ich bin derzeit auf der Suche nach einer Agentur bzw. einem Verlag, der sich von mir geschriebene Geschichten etwas näher ansehen und evtl. auch veröffentlichen will. Ich schreibe sehr gerne und, wie ich finde, auch nicht schlecht. Außerdem bin ich DotA2-Süchtiger und dachte mir, während ich auf Antworten von Verlagen warte könnte ich doch etwas FanFiction zu meinem Lieblingsspiel schreiben
Gesagt, getan, ich habe einen kurzen Prolog verfasst, den ich euch im Folgenden gerne vorstellen würde. In englischen Foren wie z.B. auf joinDotA habe ich bereits ziemlich gutes Feedback dazu bekommen, aber davon kriegt man bekanntlich ja nie genug! Leider ging meine Leseprobe in FanFiction-Foren ziemlich in der grauen Masse unter, weswegen ich hoffe, hier noch etwas mehr Rückmeldung zu erhalten
Hier könnt ihr den Prolog zu meiner Geschichte lesen:
Lyralei rannte. Ohne langsamer zu werden verließ sie die Straße und tauchte in die Schatten dessen ein, was bis vor kurzem noch ein Wald gewesen war. Links und rechts von ihr erhoben sich schwarze, leblose Stämme aus dem Boden, kahle Äste schlugen ihr entgegen und zerkratzten ihre Haut. Die Erde unter ihren nackten Füßen fühlte sich kalt und tot an, und in dem Wind, der den aufgewirbelten Staub erfasste und davontrug, schienen die zahllosen Schreie derer nachzuhallen, die an diesem Ort gestorben waren. Lyralei hatte nicht vor, eine davon zu werden. Ihre roten Haare und ihr grüner Umhang wehten wild hinter ihr her, während sie über umgestürzte Bäume sprang und sich unter tief hängenden Ästen hindurch duckte. Jeder andere wäre längst gestürzt oder hätte sich in den Schatten zwischen den Bäumen verirrt, denn das kalte Licht des Mondes reichte kaum aus, um den schmalen Weg zu beleuchten. Lyralei jedoch kannte den Wald so gut wie nur wenige andere.
Ansatzlos stieß sie sich vom Boden ab, sprang über zersplitterte Stufen hinweg mehrere Schritte nach unten, rollte sich ab und war sofort wieder auf den Beinen. Und hielt inne. Ein Stück vor sich konnte sie einen der Drachenstämme erkennen, die sich in diesem Wald angesiedelt hatten. In einem Anflug von Erleichterung bemerkte sie, dass zumindest die Drachen nicht Opfer der rohen, brutalen Macht geworden waren, die in dieser Nacht ausgebrochen war. Ein riesiger Drache und zwei kleinere, allesamt so schwarz wie der Himmel, schwebten über ihrem Nest und sahen aus rot leuchtenden Augen zu ihr hinüber. Jedoch nicht so, wie ein Jäger seine Beute ansah. Unsicherheit lag in ihren Blicken, und Angst. Selbst sie, die mächtigsten Wesen in diesem Wald, fürchteten sich. Kälte breitete sich um Lyraleis Herz aus. Was für eine Macht war das, die in wenigen Augenblicken einen Wald zum Sterben brachte und die selbst die Drachen fürchteten? Ihr Blick fiel wieder auf die toten Bäume um sie herum. Die sich wie knorrige Finger dem Himmel entgegenstreckten, anklagend, um Erlösung bei den Göttern suchend. Auch sie fürchtete sich. Doch sie war die einzige, die mit eigenen Augen angesehen hatte, was diesen brutalen Ausbruch der Macht verursacht hatte. Sie musste es zurück in die Stadt schaffen, musste berichten, was sie gesehen hatte.
