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myGully |
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18.07.11, 08:48
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#1
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La chaba ya Botswana
Registriert seit: Sep 2009
Ort: Tlokweng
Beiträge: 125
Bedankt: 149
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Fachkräftemangel - Arbeitsagentur vermittelt Spanier nach Deutschland
Zitat:
Fachkräftemangel
Arbeitsagentur vermittelt Spanier nach Deutschland
Junge Spanier sind arbeitslos, deutsche Unternehmen brauchen Fachkräfte - das passt, sagt die Bundesagentur für Arbeit. Gezielt wirbt sie Ingenieure und IT-Spezialisten von der Iberischen Halbinsel. Doch die Einwanderer stehen vor einem großen Problem.
Keine Wohnung, keine Arbeit, keine Rente: Spaniens Studenten leiden unter der Wirtschaftskrise. Fast jeder zweite junge Spanier ist arbeitslos. In Deutschland dagegen beklagen sich die Unternehmen über Fachkräftemangel. Die Agentur für Arbeit wirbt deswegen nun gezielt in Spanien, vor allen Dingen im Auftrag von Mittelständlern.
"Es gibt ein großes Potential in Spanien", sagte Monika Varnhagen im Interview mit der Welt. Sie leitet die Zentrale Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für Arbeit, die ausländische Fachkräfte anwirbt. Die Spanier wiederum hätten ebenso großes Interesse an deutschen Arbeitsplätzen, gerade Ingenieure und IT-Spezialisten.
17.000 Spanier sind laut Arbeitsagentur grundsätzlich daran interessiert, in Deutschland zu arbeiten. Erste Arbeitsverträge wurden laut Vernhagen bereits unterzeichnet.
Doch stünden Umzugswillige oft vor einem großen Problem: Nur jeder zehnte Spanier habe Grundkenntnisse in der deutschen Sprache. "Damit verzögert sich die Integration in den deutschen Arbeitsmarkt", sagte Vernhagen. Unternehmen müssten bereit sein, in solche Bewerber zu investieren.
Hier stehe Deutschland in scharfem Wettbewerb zu angelsächsischen Ländern, so Vernhagen. Viele Hochqualifizierte gingen in englischsprachige Länder. Diese hätten außerdem eine Willkommenskultur entwickelt, um ausländische Fachkräfte einzugliedern. Sie würden mit Sprachkurs, Wohnung, Arbeitsstelle für die Ehefrau und Kindergartenplatz fürs Kind umworben.
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Ina lentle la tumo
La chaba ya Botswana,
Ka kutlwano le kagisano,
E bopagantswe mmogo.
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18.07.11, 12:30
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#2
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Anfänger
Registriert seit: Sep 2009
Beiträge: 25
Bedankt: 6
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Zitat:
Zitat von HelixSPLX
vll sollte deutschland einfach mehr in die ausbildung eigener fachkräfte stecken......
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Gibt auch viele Leute in Deutschland, die einfach kein Bock auf Schule und Weiterbildung haben.
Davon mal abgesehn wird man wohl kaum nen Schlosser oder ne Putzfrau holen, eher den Ingenieur, IT-Entwickler etc.
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18.07.11, 12:34
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#3
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Banned
Registriert seit: Apr 2011
Beiträge: 297
Bedankt: 356
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Mehr Geld in die eigenen Fachkräfte? Seit wann ist denn der Staat dafür zuständig, was Menschen studieren? Sind wir hier in einer Planwirtschaft? Man müsste die Unis mal verbessern, aber das ist auch eigentlich nur bedingt Aufgaben des Bundes.
Ob es hier wirklich genug Menschen gibt, die man für MINT-Studiengänge begeistern kann ist fraglich. Abgesehn davon spricht nichts dagegen Fachkräfte hier rüber zu holen.
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18.07.11, 12:53
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#4
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ERROR 404
Registriert seit: Sep 2010
Ort: Duisburg
Beiträge: 820
Bedankt: 980
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Zitat:
Zitat von Hank1989
Mehr Geld in die eigenen Fachkräfte? Seit wann ist denn der Staat dafür zuständig, was Menschen studieren? Sind wir hier in einer Planwirtschaft?
