Regisseur Christoph Schlingensief ist tot

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* 24. Oktober 1960 �* 21. August 2010
Zitat:
Der bekannte Regisseur und Theater-Provokateur Christoph Schlingensief ist tot. Der Film- und Theaterkünstler erlag am Samstag 21. August 2010 einem schweren Krebsleiden, bestätigte ein Sprecher der Ruhr-Triennale der Nachrichtenagentur AFP. Schlingensief wäre im Oktober 50 Jahre alt geworden.
Bei Schlingensief war im Januar 2008 Lungenkrebs diagnostiziert worden. Ihm wurde ein Lungenflügel entfernt und er musste sich einer Chemotherapie und Bestrahlungen unterziehen. Sein für die diesjährige Ruhr-Triennale vorgesehenes Stück "S.M.A.S.H. - In Hilfe ersticken" musste der Regisseur dem Sprecher zufolge bereits Anfang Juli nach einer neuen, schweren Krebsdiagnose absagen. Auf der Internetseite seines Betroffenenprojekts "Geschockte Patienten" berichtete er regelmäßig über den Verlauf seiner Krankheit und sprach anderen Patienten Mut zu.
Der Regisseur und Schauspieler war immer wieder am Wiener Burgtheater tätig. Eine Sprecherin des Hauses sagte der österreichischen Nachrichtenagentur APA, das gesamte Theater sei in "tiefer Trauer". Schlingensief habe sich durch seine Arbeiten am Burgtheater Respekt und Anerkennung erworben, sagte Konstanze Schäfer. "Er war ein ganz besonderer Mensch, voller Warmherzigkeit im Umgang." Er sei einer der "angesehensten Künstler" gewesen, die am Burgtheater gearbeitet hätten.
Schlingensief galt als einer der umstrittensten Vertreter des deutschsprachigen Kulturbetriebs. Im deutschsprachigen Raum war er der wohl bekannteste Theater-Provokateur. Geboren wurde er in Oberhausen im Ruhrgebiet. Er widmete sich bereits frühzeitig Kurzfilmprojekten und schrieb Kurzgeschichten. Größere Bekanntheit als Filmregisseur erlangte er zwischen 1989 und 1992 mit seiner Deutschland-Trilogie: "100 Jahre Adolf Hitler - Die letzte Stunde im Führerbunker", "Das deutsche Kettensägenmassaker" sowie "Terror 2000 - Intensivstation Deutschland".
In der Theaterwelt wurde er durch sein Stück "100 Jahre CDU - Spiel ohne Grenzen" im Jahr 1993 an der Berliner Volksbühne bekannt. Auch mit Stücken wie "Kühnen '94 - Bring mir den Kopf von Adolf Hitler" und "Rocky Dutschke" sorgte er immer wieder für kontroverse Diskussionen. Im Jahr 1997 wurde er bei der documenta in Kassel festgenommen, weil er im Rahmen einer umstrittenen Kunstauktion ein Plakat mit der Aufschrift "Tötet Helmut Kohl!" verwendet hatte. Schlingensief war kurzzeitig auch Moderator und setzte sich als Gründer der Partei Chance 2000 für Arbeitslose und gesellschaftlich Ausgegrenzte ein.
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Quelle: [
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Bild:
www.merkur-online.de
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bevor hier noch mehr Quatsch geschrieben wird, mache ich hier zu !
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