Ein Kinderspiel, würde man sagen. Niemand rannte so schnell wie sie. Eine Tatsache, der sie den Titel Windrunner verdankte. Seit ihrer Geburt hatte sie sich mit dem Wind verbunden gefühlt, und jetzt schoss ihr Körper durch ihn hindurch, als sie eine zweite Treppe hinuntersprang und im Fluss landete. Eiskaltes Wasser umschlang ihre Beine bis knapp unterhalb der Knie, tote Fische trieben an ihr vorbei und Lyralei musste aufpassen, dass sie auf den glatten Steinen nicht ausrutschte.
Sie war nicht allein! Das Gefühl kam so plötzlich, dass sie beinahe stehen geblieben wäre, um sich nach Verfolgern umzusehen. Nur mühsam widerstand sie dem Zwang und watete weiter durch das dunkelblaue Wasser, zerstörte das Spiegelbild des Mondes mit ihren Wellen und eilte auf das gegenüberliegende Ufer zu.
In dem Moment, in dem sie einen Fuß auf die warme Erde setzte, ertönte ein wütendes Brüllen aus der Finsternis des toten Waldes hinter ihr. Gleichzeitig zuckte fauchend eine Stichflamme mitten aus der Luft empor, nur wenige Schritte vor ihr. Lange Schatten flackerten auf, Licht traf auf moosbewachsene Steine und die Stämme uralter Bäume, und für einen winzigen Augenblick glaubte Windrunner eine Gestalt inmitten der Flammen zu sehen. Eine kleine, aus blanken Knochen bestehende Kreatur, die sie aus leeren Augenhöhlen anstarrte. Gackerndes, höhnisches Lachen erklang.
Unwillkürlich musste sie lächeln, ihre gelben Augen blitzten herausfordernd auf. Es war Zeit, ihren Titel Windrunner erneut unter Beweis zu stellen. Tosend erwachte der Wind um sie herum zum Leben, umwehte ihre Beine, umhüllte sie wie eine Rüstung, trieb sie vorwärts. Das gackernde Lachen erklang irgendwo vor ihr, also rannte sie nach rechts. Zumindest auf dieser Seite des Flusses hatte die zerstörerische Macht den Wald nicht verderben können, grünes Gras bedeckte den Boden und Bäume, deren Kronen voller Laub hingen, rauschten in der Nachtluft. Laub, das vom Wind bereits aufgegeben worden war und wie ein Teppich den Boden bedeckte, wurde erneut aufgewirbelt, als Lyralei - nun noch schneller als zuvor – gleich mehrere Stufen auf einmal nehmend eine Treppe hinaufrannte und zwischen den Bäumen verschwand. Das gackernde Lachen verstummte abrupt.
Wieder erklang das Brüllen hinter ihr, näher als zuvor. Es war ein dunkles, blutrünstiges Brüllen, dessen Klang alleine ein Versprechen des Todes war. Entgegen aller Vernunft warf Lyralei einen Blick über die Schulter. Helles, bläuliches Licht brach durch die Bäume hinter ihr, Holz splitterte und Stämme brachen. Höchstens noch zwei Dutzend Schritte trennten sie von einer massigen, bärenartigen Kreatur, die sich durch die Bäume schlug, ohne im Geringsten langsamer zu werden. Das bläuliche Licht ging von einer Art Morgenstern aus, den es in der rechten Hand trug, aber auch seine Mähne schien in demselben Licht zu leuchten.