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Nein, nein. Die Deutsche Regierung schafft es nichtmal über einen Mindestlohn zu reden...
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Der redet wenigstens Tachelles! (Kann man sich auch komplett geben)
edit:Könnte man den wählen, meine Stimme hätt' er xD
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18.07.11, 13:03
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#5
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Erfahrener Newbie
Registriert seit: Nov 2009
Ort: Bavaria/Bayern
Beiträge: 100
Bedankt: 16
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Lächerlich... ich kanns nicht mehr hören... fachkräftemangel... Ich kenne genug leute die sich ein Studium gar nicht leisten können. Wen wunderts bei nem Bafög von 100 euro oder so... da reicht es einem nicht mal mit nebenjob um Miete und co zu bezahlen, geschweigedenn in bayern noch studiengebühren.
Hauptsache Hartz 4 Empfängern das Geld hinten und vorne reinschieben, aber die die vorhaben was aus sich zu machen nur noch ein stock nach dem anderen in den weg legen.
Wenn sie wenigstens so ehrlich wären und sagen würden: ES IST BILLIGER FACHKRÄFTE AUSM AUSLAND ZU HOLEN und EIN DUMMES VOLK IST LEICHTER ZU REGIEREN ALS EIN SCHLAUES, dann wärs wenigstens nicht so heuchlerisch...
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18.07.11, 13:09
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#6
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Erfahrenes Glied
Registriert seit: Sep 2008
Beiträge: 1.017
Bedankt: 718
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genau da liegt das problem, ich werde auch anfangen dieses jahr zu studieren, was mich und meine familie allerdings sehr belasten wird. Würde meine Familie mich nicht unterstützen könnte ich mir ein studium aber nicht leisten !
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Asrock Z87 ******* 4-Core i5 4670k@4,2Ghz-Avexir 16gb DDR3 2133Mhz-MSI GTX 970 @ 1500/3900Mhz-Samsung Evo 840 500gb-Corsair Realpower 620w-NZXT H440
Der Ökonom geht davon aus, dass die optimale Mordrate nicht bei 0 liegt, da sonst die Grenzkosten den Grenznutzen überschreiten würden ;-)
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18.07.11, 13:24
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#7
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Banned
Registriert seit: Apr 2011
Beiträge: 297
Bedankt: 356
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Zitat:
Zitat von krutoi-russak
Lächerlich... ich kanns nicht mehr hören... fachkräftemangel... Ich kenne genug leute die sich ein Studium gar nicht leisten können. Wen wunderts bei nem Bafög von 100 euro oder so...
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So ein Bullshit. Ich habe knapp 600 Euro bafög bekommen. Wenn die Eltern allerdings viel verdienen können die ihr balg (und müssen) es auch unterstützen.
Das DU niemals studieren wirst oder gar solltest, liegt aber nicht an fehlendem Bafög.
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18.07.11, 13:34
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#8
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Erfahrenes Glied
Registriert seit: Sep 2008
Beiträge: 1.017
Bedankt: 718
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klar, was du sagst ist bullshit hank -.-
meine eltern leben getrennt und meine mutter verdient aber zuviel, als das ich ausreichend bafög bekommen würde (liegt auch um die 100 € ). Nun muss meine Mutter aber nicht nur mich unterstützen, sondern auch noch meine schwester und mein vater hat auch noch ein kind, was er unterstützen muss. Selbst mit unterstützung, bafög und studienkredit werde ich noch sehr viel neben dem studium arbeiten müssen um nicht im schuldensumpf zu versinken.
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Der Ökonom geht davon aus, dass die optimale Mordrate nicht bei 0 liegt, da sonst die Grenzkosten den Grenznutzen überschreiten würden ;-)
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18.07.11, 14:38
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#9
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Banned
Registriert seit: Nov 2010
Ort: Kunterbuntes Haus.
