
Ministerium veröffentlicht Liste mit Markennamen
Zwei Menschen starben nach Verzehr von Wurst, die mit Keimen belastet war. Nun veröffentlichte das hessische Verbraucherschutzministerium eine Liste mit Markennamen, unter denen Produkte des Unternehmens Wilke angeboten wurden.

Würste (Symbolbild): "Im Zweifelsfall bei den jeweiligen Verkaufsstellen nachfragen"
Maurizio Gambarini/ DPA
Im Skandal um mit Listerien kontaminierte Wurst des Fleischerei-Unternehmens Wilke hat das hessische Ministerium für Verbraucherschutz eine Liste mit betroffenen Marken veröffentlicht.
Laut dem Ministerium sind alle Eigenmarken der Firma Wilke mit dem Identitätskennzeichen "DE EV 203 EG" betroffen. Dasselbe gilt für folgende Marken und Handelsnamen, sofern sie das Identitätskennzeichen "DE EV 203 EG" tragen:
Haus am Eichfeld
Metro Chef
Service-Bund "Servisa"
CASA
Pickosta
Sander Gourmet
Rohloff Manufaktur
Schnittpunkt
Korbach
ARO
Findt
Domino
Die hessische Ministerin Priska Hinz sicherte Aufklärung in dem Fall zu. Es würden sich noch viele Fragen stellen, die "mit der zuständigen Kreisverwaltung, dem Regierungspräsidium Kassel und der Taskforce Lebensmittelsicherheit" aufgeklärt werden sollten, so Hinz.
Da viele Wilke-Produkte an Wursttheken in Supermärkten verkauft wurden, riet das Ministerium, "im Zweifelsfall bei den jeweiligen Verkaufsstellen nachzufragen, ob dort Produkte der Firma Wilke verkauft wurden." Am Montag war bekannt geworden, dass ein Wurstaufschnitt des Unternehmens [ Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. Bitte einloggen oder neu registrieren ].
Der Fleischereibetrieb Wilke wird mit [ Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. Bitte einloggen oder neu registrieren ] in Verbindung gebracht. Mehrfach wurden Listerien-Keime in Wilke-Produkten nachgewiesen.
Die Keime können für Menschen mit geschwächtem Immunsystem lebensgefährlich sein. Der Landkreis Waldeck-Frankenberg hatte den Betrieb mit 200 Mitarbeitern am Dienstag vergangener Woche geschlossen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Tötung.
Das Unternehmen ist nach Bekanntwerden der Vorwürfe in wirtschaftliche Schieflage geraten und hat am Freitag ein vorläufiges Insolvenzverfahren beantragt.
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Die folgenden 4 Mitglieder haben sich bei BLACKY74 bedankt:
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08.10.19, 05:59
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#3
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Freigeist
Registriert seit: Sep 2010
Ort: München
Beiträge: 11.319
Bedankt: 23.584
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Wegen Sorge um die Arbeitsplätze durfte die Firma seit Anfang des Jahres immer weiter produzieren. Nun sind zwei Menschen tot ....
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08.10.19, 08:18
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#4
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Master of Desaster
Registriert seit: Dec 2014
Beiträge: 4.303
Bedankt: 3.402
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Ich sehe keinen Zusammenhang, fuer die Gewaehr der Arbeitsplaetze zu den bis dato nur derzeit mutmasslichen Hygienemaengel in Fortsetzung.
Nicht jede Ableitung ist griffig.
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08.10.19, 08:31
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#5
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Freigeist
Registriert seit: Sep 2010
Ort: München
Beiträge: 11.319
Bedankt: 23.584
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Zitat:
Zitat von Caplan
Ich sehe keinen Zusammenhang, fuer die Gewaehr der Arbeitsplaetze zu den bis dato nur derzeit mutmasslichen Hygienemaengel in Fortsetzung.
Nicht jede Ableitung ist griffig.
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Es war in einem lokalen Zeitungsartikel sehr ausführlich beleuchtet. Das Landratsamt und Kommunalpolitiker, die Sache wird wohl nun auch von der Staatsanwaltschaft bearbeitet. Ich muß mal schauen, ob ich den Artikel noch irgendwo habe ...
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09.10.19, 13:00
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#6
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Master of Desaster
Registriert seit: Dec 2014
Beiträge: 4.303
Bedankt: 3.402
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Ich helfe dir auf die Spruenge, da jetzt nach Tagen eine Nachlese aus der Gewerkschaftssicht und anderer Bewertenden ( NGG) niedergschrieben steht in folgendem Artikel.
Das schlaegt , wenn es der Wahrheit entspricht, dem Fass den Boden aus.
[ Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. Bitte einloggen oder neu registrieren ]
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09.10.19, 15:20
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#7
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Freigeist
Registriert seit: Sep 2010
Ort: München
Beiträge: 11.319
Bedankt: 23.584
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Ich finden Artikel nicht mehr, aber hier läßt einiges erahnen. In dem was ich vor Tagen gelesen hatte, wurde direkt der Landrat bezichtigt.
