Willkommen |
|
myGully |
|
Links |
|
Forum |
|
|
|
 |
21.05.13, 14:27
|
#1
|
Banned
Registriert seit: Jul 2012
Beiträge: 721
Bedankt: 1.589
|
Apple ist "einer der größten Steuervermeider" der USA
Apple ist "einer der größten Steuervermeider" der USA
Zitat:
Heute wird Apple-Chef Cook vor dem US-Senat zu dem Netzwerk aus Briefkastenfirmen befragt, mit dem der Konzern Auslandsgewinne verstecken soll.
Apple soll Milliarden US-Dollar Steuern durch Briefkastenfirmen gespart haben, die keine Mitarbeiter hatten und vom Topmanagement in der Konzernzentrale direkt geführt wurden. Das berichtet die New York Times unter Berufung auf einen Bericht des US-Senats, der am 21. Mai 2013 mit Konzernchef Tim Cook diskutiert werden soll. Diese verflochtenen Tarnfirmen haben ihren Sitz in Irland, in den Niederlanden, Luxemburg oder auf den britischen Jungferninseln.
"Apple war nicht damit zufrieden, seine Gewinne in Niedrigsteuer-Offshore-Oasen zu verschieben. Apple hat den Heiligen Gral der Steuervermeidung gesucht und gefunden", sagte Senator Carl Levin von den Demokraten, der den permanenten Senatsunterausschuss für Untersuchungen leitet. Die Anhörung werde sich intensiv mit den "Offshore-Steuervermeidungsstrategien von Apple" befassen. Den Bürgern soll gezeigt werden, wie durch die Ausnutzung von Gesetzeslücken "ihre Steuerlast und das Bundesdefizit erhöht" werden.
Die Experten beziffert die Steuern, die Apple von 2009 bis 2012 gespart hat, auf mindestens 74 Milliarden US-Dollar, die auf Auslandsgewinne hätten gezahlt werden müssen. Im vergangenen Jahr erzielte Apple 61 Prozent seines Umsatzes außerhalb der USA.
Apple wird nicht beschuldigt, illegal gehandelt zu haben, aber Gesetzeslücken in den USA mit "größter Dreistigkeit" zur Steuervermeidung genutzt zu haben, wie viele andere IT-Konzerne auch, darunter Amazon, Microsoft und Google.
John McCain, der als ranghöchster Republikaner in dem Gremium sitzt, sagte: "Apple behauptet, der größte Steuerzahler in den USA zu sein", aber sie seien "auch einer der größten Steuervermeider" des Landes.
Während das Unternehmen behauptet, sein Steuersatz läge bei 24 bis 32 Prozent, werde real nur ein Satz von 20,1 Prozent gezahlt, was von 2009 bis 2011 über 8 Milliarden US-Dollar weniger seien.
Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur AP vom November 2012 zahlte Apple in dem laufenden Geschäftsjahr nur 1,9 Prozent Steuern auf 36,8 Milliarden US-Dollar Gewinn.
|
[ Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. Bitte einloggen oder neu registrieren ]
|
|
|
21.05.13, 15:22
|
#2
|
Stammi
Registriert seit: Sep 2010
Beiträge: 1.139
Bedankt: 580
|
Machen die es in Europa anders ? Klares Nein. Egal ob Apple, Amazon, eBay, Google oder wer auch immer.
Warum hat wohl Amazon seine Europaniederlassung in Luxenbourg ? Weil damit kaum Steuern anfallen, da gehen Mio. Euro auch am deutschen Staat vorbei.
Und wer ist Schuld ? unsere gwählten Volksvertreter, den die haben mit ihren Steuergesetzen genau solche Schlupflöcher gelassen.
|
|
|
21.05.13, 15:39
|
#3
|
Chuck Norris
Registriert seit: Sep 2009
Beiträge: 3.738
Bedankt: 5.859
|
Zitat:
Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur AP vom November 2012 zahlte Apple in dem laufenden Geschäftsjahr nur 1,9 Prozent Steuern auf 36,8 Milliarden US-Dollar Gewinn.
|
Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Jede Handwerkerbude zahlt prozentual mehr.
|
|
|
21.05.13, 18:48
|
#4
|
Echter Freak
Registriert seit: Sep 2010
Beiträge: 2.395
Bedankt: 3.163
|
Schlupflöcher für Steuern zu nutzen, ist nicht illegal. Wenn jemand auf legalen Wege die Möglichkeit hat, sein Geld vor mehr Steuerabgaben zu retten, der wird es garantiert ausnutzen. Das ist auch nichts unmoralisches dabei.