Beiträge: 385
Bedankt: 141
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Zitat:
euch ist aber schon bewusst, das deutschland eines der wenigen länder ist, in dem da studieren quasi umsonst (mal von den paar hundert euro alle 6 monate abgesehen) ist?
in anderen ländern muss man angefangen von 5000€ bis hin zu 60.000€ hinblättern...pro jahr wohlbemerkt.
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Kam mir auch in den Sinn ...
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18.07.11, 15:35
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#10
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Stammi
Registriert seit: Nov 2010
Ort: Misanthropien
Beiträge: 1.020
Bedankt: 1.033
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Es gibt genug arbeitslose Fachkräfte hier, man muss nur den Willen aufbringen vernünftige Löhne zu zahlen. Und daran scheitert es. hooloowoo hat da schon recht. Zudem wollen viele ja auch gar nicht her. Andere Länder zahlen inzwischen meist besser und bieten auch sonst mehr.
Und preislich sollten sich zur Not Weiterbildung vorhandener Arbeitskräfte oder Sprachkurs nicht viel nehmen bzw. lieber ein paar Tausender in gute Ausbildung statt später in Arbeitslosengeld gesteckt. Aber ohne adäquate Entlohnung geht nunmal nix...weder so noch so.
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18.07.11, 17:27
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#11
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Chuck Norris
Registriert seit: Sep 2009
Beiträge: 3.738
Bedankt: 5.859
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Ich hielt es erst auch für Satire, als ich heute morgen las, man suche gezielt Fachkräfte in den Staaten die sowieso bald "hops" gehen. Nachdem uns ja die Polen eine Absage erteilten müssen wir schon Fachkräfte aus zusammenbrechenden Eurostaaten ranholen. Kennt die deutsche Borniertheit denn keine Grenzen?
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18.07.11, 20:22
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#12
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Banned
Registriert seit: Oct 2009
Ort: Moskva
Beiträge: 1.193
Bedankt: 2.777
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Zitat:
Zitat von fokkerww1
Warum brauchen wir mehr arbeitskräfte, wenn wir schon ca. 2.000.000 Arbeitslose haben? Sehr merkwürdig.
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tja, hier gehts um fachkräfte.
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19.07.11, 21:20
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#13
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Newbie
Registriert seit: May 2009
Beiträge: 55
Bedankt: 50
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Zitat:
tja, hier gehts um fachkräfte.
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...und Arbeitslose können/sind keine Fachkräfte sein?
Ich glaube bei der Problematik des Fachkräftemangels geht der deutschen Wirtschaft und des deutschen Staates vor allem um Prävention an Fachkräftemangel.
Der Markt funktioniert nach dem Prinzip von Angebot und Nachfrage dies gilt nicht nur für Waren wie Ge- und Verbrauchsgüter sondern auch für Arbeitskraft/Dienstleistungen.
Das muss man sich immer vor Augen halten. In einer Konjunkturphase des Booms/Aufschwungs wie, wir es jetzt sehen sinkt das Angebot an Fach- und Arbeitskräften, aber die Nachfrage steigt. Dies mach es wiederum schwierig Arbeitskraft zu einem günstiger/niedrigen Preis zu bekommen was wiederum die Preis steigen lässt damit sinkt die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes und außerdem müssen Fachkräfte selbst ausgebildet werden, was ein langwierigen und kostenintensiver Prozess ist.
Daher ist es logisch das Unternehmen wie Staat auf diese Trommel hauen weil sie wissen das ein "richtiger" Fachkräftemangel die Konjunktur und Wettbewerbsfähigkeit betreffen könnte.
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19.07.11, 21:30
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#14
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Banned
Registriert seit: Apr 2011
Beiträge: 297
Bedankt: 356
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Zitat:
Zitat von blackmaster82
...und Arbeitslose können/sind keine Fachkräfte sein?
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Nunja ist nur die Frage, für welches Fach. Brauchen wir wirklich noch einen Germanistik-Philosophie-Kunst Abgänger von der Uni, der was anderes machen will als die Lehre?
