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Schnellere Erdrotation: Zu Dino-Zeiten waren Tage eine halbe Stunde kürzer

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Ungelesen 12.03.20, 22:36   #1
BLACKY74
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Standard Schnellere Erdrotation: Zu Dino-Zeiten waren Tage eine halbe Stunde kürzer

Zitat:
Schnellere Erdrotation
Zu Dino-Zeiten waren Tage eine halbe Stunde kürzer

Vor 70 Millionen Jahren drehte sich die Erde deutlich schneller als heute. Das konnten Forscher anhand einer fossilen Muschel belegen. Verantwortlich für den Effekt ist der Mond.



Fossile Muschel: Die sogenannten Rudisten sind vor etwa 65 Millionen zusammen mit den meisten Dinosauriern ausgestorben Mark A. Wilson/ Department of Geology/ The College of Wooster

11.03.2020, 17:22 Uhr

Man kann bei vielen Themen verschiedener Meinung sein, aber ein paar Dinge auf der Welt sollten eigentlich unstrittig sein. Wie lange ein Jahr dauert zum Beispiel. In dieser Zeit kreist unser Planet einmal um die Sonne. Damit dieser Zeitraum auch zu unserem Kalender passt, wird in Schaltjahren ein Extratag eingefügt.

Etwas komplizierter wird die Sache allerdings bereits bei der Frage, wie lange eigentlich ein Tag dauert. Wenn etwa auf der Nordhalbkugel Winter ist, dann seien, so heißt es immer wieder einmal, die Tage minimal kürzer als im Sommer - weil sich kein Laub mehr auf den Bäumen befinde und sich damit die Masseverteilung der Erde ein klein wenig verschiebe. In der Folge würde die Drehgeschwindigkeit steigen. Allerdings kann der Effekt durch Schneefall in den Gebirgen und geänderte Windmuster in der Atmosphäre überlagert werden.

Betrachtet man dagegen den gesamten Verlauf der Erdgeschichte, dann ist klar, dass sich die Tageslänge geändert hat. Das Phänomen lief nicht immer konstant ab, aber die langfristige Tendenz ist eindeutig: Früher waren die Tage deutlich kürzer als heute. Verantwortlich dafür ist die immer langsamer werdende Drehung der Erde um sich selbst.

Wie massiv der Effekt ist, daran erinnert gerade die Studie eines Teams um den Geochemiker Niels de Winter, der an den Universitäten Brüssel und Utrecht arbeitet. [ Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. Bitte einloggen oder neu registrieren ] berichtet die Gruppe von Untersuchungen am Fossil einer Muschel, die vor 70 Millionen Jahren in einem flachen Meer lebte, in einem Gebiet, das heute zum Golfstaat Oman gehört.

Das Tier gehörte zu den sogenannten Rudisten. Das ist eine vor etwa 65 Millionen Jahren zusammen mit den meisten Dinosauriern ausgestorbene Ordnung der Muscheln. Diese bildeten teils sehr dicke Gehäuse aus den Mineralien Kalzit und Aragonit aus. Das nötige Material filterten sie, wie es auch bei modernen Muscheln der Fall ist, aus dem Wasser in ihrer Umgebung.

Der Aufbau der Gehäuse erfolgte in feinsten Schichten, de Winter und Kollegen konnten bei ihren mit einem Laser durchgeführten Analysen vier bis fünf Schichten pro Tag nachweisen. "Wir können im Grunde auf einen Tag vor 70 Millionen Jahren schauen. Das ist ziemlich erstaunlich", bilanziert de Winter.

372 Tage pro Jahr

Die Analysen konnten dabei nicht nur zeigen, dass die Muscheln tagsüber deutlich schneller wuchsen als in der Nacht und dass sie, je nach Jahreszeit, mit Wassertemperaturen zwischen 30 und 40 Grad klarkommen mussten. De Winter und seine Kollegen konnten auch berechnen, in welchem Abstand die Jahreszeiten aufeinander folgten und aus wie vielen einzelnen Tagen ein Jahr bestand.

Und diese Zahl, 372, unterschied sich massiv von der heute. Anders ausgedrückt: Als die untersuchte Muschel der Art Torreites sanchezi vor 70 Millionen Jahren zusammen mit unzähligen Artgenossen in einem Riff lebte, dauerte ein Tag nur 23,5 Stunden – also eine halbe Stunde weniger als heute.