__________________
|
|
|
21.05.13, 19:05
|
#5
|
Banned
Registriert seit: Jul 2012
Beiträge: 721
Bedankt: 1.589
|
Als ehrlicher Steuerzahler würde ich mir schon verarscht vorkommen.^^
|
|
|
21.05.13, 19:18
|
#6
|
Echter Freak
Registriert seit: Sep 2010
Beiträge: 2.395
Bedankt: 3.163
|
Zitat:
Zitat von Engine²
Als ehrlicher Steuerzahler würde ich mir schon verarscht vorkommen.^^
|
Deine Steuern haben nichts mit ehrlich gezahlt zu tun, denn du musstest es bezahlen, ob du es wolltest oder nicht. Der Staat greift sich die Steuer schon vorher ab, abgerechnet je nach Steuerklasse, bevor du deinen Lohn bekommst. Das macht der Arbeitgeber ganz brav für den Staat. Es gibt dafür kein entrinnen. Es sei denn, man arbeitet schwarz, dann zahlt man auch keine Steuern.
__________________
|
|
|
21.05.13, 19:31
|
#7
|
Chuck Norris
Registriert seit: Sep 2009
Beiträge: 3.738
Bedankt: 5.859
|
Es geht hier nicht um juristische Aufarbeitung.
Es geht darum, dass die finanziell größten Profiteure unserer Gesellschaften sich einfach aus der Verantwortung stehlen können. Was die nicht zahlen wollen, muss jemand anderes zahlen und hierbei sind wir bei Otto normal. Dabei betrifft dies (in diesem Fall) wohl die meisten Industrie und Schwellenländer. Dieses Prinzip gilt für Steuerhinterziehung und Steuervermeidung gleichermaßen.
Dazu kommt auch der Wettbewerb bei abfallender Steuerbelastung der Monopolbildung fördert.
|
|
|
21.05.13, 19:36
|
#8
|
Banned
Registriert seit: Jul 2012
Beiträge: 721
Bedankt: 1.589
|
Zitat:
Zitat von Ghozz
Deine Steuern haben nichts mit ehrlich gezahlt zu tun, denn du musstest es bezahlen, ob du es wolltest oder nicht.
|
Es kann mir trotzdem gegen den Strich gehen - oder nicht?
|
|
|
21.05.13, 19:51
|
#9
|
Echter Freak
Registriert seit: Sep 2010
Beiträge: 2.395
Bedankt: 3.163
|
Für Otto-Normalverbraucher wäre sowas nicht möglich. Große Unternehmen haben Ihre Möglichkeiten. Sie diktieren manchmal sogar, was die Regierung zu tun hat. Es gibt sogar Unternehmen, die Ihre Mitarbeiter in die Politik aussenden, damit die Gesetze erlassen werden, die in Ihrem Interesse und Vorteile sind. (Ich kann leider den Link nicht finden, aber in irgendeinem Post hier im Forum hatte ich es mal eingefügt.)
Und Steuerlöcher sind dafür da, um es auszunutzen.
@ Engine²
natürlich kommst du dir dann verarscht vor. Aber diese Boni sind größeren Unternehmen vorbehalten.
__________________
|
|
|
21.05.13, 20:00
|
#10
|
Chuck Norris
Registriert seit: Sep 2009
Beiträge: 3.738
Bedankt: 5.859
|
"Steuerlöcher" - genausogut könnte man sagen "Lecks sind da um Schiffe zu versenken". Es ist ein auszumerzender Mangel, auch wenn jemand einen Zweitjob im Ministerium hat. Deswegen ist es richtig darauf aufmerksam zu machen.
|
|
|
21.05.13, 20:14
|
#11
|
Echter Freak
Registriert seit: Sep 2010
Beiträge: 2.395
Bedankt: 3.163
|
Aufmerksam machen ist die eine Möglichkeit, die andere Möglichkeit wäre, damit nichts zu erreichen.
Wieviele Politiker haben dutzende Nebenjobs, die sie ungern an die Öffentlichkeit offenlegen? Gerade sind da auch welche darunter, die in solchen Unternehmen als Vorstandsvorsitzender Ihre angebliche Arbeit erledigen. Solche Politiker, werden sich hüten, Gesetze ändern zu lassen, die Nachteile mit sich für das Unternehmen und das eigene Geldbeutel bringt.
Warum werden dann solche Steuer Schlupflöcher dann nicht gestopft? Es wird wissentlich darüber hinweg gesehen. Man will ja nicht die großen Unternehmen verärgern, sonst drohen sie direkt mit Standortswechsel in das Ausland.