Ich behaupte mal frech, dass wenn jemand etwas gut kann, was benötigt wird, dann wird er nicht Arbeitslos allzuschnell.
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19.07.11, 23:45
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#15
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Chuck Norris sein Vater
Registriert seit: Sep 2009
Ort: ♥♥BACHELOR's NIGHT♥♥
Beiträge: 6.877
Bedankt: 13.575
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Grundsätzlich zu begrüssen, falls diese Fachkräfte wiederum auch für die Ausbildung der heimischen Leute herangezogen werden.
Bund und Länder haben es schlichtweg verschlafen, den Ausbildungsmangel nach der Abwanderung eigener Leute ins Ausland, auszugleichen.
Wir haben kein Schweizer Problem, dass der eigene Nachwuchs aufgrund der fehlenden Bevölkerung wettgemacht werden könnte. Es wurde nach der Ausbildung derart schlechte Rahmenbedingungen für eine Beschäftigung geschaffen, die Anlass zur Abwanderung eigener Kräfte waren. Dieses Mal z.B. in die Schweiz (Chemie, IT).
Bei den ca. 3 MIO Arbeitslosen in der "BRD" wären vermutlich geeignete Leute dabei, jedoch für den Arbeitsmarkt zu alt und dadurch auf längere Sicht zu teuer. Trotz Förderung durch das Arbeitsamt (Neufirmendeutsch jetzt: Agentur für Arbeit).
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20.07.11, 00:22
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#16
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Ist öfter hier
Registriert seit: Jan 2010
Beiträge: 201
Bedankt: 210
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Fachkräfte mangel, ja klar...
Deutsche Firmen sind DEUTSCHE Fachkräfte einfach zu teuer... dann noch diese verfickten sklavenfirmen (zeitarbeit olé).
Mindestlohn bei Zeitarbeitsfirmen einführen (10€ / std. würden reichen) und die hätten das problem nicht.
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20.07.11, 08:47
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#17
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Banned
Registriert seit: Nov 2010
Beiträge: 1.430
Bedankt: 924
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Blödsinn. Das Problem ist einfach, dass "Fachkraft" nicht gleich "Fachkraft" ist. Ein Elektroingenieur frisch von der FH ist für Unternehmen keine vollwertige Fachkraft, weil die Berufserfahrung fehlt. Und selbst wenn jemand Berufserfahrung bei Firma X gesammelt hat, heißt das nicht, dass diese bei Firma Y von Nutzen sein muss. Ergo gehts m.E. eher um erfahrene Spezialisten. Und wenn man einen solchen in Deutschland nicht findet, sucht man halt im Ausland.
Zitat:
Zitat von HelixSPLX
vll sollte deutschland einfach mehr in die ausbildung eigener fachkräfte stecken......
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Ersetze "Deutschland" durch "Die Unternehmen". Aber bis eine Fachkraft fertig ausgebildet ist, dauert das ein paar Jährchen und somit müssen die Unternehmen erst Geld investieren. Und wenns im Ausland Bewerber gibt, die in das Profil passen..
Als entsprechend qualifizierte Fachkraft findet man immer einen Job.
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20.07.11, 08:52
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#18
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Registriert seit: Apr 2011
Beiträge: 297
Bedankt: 356
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Zitat:
Zitat von Nortall
Fachkräfte mangel, ja klar...
Deutsche Firmen sind DEUTSCHE Fachkräfte einfach zu teuer... dann noch diese verfickten sklavenfirmen (zeitarbeit olé).
Mindestlohn bei Zeitarbeitsfirmen einführen (10€ / std. würden reichen) und die hätten das problem nicht.
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Ja ne ist klar.. Eine deutsche Fachkraft verdient schon ordentlich, denn sie hat auch eine gute Ausbildung genossen. Du verstehst unter Fachkraft wohl Leute, die Kisten von A nach B schleppen.