Das Wesen war schneller als sie. Ihre Finger umschlossen den Griff ihres Bogens so fest, dass die Knöchel weiß hervortraten. Nur noch wenige Schritte, dann würde das Wesen sie eingeholt haben. Doch obwohl sie niemals damit gerechnet hätte, von jemandem verfolgt zu werden, der mit ihrer Geschwindigkeit mithalten konnte, war Lyralei auch dafür vorbereitet. Oberhalb der Treppe warf sie sich nach links, tiefer in den Wald hinein. Mit dem linken Fuß stieß sie sich von einem umgestürzten Baumstamm ab. Mit dem rechten Fuß kam sie auf einem schräg stehenden Baum auf, schnellte weiter nach oben und landete auf einem dritten Stamm, dessen Krone sich in den Ästen anderer Bäume verfangen hatte. Zumindest dieses Hindernis sollte ihren Verfolger…
Schmerz breitete sich innerhalb von Sekundenbruchteilen in ihrem Körper aus. Es fühlte sich an, als habe die Dunkelheit selbst ihr einen Schlag gegen den Kopf verpasst. Lyralei schrie auf, vor Überraschung und vor Pein. Sie strauchelte, drohte für einen Moment das Gleichgewicht zu verlieren. Sofort hatte sie sich wieder unter Kontrolle, aber ihr Schwung von eben war verloren. Viel zu langsam stieß sie sich von dem Stamm ab, landete drei Schritte tiefer im Gras und blickte zurück.
„Es gibt kein Entkommen“, knurrte es hinter ihr aus der Dunkelheit. Eine Kreatur, deren dunkelblauer, fast schwarzer Körper selbst auf diese Distanz kaum in dem blassen Licht des Mondes erkennbar war, trat zwischen zwei Bäumen hervor. Eine blutrote Rüstung schütze den Unterleib, zwei riesige, mit blutroten Krallen bewehrte Flügel ragten der Kreatur aus dem Rücken. Am furchterregendsten war jedoch sein Maul, das sich auch zwischen seinen Augen hindurch bis hinauf zur Stirn öffnete und drei Reihen spitzer Zähne offenbarte. „In der Nacht kann niemand gegen mich bestehen.“
„Ach ja?“ Vorsichtig richtete Lyralei sich auf, ihre freie Hand wanderte langsam in Richtung ihres Köchers. Sie war sich sicher, dass die Kreatur ihre Bewegung sehr wohl sehen konnte, doch eine merkwürdige Mattheit hatte sich in ihren Beinen ausgebreitet. An eine Flucht war so nicht zu denken. Die Kreatur schnaubte, hob eine Hand in Windrunners Richtung und ballte sie zur Faust.
Angst. Tod, Schmerz. Panik. Lyraleis Hände begannen zu zittern. Ihr Herz fühlte sich an, als hätten eiskalte Finger es ergriffen und würden es mit langen Fingernägeln in Stücke reißen, während gleichzeitig Bilder durch ihren Kopf zuckten, auf denen sie sich selbst blutüberströmt und verstümmelt auf dem Boden liegen sah. Ihre Lippen bebten, unfähig, den Zauber zu sprechen, den sie vorbereitet hatte. Die Kreatur kam näher. Sie würde sterben.
In dem Moment durchbrach die bärenartige Kreatur die Stämme, über die Lyralei gesprungen war. Ein einziger Schlag mit dem Morgenstern genügte, um einen Stamm von der Dicke eines Mannes in zwei brechen zu lassen, einen anderen rammte es mit der Schulter einfach beiseite. Brüllend stürzte es an der geflügelten Kreatur vorbei und rammte ihr die gepanzerte Schulter gegen die Brust. Der Aufprall trieb ihr die Luft aus der Lunge und ließ sie mehrere Schritte durch die Luft fliegen, bevor sie schließlich mit dem Rücken gegen einen Stamm krachte. Benommen und unfähig, sich zu bewegen, sackte sie an dessen Wurzeln zusammen.
„Barathrum, wage es nicht meine Beute anzufassen“, zischte die dunkelblaue Kreatur.