__________________
|
|
|
21.05.13, 21:43
|
#12
|
Chuck Norris
Registriert seit: Sep 2009
Beiträge: 3.738
Bedankt: 5.859
|
Das ist ja alles schön und gut und weitestgehend bekannt. Das ist aber (wie bei einem Leck) eine endliche Entwicklung. Wichtig ist das diese aufgehalten wird. Wenn man es so darstellt, als sei es unabänderlich, beschreibt man doch nur den eigenen "Untergang".
Das zum Beispiel ein Steinbrück bei seinen fragwürdigen Nebenverdiensten Kanzlerkandidat sein kann ist nicht nur ein Zeichen der korrupten Politiker, sondern auch ein Zeichen dafür dass wir uns dies gefallen lassen. Deswegen ist es wichtig zumindest in der Wählerschaft ein Bewusstsein zu schaffen. Wer im Sinne seiner zusätzlichen Arbeitgeber Gesetze erlässt muss unter Druck gesetzt werden. Gleiches gilt für Minister die meinen trotz aller verfügbarer Ressourcen euphemistisch auf "externen Sachverstand" angewiesen zu sein.
Bei solchen Zuständen muss die Wiederwahl tatsächlich bedroht werden.
|
|
|
21.05.13, 22:13
|
#13
|
Echter Freak
Registriert seit: Sep 2010
Beiträge: 2.395
Bedankt: 3.163
|
Zitat:
Zitat von Nana12
Wenn man es so darstellt, als sei es unabänderlich, beschreibt man doch nur den eigenen "Untergang".
|
Wessen eigener "Untergang" ist die Rede? Das solltest du mal näher erklären.
Auf eine Art ist das unabänderlich, denn in Deutschland machen die Politiker die Gesetze, die Ihnen sehr viele Vorteile bringen. Wenn man in den Genuss solcher Privilegien und Vorteile gekommen ist, dann kann man davon nicht ablassen. Und gewöhnlich hackt eine Krähe der anderen kein Auge aus, und nicht anders verhält es sich mit den Politikern.
__________________
|
|
|
21.05.13, 22:32
|
#14
|
Chuck Norris
Registriert seit: Sep 2009
Beiträge: 3.738
Bedankt: 5.859
|
Ich habe das Bild des "Lecks" weiter verwendet.
Die großen Konzerne verschiedener Branchen glänzen ja nicht allein durch ihre globalen Möglichkeiten. Sie können Mitbewerber einfach ausstechen, weil ihre Gewinnspanne dies zulässt (siehe Topic). Kleinere Mitbewerber, die keine Möglichkeiten haben sich multinational zu organisieren müssen für Steuern aufkommen. Ihre Gewinnspanne ist kleiner, ihr Investitonsvolumen geringer und das Risiko größer. Die global Player haben also eine ganze Reihe von Argumenten wieso sie sich durchsetzen und quasi Monopole oder Oligopole bilden.
Das heißt ihr Einfluss auf die Politik wird weiter zunehmen. Der Spielraum für demokratische Entscheidungen wird hingegen abnehmen. Dieses Spiel kann nur in einem Kollaps enden, weil sich keine Gesellschaft ausschließlich mit den Zielen von Konzernen vereinbaren lässt. Deswegen kann man nicht sagen "is eben so" und mit den Schultern zucken. Das ist keine Alternative, und das wird spätestens dann deutlich wenn es unerträglich wird. Beispielsweise wenn es nur noch Nahrungsmittel ala Monsanto Nestlé&co gibt. Das wäre zB für mich ein "Untergang".
Politiker sind erst einmal von ihrer Wählerschaft abhängig, und genau da muss man auch ansetzen. Auch wenn die eigens finanzierten Medien ihre Schützlinge auf den Thron setzen wollen. Merkel kann sich trotz riesiger Wechselwählerpotenziale sicher sein im September als Kanzlerin wiedergewählt zu werden. Und das ist ein sehr undemokratischer Zustand und paradiesisch für Konzerne (dieser Gegensatz ist bewusst gewählt).
|
|
|
22.05.13, 06:50
|
#15
|
Echter Freak
Registriert seit: Jun 2010
Beiträge: 2.209
Bedankt: 3.947
|
Höhere Steuern für Reiche !!
Warum?
Darum:[ Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. Bitte einloggen oder neu registrieren ]
|
|
|
Forumregeln
|
Du kannst keine neue Themen eröffnen
Du kannst keine Antworten verfassen
Du kannst keine Anhänge posten
Du kannst nicht deine Beiträge editieren
HTML-Code ist Aus.
|
|
|
Alle Zeitangaben in WEZ +1. Es ist jetzt 20:22 Uhr.
().
|