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[Brisant] Beate Zschäpe wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt

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Ungelesen 11.07.18, 10:08   #1
MotherFocker
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Standard Beate Zschäpe wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt

Zitat:
Newsblog zum NSU-Urteil
Beate Zschäpe wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt

  • Nach über fünfeinhalb Jahren ist im NSU-Prozess das Urteil gesprochen worden.
  • Die Hauptangeklagte Beate Zschäpe muss wegen zehnfachen Mordes lebenslang ins Gefängnis.
  • Die Mitangeklagten erhielten ebenfalls teils lange Haftstrafen.
Quelle:
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Ungelesen 11.07.18, 14:03   #2
MunichEast
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Wie ich erwartet hatte, die Propaganda Maschinerie stellt sie, in den Kommentarspalten oder Profilen, als Justiz Opfer dar. Die AfD rennt da auch schon mit ...

Zitat:
Dr. Christina Baum MdL AfD Das Prinzip 'Im Zweifel für den Angeklagten' wurde meiner Meinung nach aus rein politischen Gründen missachtet."
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Ungelesen 11.07.18, 14:20   #3
Uwe Farz
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Kommentar der taz:

"Die Urteile im NSU-Prozess sind gefallen. Deutschland hat aber immernoch ein Problem: den „NSU-Komplex“. Und was macht Deutschland? Es verschiebt, verleugnet, rationalisiert.

„Komplex“ ist kein zufällig gewähltes Wort. Es will die Ursachen institutioneller, struktureller und personeller Natur fassen, will die Haltung einer Gesellschaft benennen, die den Neonaziterror möglich gemacht hat. Vom „NSU-Komplex“ sprechen Kritiker des offiziellen Aufklärungsprozesses, der all das nicht fassen will. Jene Kritiker, die glauben: Mundlos, Böhnhardt und Zschäpe handelten nicht in einem Vakuum, und es waren auch nicht nur die vier weiteren Helfer involviert, die jetzt zusammen mit Zschäpe verurteilt wurden.

Der deutsche Staat und seine Justiz wollen das aber nicht wahrhaben. Dabei hatte die Bundeskanzlerin 2012 gesagt: „Wir tun alles, um die Morde aufzuklären und die Helfershelfer und Hintermänner aufzudecken und alle Täter ihrer gerechten Strafe zuzuführen.“ Dieses Versprechen hat sie stellvertretend für den deutschen Staat gebrochen.

Ein Teil der Öffentlichkeit kritisierte von Anfang an eine fehlende Bereitschaft, umfassend aufzuklären. Aber auch eine aufmerksame Öffentlichkeit ermüdet, sie gewöhnt sich an die verweigerte Aufklärung. Auch ohne Gerechtigkeit geht das Leben weiter. Auch ein NSU-Prozess endet einmal. Irgendwann verkommt die Ungerechtigkeit zur leidenschaftslos vorgetragenen Randnotiz.

Würde Deutschland eine Psychoanalyse machen, würden ihm drei Abwehrmechanismen attestiert werden: Verschiebung, weil es seine Verantwortung für den Neonaziterror auf wenige Personen verschiebt. Verdrängung, weil Deutschland – eigentlich Gedenkweltmeister – die Gefühle, die aus dieser Schuld erwachsen, nicht ertragen kann. Rationalisierung, weil es sich den NSU auf diese Weise trotzdem erklären kann.

Die Urteile sind gefallen. Und wir sind immer noch weit entfernt von einer umfassenden Erkenntnis über die Hintergründe des NSU-Terrors. Dafür gewinnen wir eine andere Erkenntnis: Auf das offizielle „Nie Wieder“ der Bundesrepublik ist kein Verlass. Um so wichtiger ist der zivilgesellschaftliche Antifaschismus. Auch nach dem Urteil werden diejenigen weiterhin Fragen stellen, die es mit dem Kampf gegen Neonazis ernst meinen."

