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myGully |
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14.07.14, 13:38
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#1
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Legende
Registriert seit: Aug 2011
Ort: in der Wildnis
Beiträge: 15.518
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NSA-Gremium greift zur Geheimwaffe - Einsatz von ausspähsicheren Schreibmaschinen.
Zitat:
NSA-Gremium greift zur Geheimwaffe
Der NSA-Untersuchungsausschuss geht davon aus, im Visier von Geheimdiensten zu sein. Der Vorsitzende Patrick Sensburg erwägt nun den Einsatz von ausspähsicheren Schreibmaschinen.
Es klingt zumindest ungewöhnlich. Der Vorsitzende des NSA-Untersuchungsausschusses, Patrick Sensburg, spricht ganz offen über skurril anmutende Schutzmaßnahmen. Im ARD-"Morgenmagazin" sagte der CDU-Politiker, man habe bereits über die Nutzung einer Schreibmaschine anstatt von Computern nachgedacht. "Tatsächlich haben wir das – und zwar eine nicht elektronische Schreibmaschine", antwortete Sensburg auf eine entsprechende Frage.
Die gute alte Schreibmaschine als Ultima Ratio im Aufklärungskampf gegen die massenhafte globale Ausspähung von Nachrichtendiensten? Man darf mit dem Kopf schütteln. Muss es aber nicht. Denn die Anmerkung des Ausschussvorsitzenden steht stellvertretend für eine Sorge, die in Berlin umgeht: Kann man sich irgendwie schützen?
Unendlich viele Möglichkeiten der Überwachung
Seit einem Jahr wird Schritt für Schritt offengelegt, welche Möglichkeiten es zur Überwachung im digitalen Zeitalter gibt. Edward Snowden hat gezeigt, wozu amerikanische und britische Nachrichtendienste fähig sind – technisch und logistisch. Und jeder kann daraus den Schluss ziehen, dass russische oder chinesische Dienste, aber auch hochtechnisierte Kriminelle durchaus ähnliche Kompetenzen entwickelt haben.
Elektronische Kommunikation kann heute nahezu umfassend ausgespäht werden. Das gilt nicht nur für E-Mails, private Einträge in Social Networks oder Telefongespräche. Mittlerweile wissen wir auch, dass die Benutzung von Anonymisierungsdiensten im Netz wohl keinen hundertprozentigen Schutz versprechen kann, sondern Nutzer eher interessant für Datendiebe macht. Selbst bei Kryptohandys, die manche Politiker besitzen, ist es offenbar immer nur eine Frage der Zeit, bis ihr Schutz erkannt und umgangen werden kann.
Rückkehr zur Mechanik aus Ernüchterung
Im Bundestag hat dieses Wissen in den vergangenen Monaten für Ernüchterung gesorgt. Wenige wussten bereits vor den Snowden-Enthüllungen von all diesen Sicherheitslücken. Jetzt ist es aber auch Gesprächsthema auf den Fluren und beim Mittagessen.
Wenn Politiker und Journalisten, die sich mit Themen aus dem Sicherheitsbereich beschäftigen, heute etwas am Telefon besprechen, dann geht fast niemand mehr davon aus, dass nichts davon irgendwo aufgezeichnet und womöglich ausgewertet wird. Die Fragen lauten deshalb: Was kann man machen? Wie lässt sich vertrauensvoll miteinander kommunizieren?
Es wird weniger telefoniert
Vor allem versucht man, sich die Technik vom Leib zu halten. Betroffene telefonieren weniger miteinander, sondern treffen sich wieder vermehrt. Es wird viel Kaffee getrunken und gemeinsam Mittag gegessen. Auch Spaziergänge in Parks erfreuen sich wieder zunehmender Beliebtheit.
Smartphones hingegen werden kritischer beäugt. In den vergangenen Tagen sind erneut zwei Fälle bekannt geworden, in denen es Hinweise auf Cyberattacken gibt. Unter anderen ist Roderich Kiesewetter (CDU), Unionsobmann im NSA-Gremium, betroffen.
Handys können so manipuliert werden, dass SMS, E-Mails und sonstige Inhalte durchsucht werden können. Sie lassen sich zudem als Mikrofon oder Kamera nutzen. Niemand, der heute vertrauliche Worte wechseln will, legt sein Telefon während des Gesprächs auf den Tisch.