„Das ist meine Beute“, grollte die Kreatur namens Barathrum zurück. Aus der Nähe betrachtet wirkte die Gestalt eher wie die eines Ochsens, mächtige Schultern wurden von schwarzen Platten geschützt und zwei riesige Hörner ragten seitlich aus seinem Kopf hervor. Blaues Licht strahle von seinem Morgenstern aus, aber auch seine Mähne, die wie blaue Flammen über seinem Rücken wehte, leuchtete blau. „Wage es sie anzufassen, und du wirst nie wieder den Mond aufgehen sehen.“
Die Kreaturen kamen auf sie zu. Doch anstelle der Kälte, die Windrunner gefangen genommen hatte, breitete sich jetzt ein warmes Gefühl in ihrer Brust aus. Der Schmerz verebbte, selbst die grausamen Bilder in ihrem Kopf ließen nach. Immer noch zitternd stand sie auf.
„Du wirst nirgendwohin gehen“, grollte Barathrum und schwang seinen Morgenstern in ihre Richtung. Lyralei lächelte.
Ein Arm, dick wie der Stamm eines Baumes, blockte den Schlag ab, ein zweiter Arm traf Barathrum gegen die Brust und ließ das massige Wesen zurücktaumeln. Fast gleichzeitig schossen Wurzeln aus dem Arm hervor, die sich um Barathrums Körper legten und zu pulsieren begannen.
„Die Natur ist nicht immer gut“, brummte Rooftrellen, der Hüter der Treants, und baute sich schützend vor Lyralei auf. Grüne Augen funkelten voller Zorn auf die beiden Kreaturen hinab, seine mächtigen Arme waren bereits zum nächsten Schlag erhoben. Blätter wuchsen auf mächtigen Schultern, selbst sein Körper sah aus wie ein Baum, der zum Leben erwacht war. Der Kopf wirkte wie ein Baumstumpf, lange Wurzeln sprossen aus seinem Kinn wie ein Bart. „Lauf, kleine Menschenfrau“, brummte Rooftrellen und machte eine Armbewegung in ihre Richtung. „Berichte, was berichtet werden muss.“
Ein Schauer lief über ihren Körper, und als Windrunner an sich hinabsah, sah sie nur den Waldboden unter sich. Der Hüter hatte sie unsichtbar gemacht. „Was ist mit dir?“, fragte sie, aber Rooftrellen scheuchte sie unwirsch davon.
„Lauf“, brummte er nur und hob die Arme.
„Nicht so schnell“, brüllte Barathrum und riss ebenfalls die Arme hoch. Ein durchsichtiger, blass leuchtender Schemen löste sich aus seinem Körper und schoss auf Rooftrellen zu. Er versuchte danach zu schlagen, aber sein Arm glitt einfach durch die Erscheinung hindurch. Entsetzt beobachtete Windrunner, wie die Kreatur namens Barathrum hinter dem Hüter erschien und seinen Morgenstern auf dessen Rücken niederfahren lies. Gleichzeitig stürzte sich das geflügelte Wesen von vorne auf Rooftrellen und hieb fauchend mit seinen klauenbewehrten Händen auf ihn ein.
„Overgrowth!“, brüllte Rooftrellen auf und schlug mit beiden Armen gleichzeitig auf den Boden. Sofort schossen Wurzeln unter den beiden Angreifern hervor, wanden sich wie Schlangen um ihre Körper und hielten sie fest. Fasziniert beobachtete Lyralei, wie sie beide vergeblich an ihren Fesseln zerrten, doch die Wurzeln schlossen sich nur noch fester um ihre Körper.
„Lauf, Windrunner“, hörte sie den Hüter rufen, mühsam riss sie sich von dem Anblick los und rannte im Schutz der Bäume davon. Hinter sich hörte sie, wie die massigen Arme des Rooftrellen auf die Körper seiner Gegner einschlugen. Wütendes, schmerzerfülltes Brüllen verfolgte sie, dann wurde es wieder still.