Quelle:
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Das entspricht ungefähr meiner Wahrnehmung. Es ist einfach völlig vermintes Gelände mit einem unfassbaren Ausmass an Pleiten, Pech und Pannen.
Der ganze Komplex wird noch für jede Menge Ärger sorgen.
Was mich betrifft - ich bin hier raus. Ich weiss einfach zu wenig.
Uwe Farz ist offline   Mit Zitat antworten
Ungelesen 11.07.18, 14:57   #4
pauli8
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Zitat:
Kommentar zu Urteil im NSU-Prozess
Trio des Todes
11. Juli 2018 um 12.38 Uhr




München Beate Zschäpe muss lebenslang ins Gefängnis – das ist eine gute Nachricht. Sie hat die Bundesrepublik Deutschland verhöhnt. Zehn Menschenleben fielen dem blanken Ausländerhass des NSU zum Opfer.
von Henning Rasche

Enver Simsek, ermordet am 9. September 2000 in Nürnberg. Abdurrahim Özüdogru, ermordet am 13. Juni 2001 in Nürnberg. Süleyman Tasköprü, ermordet am 27. Juni 2001 in Hamburg. Habil Kilic, ermordet am 29. August 2001 in München. Mehmet Turgut, ermordet am 25. Februar 2004 in Rostock. Ismail Yasar, ermordet am 9. Juni 2005 in Nürnberg. Thodoros Boulgarides, ermordet am 15. Juni 2005 in München. Mehmet Kubasik, ermordet am 4. April 2006 in Dortmund. Halit Yozgat, ermordet am 6. April 2006 in Kassel. Michèle Kiesewetter, ermordet am 25. April 2007 in Heilbronn.


Zehn Menschen. Zehn Geschichten. Zehn Hoffnungen. Zehn Familien.

Der selbsternannte „Nationalsozialistische Untergrund“ (NSU) hat diesen zehn Menschen auf brutale Weise das Leben genommen. Die drei Rechtsterroristen töteten diese zehn Menschen aus blankem, abartigem Hass. Sie brachen in das Leben dieser zehn rechtschaffenen Bürger ein. Sie trafen sie an ihren Arbeitsplätzen, an Imbissen, Gemüsegeschäften, am Blumenstand. Sie löschten diesen zehn Menschen das Licht der Hoffnung aus.

Einfach so. Weil Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe Menschen nach Rassen sortierten. Sie schwangen sich zu Richtern über den Lebenswert eines Menschen auf. Sie verdienen daher die Verachtung der deutschen Gesellschaft und des deutschen Rechtsstaates.

Es ist bemerkenswert heilsam, dass das Oberlandesgericht München Beate Zschäpe als Terroristin und Mittäterin unter anderem wegen zehnfachen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt hat.

(Die Details zur Urteilsverkündung können Sie in unserem Liveblog nachlesen.)

Zschäpe war, das haben knapp fünfeinhalb Jahre Verhandlung gezeigt, keineswegs die stille Haushaltshilfe für die mordenden Uwes. Sie war eine gleichberechtigte Partnerin in diesem Trio des Todes. Sie hielt Böhnhardt und Mundlos nicht bloß den Rücken frei, sie trieb die abartigen NSU-Pläne wesentlich voran.

Zschäpes Auftritt vor Gericht zeugt von einer beschämenden Unmenschlichkeit. Mit ihrem Schweigen, ihrem Wegducken, ihrem Verstecken und ihren unfassbaren Taten hat sie die Bundesrepublik Deutschland verhöhnt. Sie hat alle Werte, auf die sich dieses Land geeinigt hat, mit Füßen getreten. Die lange Zeit im Gefängnis hat sich Beate Zschäpe schamlos erarbeitet.

Dieser Prozess war für die deutsche Gesellschaft von enormer Bedeutung. Sie musste sich mit den rechtsextremistischen Umtrieben in diesem Land auseinandersetzen. Sie musste verstehen, dass Rechtsradikalismus ein gegenwärtiges, ein leider lebendiges Problem ist.

Ein Problem, das tödlich sein kann. Es war unumgänglich, dass dieser Prozess so teuer war und so lange gedauert hat. Das Gericht muss jeden Fehler vermeiden, damit der Bundesgerichtshof in der angekündigten Revision das Urteil nicht in der Luft zerpflückt.

Nicht alles an diesem Urteil erschließt sich unmittelbar. Warum etwa bekommt André E., für den die Bundesanwaltschaft wegen Beihilfe zum Mord zwölf Jahre Haft gefordert hat, und der „Die Jew Die“ („Stirb Jude stirb“) auf seinem Bauch tätowiert hat, bloß zwei Jahre und sechs Monate Haft? Warum muss Ralf Wohlleben, ein überzeugter Neonazi, eine wesentliche Stütze des NSU-Trios, bloß zehn Jahre in Haft? Warum kommt auch Holger G. mit drei Jahren glimpflich davon?