Und das wiederum hat mit dem Mond zu tun. Dieser bewegt sich auf seiner Bahn um die Erde jedes Jahr ein Stückchen von uns weg. Dank der Laserreflektoren, die "Apollo"-Astronauten auf seiner Oberfläche hinterlassen haben, wissen wir, dass der Wert aktuell bei etwa 3,8 Zentimetern pro Jahr liegt. (Lesen Sie [ Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. Bitte einloggen oder neu registrieren ] mehr über die Laserreflektoren, mit deren Hilfe sich auch Verschwörungstheorien entzaubern lassen.) Wegen des physikalischen Gesetzes der Drehimpulserhaltung bedeutet das im Gegenzug, dass die Rotationsgeschwindigkeit der Erde langsam sinkt.

Aus früheren Studien ist bereits bekannt, dass ein Tag auf der Erde vor 1,4 Milliarden Jahren wegen dieses Effekts [ Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. Bitte einloggen oder neu registrieren ]. Vor 530 Millionen Jahren waren es dann etwa 21 Stunden. Und auch in Zukunft wird sich der Trend fortsetzen: Die Tage werden pro Jahrhundert etwa zwei Tausendstelsekunden länger.

De Winter und seine Kollegen haben für ihre Arbeit nur eine einzige Muschel ausgewertet, die nach Auskunft der Forscher neun Jahre lang gelebt hat. Bereits diese Analysen hätten zwei Jahre in Anspruch genommen, sagt de Winter im Gespräch mit dem SPIEGEL. Man habe die Daten aber mit Computermodellen validiert und glaube an die Präzision. Aus seiner Sicht sollte es weitere Fossilien geben, an denen sich die Methode überprüfen ließe.
Quelle:[ Link nur für registrierte Mitglieder sichtbar. Bitte einloggen oder neu registrieren ]
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Ungelesen 22.09.20, 22:11   #2
agehill
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noch viel früher soll ein jahr sogar (sagen wir mal) 1000 tage gehabt haben!

man überlege sich die funktion des wassers zu dieser zeit!
(wobei - wasser ist auf "unserem" planeten schon immer interessant gewesen)

welche wassertemperaturen zb wurden damals allein durch ge-zeiten-aktivitäten welt-meer-technisch erreicht??

usw usw

edit:
man überlege sich ein planet hätte eigentlich keine atmosphäre, aber wasser!
nun, allein durch weiter oben beschriebenes zsenario sollte klar sein, dass zumindest wasserdampf (sagen wir) dann "eine" atmosphäre ausmacht, ..ausmachen könnte wenn aber auch eben planet_x genug masse hat.
nun, was sollte dann weiter passieren?
jede menge blitze!, u was würden diese in "dieser" h2o-primärität verursachen??
"diese" würden wassermoleküle auseinanderreißen (erstmal), .. worauf sich zb vielleicht .....
(... sorry. bin kein experte, nur (... sagen wir ein frage-zeichen-entgegensteller - bzw zumindest möchtegern-entgegensteller))
... wasserstoff (quasi) ins universum verflüchtigen würden, sauerstoff aber (quasi) atmosphärisch eben vielleicht erhalten bliebe.
nun, ... zumindest eine bereicherung an "theorie" was sauerstoffanreicherung in "unserer" atmosphäre betrifft, bzw angeht, und eben damit (quasi) ein gegengewicht zur (quasi) derzeit (allein)-theorie (sag ich jetzt mal so), wonach (quasi) der gesamte sauerstoff durch etwas entstanden seien soll, was sich so ähnlich anhört wie "stalagtiten".


edit 2:
nun, ... meiner quasi grad aufgestellten theorie der "sauerstoff-anreicherung" (hahahaha) könnte man vielleicht entgegenstellen, dass zb masse "in oberen schichen" (quasi) keinen einfluß hat, .. man bedenke zb das (quasi) bei geo-satelliten (quasi) masse (quasi) keinerlei rolle spielt (spielen soll!!)

nun, .. mein beispiel ist vielleicht aber eben doch etwas anderes, .. ich hab's grad (mal) mit anti-kristallisation bei (ansonst) niedrigen temperaturen verglichen, bzw gleichgestellt.
(eine lach-fisage, der "predator" nahe kommt, bevor "ihm" der schädel eingeschlagen "wird", - wäre (jetzt - vielleicht) angebracht!!! - hahahahhaha !!

Geändert von agehill (23.09.20 um 00:08 Uhr) Grund: erweiter-ung
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