Alle Handys landen in einer Metallkiste
Im NSA-Untersuchungsausschuss versuchte man es zuletzt mit einem Trick: Vor dem Besprechungsraum der Abgeordneten stand eine große Metallkiste. Nacheinander purzelten ihre Mobiltelefone in den sargähnlichen Behälter. Schließlich legte auch Sensburg sein Handy hinein – schaltete darauf vorher aber noch laute Musik ein: Die Klassik von Edvard Grieg sollte mögliche Gesprächsfetzen übertönen.
Um so sicher wie möglich untereinander kommunizieren zu können, besitzen die Obleute der Fraktionen bereits Krypto-Handys. Jedes Mitglied hat einen Safe im Büro, um Dokumente aufzubewahren. Als besonders sensibel eingestufte Dokumente können sie nur in der Geheimschutzstelle des Bundestages einsehen. Die Mitglieder des Ausschusses gehen davon aus, dass sie Ziel von Ausspähaktionen sind.
Wurden Handys von Abgeordneten ausgespäht?
Sensburg fordert jetzt, dass alle elektronischen Kommunikationsgeräte überprüft werden. Das gelte für Handys, "aber auch für die genutzten Laptops, Tablets und Computer in den Büros", sagte Sensburg der "Welt". Sollte sich herausstellen, dass Nachrichtendienste die Handys ausspähten, wäre das "eine weitere Steigerung der Affäre", erklärte der CDU-Politiker.
Und dann ist da eben noch seine Idee mit der Schreibmaschine. Im vergangenen Jahr wurde berichtet, dass russische Sicherheitsbehörden mittlerweile wieder verstärkt auf Schreibmaschinen setzen. Sie können eben nicht abgehört werden – und Schriftstücke lassen sich ihnen bei Bedarf zuordnen.
Bundeskanzlerin Angela Merkel hält das Ausspionieren von Verbündeten für eine Ressourcen-Verschwendung. Die Bundesregierung sendet klare Signale an die USA: So könne es nicht weitergehen.
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Höhlenmalerei ist auch Abhörsicher
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14.07.14, 14:46
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#2
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Erfahrenes Mitglied
Registriert seit: Mar 2010
Beiträge: 676
Bedankt: 659
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Der Lauscher an der Wand hört seine eigne Schand'!
Sollen sie doch einfach die Karten auf den Tisch legen und die Erkenntnisse öffentlich machen. Schluss mit der Geheimniskrämerei, dann braucht auch keiner mehr abzuhören. Aber das trauen sich die Damen und Herren im Untersuchungsauschuss nicht, weil dann zuviel eigene schmutzige Wäsche gewaschen werden muss.
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my brain has two parts, the right and the left...on the left, there is nothing right...on the right, there is nothing left
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14.07.14, 15:55
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#3
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gta v O__O
Registriert seit: Feb 2010
Ort: In Austria
Beiträge: 1.221
Bedankt: 869
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Warum nicht einfach Computer ohne WLAN/LAN Karte?
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14.07.14, 16:55
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#4
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Chuck Norris sein Vater
Registriert seit: Apr 2009
Beiträge: 5.075
Bedankt: 12.641
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Moin,
weil das nicht reicht.
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Wenn Kik den Preis pro Shirt um einen Euro erhöht um seinen Mitarbeitern ein besseres Gehalt zu zahlen, dann finden wir das alle gut.
Und dann gehen wir zu Takko einkaufen ...
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14.07.14, 23:44
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#5
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Legende
Registriert seit: Aug 2011
Ort: in der Wildnis
Beiträge: 15.518
Bedankt: 34.775
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15.07.14, 07:32
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#6
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Echter Freak
Registriert seit: Jun 2010
Beiträge: 2.209
Bedankt: 3.947
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Wenn die Geheimen wirklich wollen, können auch mechanische Schreibmaschinen abgehört werden. Jede Taste hat einen eigenen Anschlag der ausgewertet werden kann. Dazu kommt noch die Häufigkeitsverteilung von Buchstaben und Wörtern.
Nichts ist mehr abhörsicher.
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"Wir müssen friedenstüchtig werden"
(Boris Pistolius, dt. Philosoph)
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15.07.14, 10:42
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#7
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Echter Freak
Registriert seit: Sep 2010
Beiträge: 2.395
Bedankt: 3.163
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@ nolte
es gibt auch abhörsichere Räume (auch schalldichte) die frei von Wanzen und andere Abhörmechanismen sind. Und das Getippte, könnte man dann durch spezielle Kurierdienste an den Empfänger überbringen.