Das Oberlandesgericht München hat mehr als eineinhalb Jahre Zeit, das schriftliche Urteil zu verfassen. Es wird interessant, welche Erwägungen und Begründungen sich darin finden werden. Rechtssicherheit über die Mittwoch verkündeten Urteile gegen den NSU gibt es also erst in mehreren Jahren.

Die noch immer offenen Fragen nach weiteren Unterstützern und nach unerklärlichen Fehlern bei den Ermittlungen, müssen beantwortet werden. Das ist die Bundesrepublik den zehn Menschen schuldig, die der NSU ungehindert in aller Öffentlichkeit erschießen konnte.
(her)
Quelle:
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Ein Kommentar, der mir gut gefällt.

Es ist interessant wie die verschiedenen Parteien dieses Urteil für sich instrumentalisieren. Die Kritik ("Pleiten, Pech und Pannen"...Verfassungsschutz...Versprechen gebrochen). ist (teilweise) berechtigt, hat aber nicht unmittelbar mit den Verurteilungen zu tun.
Bis 2008 war ich ziemlich nah an den Ermittlungen daran.

Jetzt lehne ich mich entspannt zurück und lese mir die bisherigen Threads hier zu dem Prozess noch einmal durch.

Bin gespannt, ob wieder die gleichen Argumente wie bisher (Revision...Beihilfe vs. Mittäterschaft...Sachbeweis vs. Personenbeweis und mehr kommen werden.

Dieses Urteil gibt auch für die nächsten Jahre genug Stoff her für die üblichen "Verschwörungstheorien".

Geändert von pauli8 (11.07.18 um 15:14 Uhr)
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Bady23 (12.07.18), MotherFocker (11.07.18)
Ungelesen 11.07.18, 22:49   #5
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pauli kann mir viel erzählen....
Dem glaube ich fast alles ^^

Ok. ernsthaft.
Hier ein gutes Interview mit Clemens Binninger (CDU), der als Abgeordneter in diesem Aufbearbeitungsprozess involviert war.

Insbesondere ist dies bemerkenswert, um die Brücke zu pauli zu schlagen, da Binninger sich vom mittleren bis zum höheren Dienst hocharbeitete. So hat er auch ein bisschen Ahnung von der Thematik.

Zitat:
Clemens Binninger spürte als Abgeordneter jahrelang den Terroristen des NSU nach. Jetzt spricht er über die Fragen, die der Prozess gegen Beate Zschäpe nicht beantwortet hat.

Es geht um merkwürdige DNA-Funde, wenig plausible Zeugenaussagen und nicht verfolgte Spuren: Clemens Binninger hat als Bundestagsabgeordneter der CDU jahrelang die Verbrechen des sogenannten "Nationalsozialistischen Untergrunds" (NSU) aufgearbeitet. Zunächst im ersten Untersuchungsausschuss des Bundestags, dann als Vorsitzender in einem weiteren.

Zur Aufklärung hat er beitragen können, doch es bleiben viele offene Fragen, die auch das Verfahren gegen Beate Zschäpe und die Unterstützer des NSU nicht geklärt hat. Vor dem am Mittwochmorgen erwarteten Urteil im NSU-Prozess erklärt Binninger im Interview mit t-online.de, warum er Zweifel hat, dass der NSU nur aus drei Personen bestand – und warum er es für möglich hält, dass weitere Täter noch auf freiem Fuß sind.

Herr Binninger, fünf Jahre lang hat das Gericht im NSU-Prozess verhandelt. Wurden aus Ihrer Sicht alle offenen Fragen zum NSU geklärt?

Clemens Binninger: Klare Antwort: Nein. Das war aber auch nicht zu erwarten. Der Prozess sollte nur klären, ob die vorgelegten Beweise ausreichen, um die fünf Angeklagten zu verurteilen.

Bundeskanzlerin Merkel hat im Jahr 2012 versprochen: "Wir tun alles, um die Morde aufzuklären und alle Täter ihrer gerechten Strafe zuzuführen." Wurde ihr Versprechen gebrochen?