Erst, als sie in einiger Entfernung vor sich das Licht eines der Wachtürme in der Dunkelheit erkennen konnte, löste sie sich aus dem Schatten der Bäume. Sogleich spürte sie, wie die Unsichtbarkeit von ihr abglitt, doch es war ihr gleich. Sie war in Sicherheit. Von diesem Turm aus waren es nur wenige Minuten bis zur Stadt, wo sie sogleich einen Trupp zusammenstellen konnte, um Rooftrellen zur Hilfe zu eilen. Am liebsten würde sie erneut den Wind rufen, doch noch war nicht genug Zeit verstrichen, um den Zauber erneut zu wirken. Es musste auch so gehen.
Wolfsgeheul durchbrach die zurückgekehrte Stille, ein Schatten regte sich im Dickicht links von ihr. Nur ihren Reflexen hatte Lyralei es zu verdanken, dass sie sich noch rechtzeitig ducken konnte, um dem massiven Körper auszuweichen, der sich plötzlich aus der Dunkelheit löste und sie ansprang. Zähne, jeder so lang wie ihre Finger, schnappten dort in die Luft, wo sich eben noch ihre Schulter befunden hatte, der Wolf verfehlte sie um Haaresbreite und krachte hinter ihr gegen einen Baum. Ihr blieb keine Zeit, sich über ihr Glück zu freuen. Ein zweiter Schatten löste sich rechts vor ihr aus der Dunkelheit und sprang wild knurrend auf sie zu. Wieder gelang es ihr, durch eine Drehung im letzten Moment auszuweichen, doch der Schweif des Wolfes schlug ihr ins Gesicht und nahm ihr kurz die Sicht. Voll grimmiger Befriedigung hörte sie den Wolf schmerzhaft aufheulen und hätte sich am liebsten umgedreht, um sich mit zwei schnellen Pfeilen der Wölfe zu entledigen.
Sie kam nicht dazu. Ein dritter Wolf, größer als selbst die beiden vorherigen zusammen, sprang sie von vorne an und riss sie um. Der Aufprall trieb ihr die Luft aus den Lungen, ihr Kopf knallte schmerzhaft gegen eine Wurzel, für einen Augenblick wurde ihr schwarz vor Augen.
Etwas drückte schwer auf ihre Brust. Sie schlug die Augen gerade noch rechtzeitig auf, um zu sehen, wie der riesige Wolf ihre Kehle mit einem einzigen Biss zerfetzte.
„Das erste Blut“, knurrte Banehallow, als er die übrigen Jäger erreichte. „Aber noch lange nicht das letzte.“ Seine Wolfsgestalt hatte er abgelegt, doch noch immer troff das Blut seiner Beute von seinen Fangzähnen und den stählernen Klauen, die vorne aus den Armschienen seiner Rüstung ragten. Die beiden Wölfe liefen links und rechts von ihm und warfen den wartenden Gestalten hungrige Blicke zu. Ihre Mäuler waren blutverschmiert, doch eine einfache Menschenfrau wäre höchstens für einen von ihnen ein ausreichendes Fressen gewesen. „Wo ist der Hüter?“
„Das lief nicht wie erwartet“, brummte Barathrum. Der Spirit Breaker schwenkte seinen bläulich leuchtenden Morgenstern umher, in seinen Augen glitzerte Mordlust. „Er ist entkommen. Aber der Frieden hier ist gebrochen. Sobald ich wieder einen Kämpfer der Radiant finde, werde ich seinen Geist ebenso brechen wie seinen Rücken.“
Balanar, der Night Stalker, spreizte die Flügel und sog begierig die Nachtluft ein. „Ich kann es kaum erwarten, wieder Menschen zu zerfetzen.“
Banehallow musterte ihn abschätzig. „Du wirst dich gedulden müssen, Balanar. Wir…“, er hielt inne, als eine Stichflamme die Nacht erhellte. Ein Schemen, vor der Schwärze der Bäume kaum wahrnehmbar, hastete um sie herum, aber der Gestank war eindeutig. „Clinkz“, fauchte er in die Dunkelheit, „du verdammter Knochenhaufen. Zeig dich, oder ich hetze die Wölfe auf dich.“
Der Schemen näherte sich ihnen, blieb schließlich neben Balanar stehen und stieß ein gackerndes Lachen aus. Weiße Knochen erschienen in der Luft, als Clinkz, der Bone Fletcher, die Unsichtbarkeit aufgab. Zwei lange Hörner ragten aus seinem Skelettschädel, hinter den blanken Rippen brannte ein dämonisches Feuer. Obwohl sein gesamter Körper aus Knochen bestand, trug Clinkz sowohl Handschuhe als auch Schuhe. Einen Bogen, ebenfalls komplett aus Knochen bestehend, hielt er locker in der Hand.