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20.07.11, 09:13
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#19
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Stammi
Registriert seit: Jul 2011
Beiträge: 1.247
Bedankt: 1.130
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Es lohnt sich doch nicht hier auf diesem Board über so etwas zu diskutieren. Da regt man sich eh nur auf und ändern wird sich eh nichts.
Ich weiß wo ich bei der nächsten Wahl mein Kreuz diesmal nicht mache!!! Das ist die einzige Sprache die unsere Regierung versteht.
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20.07.11, 09:16
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#20
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Banned
Registriert seit: Apr 2011
Beiträge: 297
Bedankt: 356
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Zitat:
"Es gibt ein großes Potential in Spanien", sagte Monika Varnhagen im Interview mit der Welt. Sie leitet die Zentrale Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für Arbeit, die ausländische Fachkräfte anwirbt. Die Spanier wiederum hätten ebenso großes Interesse an deutschen Arbeitsplätzen, gerade Ingenieure und IT-Spezialisten.
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Darum geht es. Nur weil der beruf "Fachkraft" im Namen hat, ist er damit nicht zwangsläufig gemeint. Wenn es um den sog. Fachkräftemangel geht, dann geht es um gut ausgebildete Fachkräfte. An Leuten, die Sachen von A nach B tragen mangelt es eigentlich nicht, weshalb auch der magere Lohn zustande kommt. Natürlich ist es schade, dass die nicht so viel verdienen, aber meine Mutter verdient sogar noch weniger und kann davon leben.
Edit:
@vialukai: So entsteht dann das Regierungspingpong. Macht die ganze Sache auch nicht besser. Aber sinkende Arbeitslosenzahlen und boomende Wirtschaft interessiert ja keinen. Egal wer in der Regierung sitzt: Sie ist kacke.
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20.07.11, 09:26
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#21
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Banned
Registriert seit: Apr 2011
Beiträge: 297
Bedankt: 356
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Ich bin ja auch für eine Monarchie. Aber nur unter einem idealem Monarchen, den es leider nicht gibt. Die Demokratie ist eben das beste der schlechten Systeme.
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20.07.11, 09:27
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#22
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Stammi
Registriert seit: Jul 2011
Beiträge: 1.247
Bedankt: 1.130
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Zitat:
Zitat von mdgeist84
...snipp....
Beruf: Fachkraft für Lagerlogistik
Tarif: IGZ
Lohn Entgeltgruppe 2 (seit 01.05.2011): 8,42€/Stunde
Die meisten dürften beim Einstieg allerdings EGG 1 sein, was 7,68€/Stunde entspricht.
Also dann als Rentner Hartz4? Falls es das bis dahin noch gibt...snipp....
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Leider sind viele Firmen nicht an Tarife gebunden, darum werden auch Löhne von 4,50€/Std. gezahlt.
Wenn ich als Rentner Hartz4 bekomme und es sind um die 550,-€ bis 635,-€, dann weiß ich das ich mich ins Ausland absetze wie zB. nach Bulgarien. Da kann man sehr gut mit dem Geld leben. Was soll ich dann noch in Deutschland? Die Ausländischen Fachkräfte zahlen dann so zu sagen meine Rente, dafür haben die ihr Land verlassen und ich lebe dann in ihrem Land als Rentner. Welch eine Ironie?!
@Hank1989
Es würde kein PingPong geben, wenn man mal genauer hinschaut.
Meine ironische Meinung: mich als König und alles wird gut...... *bigsmile*
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20.07.11, 09:29
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#23
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Chuck Norris
Registriert seit: Sep 2009
Beiträge: 3.738
Bedankt: 5.859
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Zitat:
Zitat von blackmaster82
Daher ist es logisch das Unternehmen wie Staat auf diese Trommel hauen weil sie wissen das ein "richtiger" Fachkräftemangel die Konjunktur und Wettbewerbsfähigkeit betreffen könnte.
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Du hast das Kalkül unserer Unternehmen und auch der Politik gut zusammengefasst.