Auch könnte die Regierung einen internen Netz ausbauen, die nur sie selber untereinander verwenden, die mit dem eigentlichen Internet nichts zu tun hat und diese auch nicht durch die Briten und Amis durch unterseeische Leitungen angezapft werden können.
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15.07.14, 15:40
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#8
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Echter Freak
Registriert seit: Jun 2010
Beiträge: 2.209
Bedankt: 3.947
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Bei abhörsicheren Räumen und Kurierdiensten kommt der unsicherste Faktor ins Spiel. Denn jeder hat seinen Preis, Kuriere oder Untersuchungsausschussmenschen.
Gut, aber wovor will das Gremium sich schützen? Sie könnten ihre Erkenntnisse eigentlich sofort veröffentlichen. Hat jeder was von - Bevölkerung weiss gleich Bescheid und die Schlapphüte haben nicht soo viel Arbeit.
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"Wir müssen friedenstüchtig werden"
(Boris Pistolius, dt. Philosoph)
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15.07.14, 18:26
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#9
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Hirnzellenfreie Köpfe
Registriert seit: Apr 2011
Beiträge: 264
Bedankt: 304
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Zitat:
Zitat von nolte
Sie könnten ihre Erkenntnisse eigentlich sofort veröffentlichen. Hat jeder was von - Bevölkerung weiss gleich Bescheid und die Schlapphüte haben nicht soo viel Arbeit.
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Sag ich doch immer: wenn sie endlich alle rosa Mützen anziehen, dann könnten sie sich gegenseitig erkennen und hätten nicht soviel lästige Arbeit.
Zitat:
Wenn die Geheimen wirklich wollen, können auch mechanische Schreibmaschinen abgehört werden.
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Stimmt, bereits die Technologie der mechanischen Schreibmaschine ist viel zu gefährlich für Agenten. Am Besten man lässt sie nur mit Murmeln spielen, dann können sie keine Dummheiten machen.
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17.07.14, 01:03
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#10
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Heul' doch!
Registriert seit: Feb 2010
Ort: Im Herzen Württembergs
Beiträge: 3.455
Bedankt: 9.548
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Zitat:
[...] Kann man sich irgendwie schützen? [...] Elektronische Kommunikation kann heute nahezu umfassend ausgespäht werden. [...] Rückkehr zur Mechanik aus Ernüchterung. [...] Betroffene telefonieren weniger miteinander, sondern treffen sich wieder vermehrt. [...]
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Hätten "die" nur mal alle auf mich gehört:
Zitat:
Zitat von Schnullermaske
Unterhaltungen über Warez [oder auch Drogen, Waffen usw.] finden nie über Email, Telefon oder SMS statt - nur im persönlichen Gespräch!
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Signatur ist z.Zt. unterwegs über den Atlantik um für Umweltschutz und Weltfrieden zu demonstrieren!
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18.07.14, 18:37
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#11
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Stammi
Registriert seit: Jul 2011
Beiträge: 1.247
Bedankt: 1.130
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Zitat:
Alle Handys landen in einer Metallkiste
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Tja, warum nicht einfach den Akku raus machen? Ahso, stimmt geht ja bei Apple und sogar bei anderen Geräte meist nicht mehr. Vielleicht schreibt ja die NSA den Herstellern das ja auch schon vor, dass der Akku nicht entfernt werden darf, aber das dies als Bumerang zurück kommt, daran haben sie nicht gedacht.
Apropos Schreibmaschine. Hat keiner mal an das Farbband gedacht? Da sind doch alle Buchstaben eines Textes der getippt wurde schön in einer Reihe drauf. Dann werden Spione auch wieder nützlich um diese Bänder zu organisieren und "Welcome back at the cold War"!
Zitat:
Betroffene telefonieren weniger miteinander....
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So ergibt sich auch der Sinn in dieser Meldung: [ Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. Bitte einloggen oder neu registrieren ]
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Meine Liste was wir nicht brauchen: GVU, GEMA, GEZ, Religionen, Radikale(Rechts o. Links), Kriege, Drogen, Steuerverschwendung, TTIP, Zahnbürste mit Bluetooth, Helene Fischer
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