„Nur zu“, antwortete er und musterte die Wölfe gierig aus seinen leeren Augenhöhlen heraus. Dabei war er kaum größer als einer von ihnen, Banehallow selbst ragte er nur bis zur Brust. „Meine Pfeile dürsten nach Blut. Sie haben schon lange keinen Körper aus Fleisch mehr durchbohrt.“
„Genug davon, ihr alle.“ Eine fünfte Gestalt löste sich aus den umstehenden Bäumen und trat zu ihnen. „Ihr hattet lange genug Zeit, euch gegenseitig zu bekämpfen. Doch kaum seit ihr wieder frei, in einer Welt, in der es von Feinden geradezu wimmelt, fallt ihr über euch her.“ Ostarion, der Skeleton King, sah einen nach dem anderen an. Wie Clinkz bestand sein gesamter Körper nur aus Knochen, überragte aber selbst Banehallow um fast einen halben Kopf. Ein dunkelroter Umhang mit goldenem Saum, schwarze Stiefel und ein schwarzer Panzer mit goldenen Verzierungen an seinem rechten Arm waren alles, was er an Kleidung trug, dafür hielt er noch ein riesiges Schwert in der rechten Hand.
Banehallow bemerkte, wie Clinkz‘ Blick zu der grauen Krone zuckte, die auf Ostarions Kopf ruhte, doch der Bone Fletcher schien als einziger durch die Anwesenheit des Skelettkönigs eingeschüchtert zu sein. Sowohl Barathrum als auch Balanar schienen jederzeit bereit, ihre aufgestaute Wut an Kämpfern der Dire auszulassen.
„Wann werden die ersten der Creeps ausgeschickt?“, fragte Banehallow an Ostarion gewandt, bevor einer der anderen die Stimmung endgültig zum Kippen bringen konnte. Nicht, weil er einem Kampf ausweichen wollte, sondern weil er in der Vergangenheit bereits mehr als genügend Kämpfe gegen andere Krieger der Dire geführt hatte. Ostarion hatte Recht, einem Radiant die Kehle zu zerfetzen war ein weit befriedigenderes Gefühl.
„Kurz nach Sonnenaufgang, sagt der Magier“, antwortete Ostarion. „Und ab dann ununterbrochen. Bis der letzte der Radiant tot ist. Bis ihr Ancient zertrümmert vor unseren Füßen liegt.“
„Verfluchter Zauberer“, zischte Balanar. „Noch ein Tag mehr, an dem ich kein Fleisch zerfetzen kann.“
„Im Wald gibt es genügend Tiere, dort wird dich keiner stören.“ Barathrum stieß ein zufriedenes Knurren aus. „Ich kann es kaum erwarten, wieder zu töten.“
„Stürme weiter so unvorsichtig auf deine Gegner zu, und du wirst der Erste sein, der getötet wird.“ Banehallow ging an ihnen vorbei, ohne eine von ihnen noch einmal anzusehen. „Morgen früh beginnt die Jagd, und ich werde jeden töten, der sich zwischen mich und meine Beute stellt.“
Stille kehrte zurück auf die Lichtung. Doch es war nicht diese Art von Stille, die allgegenwärtig zu sein schien und doch von unzähligen Lebewesen zeugte, die sich scheinbar unsichtbar durch die Schatten bewegten. Es war eine grausame Stille. Der Wald selbst schien den Atem anzuhalten, reglos zu verharren, angespannt, bis die Eindringlinge ihn endgültig verlassen hatten.