Nein. Man kann nicht garantieren, dass alle Straftäter ermittelt werden. Ich war 23 Jahre lang Polizist und weiß daher: Es gibt in einem Rechtsstaat leider immer wieder Fälle, in denen die Ermittler nicht weiterkommen.

Das klingt ein bisschen resigniert.

Entscheidend ist: Die Ermittlungsbehörden und zwölf NSU-Untersuchungsausschüsse im Bundestag und in mehreren Landtagen haben alles getan, um die Taten aufzuklären.

Wirklich alles? Es gibt Zweifel an der These der Generalbundesanwaltschaft, dass nur Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe zum unmittelbaren Täterkreis des NSU zählten.

Ja, auch im Untersuchungsausschuss des Bundestages haben wir uns diese Frage gestellt. Ich habe große Zweifel, dass der NSU nur aus drei Personen bestand.
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Ungelesen 12.07.18, 03:18   #6
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Danke dir MF,

das Interview mit Clemens Binninger hatte ich mir schon gestern vor Verkündigung des Urteils intensiv durchgelesen.

Ich halte seine Angaben bisher für die besten, die ich gelesen habe.

Es ist doch auch von mir unbestritten das Dinge passiert sind, die nicht hätten vorkommen dürfen.

Richtig ist auch, dass es ein Netzwerk gibt und dieses aus mehr als die 3 Personen besteht. Das ist auch der StA und den Ermittlern bekannt
Deshalb wird bei der Kritik eben leicht übersehen das die Ermittlungen schon lange in diese Richtung gehen und weiter ermittelt wird.

Man hatte also das Verfahren gegen die jetzt Verurteilten deshalb abgetrennt um diesen Teil juristisch zu einem Ende mit einemErgebnis zu bringen.
Die Ermittlungen gehen also weiter. Nur ist es nicht verständlich, wenn nicht jeden Tag dieser Ermittlungsstand in der Welt verbreitet wird.

Man sieht auch sehr schön, wie Merkel wieder von verschieden Parteien oder Personen mit dem Bruch ihres Versprechens "interpretiert" wurde.

Aus dem Interview mit Binninger:
Zitat:
Herr Binninger, fünf Jahre lang hat das Gericht im NSU-Prozess verhandelt. Wurden aus Ihrer Sicht alle offenen Fragen zum NSU geklärt?

Clemens Binninger: Klare Antwort: Nein. Das war aber auch nicht zu erwarten. Der Prozess sollte nur klären, ob die vorgelegten Beweise ausreichen, um die fünf Angeklagten zu verurteilen.

Bundeskanzlerin Merkel hat im Jahr 2012 versprochen: "Wir tun alles, um die Morde aufzuklären und alle Täter ihrer gerechten Strafe zuzuführen." Wurde ihr Versprechen gebrochen?

Nein. Man kann nicht garantieren, dass alle Straftäter ermittelt werden. Ich war 23 Jahre lang Polizist und weiß daher: Es gibt in einem Rechtsstaat leider immer wieder Fälle, in denen die Ermittler nicht weiterkommen.
(Zusätzlich...Die Ermittlungen gehen ja weiter...man tut also alles was möglich ist.)
Das wollen aber bestimmte Leute, die es wissen müssten, nicht zur Kenntnis nehmen und "verschweigen" es.

Dazu >>>

23. Februar 2012, 14:32 Uhr
Merkels Gedenkrede für Neonazi-Opfer im Wortlaut

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Zitat:
...Als Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland verspreche ich Ihnen: Wir tun alles, um die Morde aufzuklären und die Helfershelfer und Hintermänner aufzudecken und alle Täter ihrer gerechten Strafe zuzuführen. ]Daran arbeiten alle zuständigen Behörden in Bund und Ländern mit Hochdruck. Das ist wichtig genug, es würde aber noch nicht reichen. Denn es geht auch darum, alles in den Möglichkeiten unseres Rechtsstaates Stehende zu tun, damit sich so etwas nie wiederholen kann.

Inzwischen wurde eine Bund-Länder-Kommission zur Aufarbeitung des Rechtsterrorismus eingerichtet. Zudem haben im Landtag von Thüringen und im Deutschen Bundestag Untersuchungsausschüsse ihre Arbeit aufgenommen. Erste Weichen für eine bessere Zusammenarbeit zwischen Verfassungsschutz und Polizei sowie zwischen den Landes- und Bundesbehörden sind gestellt....
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