Zitat:
Dabei bezog er den Landkreis in seine Kritik mit ein. Dort habe es acht Tage gedauert, ehe es nach der Benachrichtigung durch das Ministerium die erste Kontrolle bei Wilke gegeben habe. Merkwürdig sei auch, dass laut Mitteilung der Behörden bei einer Kontrolle am 5. September festgestellt wurde, „dass ein Großteil der Mängel abgestellt“ gewesen sei. Einen Monat später habe das offenbar wieder anders ausgesehen und man habe das Unternehmen geschlossen.
Die Landtagsopposition forderte Ministerin Hinz dazu auf, Auskunft zu geben. Die Linke stellte einen Berichtsantrag, der am Mittwoch nächster Woche im Umweltausschuss beantwortet werden soll. Der SPD-Politiker Günter Rudolph sieht in der späten Weitergabe der Informationen an den Landkreis entweder „schweres Organisationsversagen“ oder ein mangelndes Problembewusstsein.
Die Umweltministerin sagte zur Weitergabe von Informationen, es müsse „verifiziert werden“, was zwischen dem 12. und dem 20. August geschehen sei, als die Information in ihrem Haus liegen geblieben war. Es habe seinerzeit „Krankheitsfälle“ gegeben. Diese eine Woche ändere aber „nichts an der Tatsache, dass im August die Kontrollen verschärft wurden und dass erst Mitte September das Ministerium davon in Kenntnis gesetzt wurde“, dass die Listerien ursächlich für die Krankheitsausbrüche sind. [ Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. Bitte einloggen oder neu registrieren ]
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18.11.19, 13:12
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#8
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Chuck Norris sein Vater
Registriert seit: Aug 2010
Beiträge: 6.100
Bedankt: 18.425
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Update:
Zitat:
Abschlussbericht zum Wurst-Skandal
Wilke wurde zu selten kontrolliert

Drei Menschen starben durch Schimmelwurst und vergammelte Fleischprodukte von Wilke. Nun hat die hessische Verbraucherschutzministerin ihren Abschlussbericht vorgelegt - und beschuldigt den Landkreis.
Das hessische Verbraucherschutzministerium hat seinen Abschlussbericht zum Listerien-Skandal beim Wursthersteller Wilke vorgelegt. Darin wirft es dem Unternehmen vor, "mit krimineller Energie gearbeitet" zu haben.
Beim für die Lebensmittelüberwachung zuständigen Landkreis stellt der Bericht schwere Versäumnisse fest. Demnach hätte Wilke planmäßig zwölfmal im Jahr vom Landkreis Waldeck-Frankenberg kontrolliert werden müssen. "Aufgrund eines Fehlers des Landkreises ist die Firma Wilke auf ein dreimonatiges Kontrollintervall herabgesetzt worden", heißt es in dem Bericht.
Das war laut Ministerium nicht der einzige Fehler: So sei bei einer Betriebsgröße wie bei Wilke eine regelmäßige Überprüfung aller Betriebsräume nötig. "Die vorgelegten Kontrollberichte aus dem Jahr 2018 sagen aus, dass Kontrollen jeweils nur in verschiedenen Bereichen des Betriebes stattgefunden haben, schwerwiegende Mängel werden in diesen Berichten nicht erwähnt."
"Wir lernen aus dieser Tatsache"
"Solche Risikobetriebe müssten künftig monatlich kontrolliert werden", kündigte die zuständige Ministerin Priska Hinz (Grüne) an. Sie bekräftigte ihre Ankündigung, Konsequenzen aus dem Fall zu ziehen, unter anderem soll die Lebensmittelsicherheit durch drei zusätzliche Stellen im Ministerium und acht in den Regierungspräsidien verbessert werden. Wegen der Aufarbeitung des Falls steht auch Hinz in der Kritik.
Anfang Oktober war der Fleischhersteller Wilke geschlossen worden, nachdem wiederholt Listerien-Keime in seinen Produkten entdeckt worden waren. Sie können bei geschwächtem Immunsystem lebensgefährlich sein. Drei Todes- und 37 Krankheitsfälle werden mit Wilke-Produkten in Verbindung gebracht. Die Staatsanwaltschaft Kassel ermittelt wegen fahrlässiger Tötung gegen den Geschäftsführer.
Von den gravierenden Mängeln bei Wilke habe ihr Ministerium erst im August erfahren, sagte Hinz. Das sei zu spät gewesen. "Wir lernen aus dieser Tatsache."
Foodwatch fordert Offenlegung aller Berichte
"Die Aufarbeitung des Wilke-Skandals ist alles andere als abgeschlossen", sagte Foodwatch-Geschäftsführer Martin Rücker vor der Vorstellung des Berichts. Er fordert eine Offenlegung aller relevanten Berichte, damit sich die Öffentlichkeit selbst ein Bild machen könne. Laut Foodwatch hat der Fall Wilke einmal mehr die Schwachstellen des Kontrollsystems für Lebensmittel und der gesetzlichen Grundlagen gezeigt.
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Folgendes Mitglied bedankte sich bei BLACKY74:
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