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30.05.14, 19:19
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Filmlegende: Karlheinz Böhm ist tot Karlheinz Böhm ist tot
Zitat:
Als Kaiser Franz Joseph erspielte sich Karlheinz Böhm in "Sissi" den Ruf des ehrenhaften Helden. Diesem Image blieb er auch als Gründer der Hilfsorganisation "Menschen für Menschen" treu. Nun ist der Schauspieler gestorben. Er wurde 86 Jahre alt.
Salzburg - An der Seite von Romy Schneider spielte er in "Sissi" den Kaiser Franz Joseph. Diese Rolle, der er einen ehrlichen und aufrichtigen Charakter verlieh, machte ihn berühmt. Nun ist der Schauspieler und Gründer der Hilfsorganisation "Menschen für Menschen", Karlheinz Böhm, gestorben - am 29. Mai, so wie vor 32 Jahren auch Romy Schneider.
"Mit Karlheinz Böhm verliert die Welt einen mutigen Visionär und unerbittlichen Kämpfer für Gerechtigkeit", erklärte "Menschen für Menschen" am Freitag in München.
Böhm wurde am 16. März 1928 in Darmstadt als Sohn eines Dirigenten und einer Sopranistin geboren. Er wuchs nach eigenem Bekunden "ohne Heimat" und Geborgenheit auf, da sein Vater oft den jeweiligen Orchestern hinterherzog.
Nach dem Abitur studierte Böhm zunächst ein Semester Philosophie, Anglistik und Germanistik an der Grazer Universität, danach ein Semester Kunstgeschichte an der Universität Rom. 1948 wurde er in Wien Regieassistent bei Karl Hartl. Schauspielunterricht erhielt er ab 1949 an der Schauspielschule des Burgtheaters, dort debütierte er auch in dem Stück "Der junge Herr von vierzig". Weitere Stationen am Theater absolvierte Böhm in Wien, München, Zürich, Frankfurt am Main, Berlin und Düsseldorf.
Image als junger, ehrenhafter Held
In den Fünfzigerjahren machten vor allem Unterhaltungsfilme Böhm bekannt. Nach seiner Rolle als Kaiser Franz Joseph blieb an ihm das Image des jungen Helden lange haften. Dieses Bild wollte er allerdings loswerden - und ging ins Ausland. Seine Schauspielkunst stellte er nach Meinung von Kritikern vor allem in Michael Powells Psychothriller "Peeping Tom" (1960) unter Beweis, wo er den psychopathischen Serienmörder Mark Lewis spielte. Nach einigen Jahren in Hollywood kehrte Böhm wieder ans Theater zurück und führte auch Regie.
Böhm brillierte in den Siebzigerjahren in dem TV-Psychothriller "Martha". Zudem war er in Rainer Werner Fassbinders "Faustrecht der Freiheit" (1974) und "Mutter Küsters Fahrt zum Himmel" (1975) zu sehen.
Die Arbeit mit Fassbinder machte Böhm auf sozialpolitische Fragen und globale Probleme aufmerksam. Er begann, sich sozial zu engagieren. Bereits 1974 war er während einer Kur in Kenia mit der Armut in Afrika konfrontiert worden und hatte beschlossen, dem Kontinent zu helfen.
Ein Millionenbetrag bei "Wetten, dass..?"
Unter dem Eindruck des Kenia-Aufenthalts wettete Böhm 1981 in Frank Elstners "Wetten, dass..?"-Sendung, dass nicht jeder Zuschauer eine Mark, einen Franken oder sieben Schilling für die notleidenden Menschen spenden würde. Dabei kam ein Millionenbetrag zusammen - Böhm verabschiedete sich aus dem Filmgeschäft und gründete die Äthiopienhilfe "Menschen für Menschen". Die Organisation hat zusammen mit der dortigen Bevölkerung rund 300 Schulen, Dutzende Krankenstationen und Hunderte Wasserstellen gebaut.
Böhm, der seit 1982 ehrenamtlich für seine Organisation gearbeitet hat, lebte mehrere Monate im Jahr unter einfachsten Bedingungen in Äthiopien. 2006 zog sich Böhm aus der Leitung der Stiftung zurück. Im vergangenen Jahr meldeten mehrere Medien, er würde an Alzheimer leiden.
Böhm starb am Donnerstagabend im Alter von 86 Jahren in seinem Haus in Grödig bei Salzburg. Seit langer Zeit war er schwer krank gewesen.
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