Rooftrellen, der Hüter des Waldes, war alt. Älter sogar als alle Bäume, die in diesem Wald wuchsen. Doch zum ersten Mal in seinem langen Leben hatte er es eilig. Mit großen Schritten stapfte er den Weg entlang, den er Windrunner hatte einschlagen sehen. Bis er die Stelle fand, an der die blutigen, kaum noch erkennbaren Überreste von Lyralei, der Windrunner, zwischen den dicken Wurzeln einer Eiche lagen. Rooftrellen hatte sie gemocht. Sie war oft zu ihm in den Wald gekommen. Zwar nicht wegen der Bäume selbst, aber doch wegen dem Wind, der in ihren Blättern spielte.
„Ich habe es nicht geschafft, dich zu schützen“, brummte der uralte Hüter der Treants. Er hatte die Zerstörung gespürt, die stummen Hilfeschreie der Bäume, als sich dieses Wesen, Barathrum, seinen Weg durch sie hindurch geschlagen hatte. Doch weder hatte er diese Bestie dafür töten können, noch war es ihm gelungen, die Menschenfrau zu retten. Schwer verwundet hatte er sich zu den Bäumen zurückziehen müssen und war dort selbst mit ihnen verschmolzen, um den mordlustigen Augen der Kreaturen der Dire zu entfliehen.
„Nach dem Leben kommt der Tod“, murmelte er, während er Lyraleis Körper zwischen den Wurzeln des Baumes begrub. „Aber aus dem Tod erwächst neues Leben.“ Er steckte einen kleinen Samen in die Erde. In einigen Jahren würde aus diesem Samen ein neuer Baum herangewachsen sein. Dann würde er sich neben diesen Baum stellen und zusehen, wie der Wind in dessen Wipfeln spielte. „Alles so, wie es sein sollte.“ Rooftrellen wandte sich ab, ging mit großen Schritten auf die Stadt zu. „Dein Tod soll nicht umsonst gewesen sein, Windrunner. Ich werde für dich berichten, dass der Ancient der Dire wieder brennt.“
Derzeit arbeite ich am ersten Kapitel dieser FanFiction-Geschichte. Ich würde das ganze gerne über mehrere Monate hinweg durch regelmäßige neue Kapitel bis zum Umfang eines richtigen Buches ausweiten und das Ganze (natürlich kostenlos) als eBook anbieten! Dazu überlege ich, mir einen eigenen Blog zu erstellen, um Foren wie dieses vor weiteren Updates zur Geschichte zu verschonen
Was haltet ihr von der Idee? Ein Schönes Hobby, das ich weiterverfolgen sollte, inkl. dem Blog; oder denkt ihr, der Arbeitsaufwand wäre zu groß für die 10 Menschen, die das vllt regelmäßig lesen werden, und ich verrenne mich hiermit nur?
Ich bin dankbar für jede ehrliche Meinung!
Schöne Grüße,
Ich habe den Prolog jetzt gelesen und muss sagen, das ich bis jetzt doch recht positiv überrascht bin. Verbessern kann man natürlich immer und überall, aber mir hat es bis dahin echt gefallen. Also schon mal Danke für deine Mühe Zum Thema FanFiction: Ich habe schon mal so eine Sache verfolgt, bei der Fan's eine Geschichte zu einem Game geschrieben haben - es ging um Crysis - und ich muss sagen, ich war begeistert. Leider ist die ganze Sache später im Sand verlaufen. Ich hoffe bei dir wird es vielleicht besser, denn DotA hat es mir auch etwas angetan Das ganze in einen Blog zu packen, finde ich, ist eine gute Idee.
Ich hoffe mein Feedback konnte dir etwas weiterhelfen!