Vier Wochen nach der umstrittenen Wahl in Simbabwe hat auch eine Neuauszählung die Niederlage der Regierungspartei von Page Rankingäsident Robert Mugabe bei der Parlamentswahl bestätigt. Wie die britische BBC berichtete, blieben die Ergebnisse in 18 von 23 strittigen Wahlkreisen unverändert. Mugabes Partei ZANU(PF) hätte aber neun zusätzliche Wahlkreise gewinnen müssen. Ein komplettes Ergebnis der Nachzählung stand noch aus. Auch das Ergebnis der Präsidentschaftswahl ist nach wie vor nicht bekannt.
Mugabe will Stichwahl
"Es hat sich nichts geändert", sagte ein Sprecher der Wahlkommission. Die oppositionelle MDC unter ihrem Vorsitzenden Morgan Tsvangirai hatte sich schon nach der Abstimmung am 29. März zum Sieger sowohl der Parlaments- als auch der Präsidentschaftswahl erklärt. Um die Präsidentschaft strebt der seit 28 Jahren regierende Mugabe jetzt eine Stichwahl an.
Simbabwe Thema im Sicherheitsrat
Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen will sich in der kommenden Woche erstmals mit der Lage in dem südafrikanischen Land befassen. Dies bestätigte der amtierende Ratspräsident Dumisani Kumalo (Südafrika) vor Journalisten in New York. Eine Resolution oder Präsidentenerklärung wird von der Sitzung aber nicht erwartet.
"Wir fragen uns, welchen Wert das dann haben kann", kritisierte der südafrikanische Diplomat. "Wir sind alle frustriert, dass die Wahlergebnisse in Simbabwe nicht veröffentlicht werden. Wir sind alle frustriert, dass die Situation an einem toten Punkt ist", sagte Kumalo.
"Nach der Wahl verschiedene Verbrechen"
Am Freitag hatten Sondereinheiten der Polizei das MDC-Hauptquartier in der Hauptstadt Harare gestürmt und mehr als 200 Menschen abgeführt. Fast alle Mitarbeiter der Zentrale sollen festgenommen worden sein. Ein Polizeisprecher erklärte, die Festgenommenen hätten "nach der Wahl verschiedene Verbrechen begangen". Einzelheiten nannte er nicht.
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