Ich habe auch Verständnis dafür, dass ein Unternehmen ein Stück weit so denkt. Ein Unternehmen will Gewinne machen, und das ist völlig legitim. Nur wenn die BWL sich dann in andere Lebensbereiche eindringt, und sogar die Politik maßgeblich mit entscheidet, dann kann sie nur scheitern. Eine Lehre wird dann zur Ideologie.
Ich habe hier ein Beispiel für ein asoziales Plädoyer:
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Wenn man den Gedanken zuende denkt, dann könnten wir alle hier lebenden Menschen sterilisieren lassen, damit wir Geld für Schulen und andere Einrichtungen sparen. Menschen dürfen dann nur ab einem bestimmten Mindestalter einreisen, und müssen das mitbringen, was auf dem Arbeitsmarkt gefragt ist. Das Schlagwort "Deutschland AG" findet hier sein kleines Comeback.
Ein Staat lässt sich aber nicht führen wie ein Unternehmen. Ein Staat hat Aufgaben wahrzunehmen, um die sich ein Unternehmen nicht scheren muss. Das bedeutet zum Beispiel für eine nachhaltige Ausbildung zu sorgen.
Es ist ein Witz: nachdem die Polen nicht gekommen sind, sollen nun in den Krisenstaaten das "Humankapital" rausgeholt werden (sehr nachhaltig auch für deren nicht eintretenden Aufschwung). Wieso fangen wir nicht gleich an Touristen, welche hier mal in ärztliche Behandlung müssen, nur dann zu behandeln, wenn sie sich verpflichten hier für 6 Monate zu arbeiten?
Die ganze Sache ist ohnehin vergebens. Wenn man nicht völlig verzweifelt ist, machen die Fachkräfte einen Bogen um Deutschland. Jeder der was im Kopf hat, will hier nicht zu deutschen Löhnen arbeiten.
Zitat:
Zitat von Hank1989
Aber sinkende Arbeitslosenzahlen und boomende Wirtschaft interessiert ja keinen.
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Es ist auch uninteressant, da die geleisteten Arbeitsstunden stagnieren, die Löhne real sinken und der Anstieg der Beschäftigung vorwiegend im prekären Bereiche stattfindet.
Die boomende Wirtschaft, boomt auch nur weil andere Länder schulden machen um unsere Produkte zu kaufen (Export). Dank der oben genannten Strukturprobleme kommt dieser Boom nicht bei den Menschen an. Der große Wurf der sozialen Marktwirtschaft war es ja, dass der allgemeine Wohlstand steigt. Zur Zeit haben wir nur ein Auseinanderklaffen der Einkommen und Vermögen.
Es gab da mal das Schlagwort: "Wenn es der Wirtschaft gut geht, geht es den Menschen gut". Der Wirtschaft heute geht es nur gut weil es den Menschen schlechter geht. Dies ist nicht nachhaltig und wird ein jähes Ende finden, wie so oft in der Geschichte. Wirtschaftswachstum, Arbeitsplätze und andere Kennzahlen sind kein Selbstzweck.
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20.07.11, 09:55
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#24
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Ist öfter hier
Registriert seit: Jan 2010
Beiträge: 201
Bedankt: 210
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Zitat:
Zitat von Hank1989
Ja ne ist klar.. Eine deutsche Fachkraft verdient schon ordentlich, denn sie hat auch eine gute Ausbildung genossen. Du verstehst unter Fachkraft wohl Leute, die Kisten von A nach B schleppen.
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Ich bin selber Fachkraft, ich hab ne 3.5 Jahre ne sehr gute ausbilung als Metallbauer - Konstruktionstechnik genossen. Wurde leider nicht übernommen und bin dann zur Zeitarbeitsfirma. Ich hab 7,69€ / std. bekommen.
Das schlimme ist das es der "normale" Tariflohn war. Klar gibts Zeitarbeitsfirmen die mehr zahlen, aber selbst da kommt man nicht direkt nach seiner Lehre rein.
Eine faire Lösung wäre ein Mindestlohn von ca 10€ bei Zeitarbeitsfirmen, dann fühlen sich die gelernten Arbeiter auch nicht so "ganz" verarscht.
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