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Wer mit wem? Kampf gegen Lobbyismus
Zitat:
11. April 2011, 09:41, NZZ Online
Wer mit wem?
Kampf gegen Lobbyismus

Josef Ackermann und Angela Merken könnte das Lachen bald vergehen. (Bild: Keystone/Archiv)
Eine neue Website namens Influence Networks die Verbindungen von Industrievertretern und Politikern öffentlich machen. Hinter dem Angebot steckt unter anderem die Anti-Lobbyismus-Organisation Transparency International. Die Hauptarbeit sollen allerdings Freiwillige übernehmen.
Von Henning Steier
Am 22. April 2008 trafen 20 bis 30 Gäste im Berliner Kanzleramt ein. Angela Merkel hatte die Vertreter aus Wirtschaft und Gesellschaft zum 60. Geburtstag von Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann eingeladen. Die ganze Gästeliste war bisher geheim, muss nun aber offen gelegt werden, wie das Berliner Verwaltungsgericht vergangene Woche entschied. Foodwatch-Chef Thilo Bode und die Berliner Rechtsanwältin Katja Pink hatten eine entsprechende Klage eingereicht. Die Kläger vermuteten, dass Ackermann selbst die Gäste auswählen durfte. Dies hatte das Kanzleramt bestritten.
Ebenfalls vergangene Woche wurde bekannt, dass Maria Martin-Prat am 16. April ihren neuen Job als EU-Urheberrechtsbeauftragte antreten wird. Die Spanierin arbeitete fünf Jahre als Chefjuristin für den Musikbranchenverband Ifpi. Europaparlamentarier befürchten nun Interessenkonflikte.
Fälle wie diese zeigen die enge Verflechtung von Wirtschaft und Politik. Diese Verbindungen offenzulegen, das haben sich die Macher der neuen Website Influence Networks zum Ziel gesetzt. Partner sind unter anderem Transparency International und das Projekt OBSWeb der Uni Metz. Gebaut wurde die Seite vom französischen Datenjournalismusanbieter OWNI. Basisinformationen werden der Datenbank Freebase entnommen, in der rund knapp zwei Millionen Personen und zahlreiche Unternehmen sowie Verbände eingetragen sind.

Influence Networks soll unter anderem Beziehungen von Politikern zu Unternehmen aufzeigen. (Bild: NZZ Online)
Ein wichtiger Unterschied zu von Experten gemachten Angeboten wie Lobbypedia: Jeder kann mitmachen. Bei der Registrierung werden nur eine E-Mail-Adresse und ein Passwort verlangt. Anschliessend kann man direkt Einträge hinzufügen. Das System bewertet dabei die Vertrauenswürdigkeit des Anwenders. Beispielsweise steigt ein den Machern bekannter Journalist auf dem höchsten Level 5 ein, ein unbekannter User auf Stufe 1. Je mehr Mitglieder einen Beitrag gut bewerten, umso schneller steigt dessen Ersteller auf. Als Quellen werden beispielsweise Nachrichten-Sites und die Web-Enzyklopädie Wikipedia genutzt. Wie genau Korrekturen vorgenommen und publiziert werden, ist noch nicht bekannt.
Eine detaillierte Anleitung für die Website soll folgen. Bisher ist sie nur auf Englisch verfügbar. Ob sich das ändern soll, liessen die Betreiber offen. Sicher ist, dass Daten bald in eigene Websites eingebettet werden können. Mit Josef Ackermanns Geburtstagsfeier im Kanzleramt könnte man dies bereits tun, denn ein entsprechender Beitrag ist erstellt worden. Für Maria Martin-Prats Vergangenheit gibt es allerdings noch keinen Eintrag.
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